Einer der Orte, die, neudeutsch gesprochen, auf der Bucketlist stehen, ist für jeden Reisenden in Rio die Christusstatue.
Sie ist auf den Hügeln über der Stadt gelegen und eines der Wahrzeichen der Stadt und sowieso weltberühmt. Hin kommt man per organisiertem Transport, ich weiß nicht, ob da überhaupt eine individuelle Anreise möglich ist. Die Christusstatue ist im Nationalpark Tijuca gelegen. Was ich gesehen habe, werden ca. 90% der Touren dorthin über die Verwaltung des Nationalparks in Eigenregie organisert, gesteuert über drei Abfahrtsorte in Rio de Janeiro. Andere Tourveranstalter habe ich mit ihren Kleinbussen dort nur vereinzelt gesehen. In der Copacabana findet sich das entsprechende Ticketoffice in der Praca do Lindo. Kosten 79 Reales – etwas weniger als 20 Euro. Dafür bekommt man den Transport zur Christusstatue, den Eintritt dort und den Rücktransport.




Man wird zunächst in moderne und gut klimatisierte Kleinbusse vom Typ Sprinter mit bis zu 13 Sitzplätzen eingeladen. Dann geht es einmal quer durch die Stadt, ca 30 Minuten. Ich war schon sehr früh zur Öffnungszeit gegen 8 Uhr dort und konnte den zweiten Transporter nehmen. Dabei habe ich auch zwei nette Damen aus Chile kennengelernt, Mutter und Tochter und es war herrlich, sich endlich mal ohne Hände und Füße etwas unterhalten zu können.
Erste Station ist zunächst das Besucherzentrum des Parks, dort befindet sich ein Informationszentrum, das durchaus etwas Pepp gebrauchen könnte, ein Restaurant und der übliche Souvenirshop. Dort steigt man von dem einen Kleintransporter aus, stellt sich in eine, auch schon um diese frühe Uhrzeit lange Schlange, wird in einen anderen, parkeigenen Kleintransporter umgeladen und hoch zur Statue gefahren.
Als ich dort angekommen bin, waren viele offenbar katholische Geistliche vor Ort in schwarzem, weißen und violetten Outfits. Im Basement der Christusstatue befindet sich auch eine Kapelle und offenbar ist das ein wichtige spiritueller Ort.
Oben ist es auch um 9 Uhr schon brechend voll, ich möchte nicht wissen, wie es ein paar Stunden später dort aussieht. Die Aussicht auf die verschiedenen Statdteile Rios sind aber atemberaubend und auch die Statue ist imposant.

































Zurück geht es dann wie hin. Erst von der Statue zum Besucherzentrum, umsteigen, dann Aussteigen an der Copacabana. Da das doch länger gedauert hat, als geplant, konnte ich den Besuch auf dem Zuckerhut nicht mehr realisieren. Das wäre sonst Stress geworden, kann ich nicht gebrauchen.
Als kleine Kompensation habe ich mir eine exquisite Meeresfrüchte Mahlzeit in einem guten Restaurant an der Copacabana geleistet. Unglauchblich lecker. Die Chili, die in einem kleinen Metallgefäß dazu gereicht werden, sollte man ab mit äußerster Vorsicht genießen. Vermutlich Metall, da sich der Inhalt ansonsten bis zum Grundgestein durchbrennen würde. It’s Hot. Richtig Hot……


Und dann heißt schon packen. Morgen geht es nach Buenos Aires. Endlich ein Land, in dem ich Leute wenigstens ein bißchen verstehen kann. Rio und Brasilien ist dahingehend ernüchternd. Wer jenseits von Touristenpfaden Brasilien erleben will, braucht zwingend Portugisiesch/brasilianisch Kenntnisse. Mit Englisch, Spanisch, whatever kommt man hier nicht so richtig weit.

