Buenos Aires – Stadtteil Palermo -Impressionen

Gestern gab es leider keinen Blockeintrag, da mich ein akuter Energiemangel befallen hat. Dem konnte ich erst heute mit Öffnung der Geschäfte am Montag begegnen. Meine zweipoligen runden Stecker passen definitiv nicht in die eckigen dreipoligen Steckdosen in Argentinien. Auch mein dreipoliger runder Adapter wollte absolut nicht passen.

Um den abzuhelfen gibt es hier Ferreterias – Eisenwarenhandlungen, dort gibt es Schlösser, Beschläge, Schrauben eben auch Elektrokleinartikel wie Adapter. Im Umkreis von 200 Meter um mein Apartment gibt es alleine drei Ferreterias. Da ist also Bedarf. Das sind kleine Läden, keine Baumärkte

Thames 2363

Gekostet hat mich mein neuer Schatz 60 Reales, ca. 90 Cent.

Ich bin dann ein wenig in der Nachbarschaft spazierengegangen. Zunächst Geld wechseln. Es ist hier – im Gegensatz zu Brasilien- jeder zweite Geldautomat bereit Bargeld zu liefern, die Gebühren sind allerdings exorbitant. Bis zu 9 Euro Gebühr für 2000 Peso. Ich habe mich dann entschlossen etwas von meinem sorgsam gehüteten Bargeldvorräten aufzubrauchen. Und es war wieder erstaunlich. Draussen stand noch für jeden Euro gibt es 63 argentinische Peso, drinnen waren es dann schon 73. Die Inflation überholt mittlerweile sogar die Anzeigen der Wechselstuben.

Dann habe ich mir ein kleines Frühstück an der Avenida Santa Fe gegönnt. Das ist eine große Verkehrsstraße, die für mich ein wenig als Orientierungspunkt dient. Drei Tost, Milchkaffe und ein Fingerhut Orangensaft für 230 Peso. Etwas mehr als 3€. Dann noch 20 Peso Trinkgeld.

Die nebenan gelegenen Metzgerei hatte wohl gerade Abholtag. Hier werden die nicht verwertbaren Fleischabfälle auf die offene Ladefläche geworfen. Andere Länder, andere Sitten.

Generell empfinde ich Buenos Aires aber als sehr saubere Stadt, organisiert und nicht so chaotisch wie Rio. Das mag auch der Geographie geschuldet sein, da sich Rio ja an den Hügeln und Bergen orientieren muss. In Buenos Aires sind die Straßenzüge im Schachbrettmuster anglegt. Wie in Rio ist es aber in Buenos Aires der Fall, dass die meisten Straßen, auch wenn zweispurig, Einbahnstraßen sind. Das erleichtert die Übersicht deutlich, da man sich nur in einer Richtung um den Verkehr Sorgen machen muss.

Hier ein paar Straßenimpressionen. Innerhalb von 1 Stunde habe ich drei mal Leute gesehen, die mit bis zu 10 Hunden unterwegs gewesen sind. Entweder ist die Nachbarschaftshilfe hier sehr groß oder das ist eine Verdienstmöglichkeit

Ich bin dann auch mal in ein Shopping Center. Generell mag ich Shopping nicht so. Wollte aber mal schauen, wie es hier so ist. Und die Mall war wirklich riesig, schon fas chinesische Dimensionen. 4 Etagen hunderte Geschäfte, allerdings die üblichen Global Brands, Samsung, Levis, Zara, Daniel Hechter. Die Preise sind nur geringfügig unter denen in Deutschland, da frage ich mich schon, wer sich das dort denn leisten kann.

Einen Birkenstock Laden habe ich in Deutschland noch nie gesehen, in Buenos Aires gibt es so etwas

Dann zurück auf die Straße, die Ampelmännchen sind hier Rot oder Weiß

Mein Orientierungspfad – Avenida Santa Fe

Schöne Häuser gibt es hier auch

Ein Kinderkrankenhaus

Der Tod eines Baums. Wer gerne mit Kettensäge verreist ist gerne gesehen.

Ein Selbstbedienungsladen für Früchte und Gemüse

Und universelle Läden:

Schuhreparatur, Kleidungsreparatur, Gepäckreparatur, chemische Reinigung – alles in einem.

Ein Taxi in Buenos Aires zu bekommen ist denkbar einfach. Taxi haben auf Windschutzscheibe der Beifahrerseite ein markantes Lichtsymbol. Rot bedeutet belegt, rot-weiß heißt verfügbar. Einfach an den Straßenrand stellen und das nächste Taxi mit rot-weißem Lichtsymbol über Arm herausstrecken herbeirufen. Auch günstig. Die Strecke von Palermo zur Feria San Telmo – ca. 8 Kilometer – 3,5€.

Auch wenn Argentinien für seine Weine weltbekannt ist, wird hier im Alltag überwiegend Bier getrunken. Die Auswahl ist riesig. Es gibt hier auch richtig große Flaschen a 1 Liter

Fleisch gibt es natürlich auch. Nicht zu knapp

Später gegen Abend, die Hitze über Mittag habe ich gerne in meinem klimatisiertem Apartement verbracht, bin ich dann noch einmal raus. In den Straßen Goritti, Fitz Roy sollte es nach den Angaben meines Vermieters viele Restaurants und nette Brauereien geben. Tatsächlich ist Craft Beer auch in Buenos Aires ein Trend. Ich habe mit dann ein Waldbier und ein Bier mit Kakao Geschmack gegönnt. Nicht unbedingt lecker, aber interessant.

Bushaltestelle gegenüber der Craft Beer Kneipe

Da ich Hunger hatte, habe ich dort gefragt, wo ich denn leckeres Argentinisches Steak bekommen könnte. Man hat mir die Calle El Salvador und Las Cabras empfohlen. Ein absoluter Tiefpunkt. Ich habe höflich gefragt, ob der Platz, den ich haben wollte frei ist, das wurde auch bestätigt. Dann kam nach 5 Minuten eine Servicekraft und hat eine Kerze auf meinen Tisch gestellt, dann wurde ich 20 Minuten komplett ignoriert. Das Restaurant war zu dieser Zeit wenig voll, nur wenig Gäste. Diejenigen die kamen wurden jedoch zeitnah bedient. Ich saß da wie ein Idiot, komplett ignoriert und auch als ich zwei Mal darauf hingewiesen habe, ich möchte gerne etwas Essen und Trinken, wurde ich weiter ignoriert. Ich habe einen guten Eindruck von Buenos Aires, nette Leute, offen und sympathisch. Aber das war so eine Anti-Gringo Attitüde, die mir wohl noch mal ein paar Mal in Südamerika bevorsteht.

Las Cabras, Fitz Roy 1795, C1414 CABA, Buenos Aires – nicht zu empfehlen.

Ich bin dann 100 Meterweiter auf die andere Straßenseite, in ein mexikanisches Restaurant. Etwas bizarr, man geht in Buenos Aires zum Mexikaner, weil man in argentinischen Restaurants nichts bekommt. Es war aber sehr lecker, ich Leute waren locker und gut drauf und ich habe mein Geld gerne dort gelassen.

Lupita, Olga Cossettini 1091, C1107CEA CABA

Als nächstes reise ich dann in der Zeit zurück, und präsentiere einen der schönsten Märkte der Welt La Feria San Pedro Telmo.

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