Jetzt mal ein Nachtrag, zu den fehlenden Tagen in Iquitos. Internet war böse. Daher jetzt nachgeschoben.
Ich hatte für den Belen Markt einen Guide über den Manager meines Apartements engagiert. weniger weil ich mich da alleine nicht hingetraut hätte, sondern weil ich jemand mit dabeihaben wollte, der mir die Sachen vielleicht auch etwas erklärt. Im Anschluß haben wir noch eine kurze Bootstour zu den Floating Villages rund um Belen gemacht.
Danach habe ich mit ihm noch eine Tour zum Industriehafen in Iquitos unternommen.
Der Belen Markt ist der zentrale Einkaufsmarkt, es gibt noch andere kleine Märkte in den Stadtteilen. Aber der Belen Markt ist riesig und wird ab 4 Uhr morgens mit Produkten aus dem Umland, von den Fischern und von Jägern und Sammlern aus dem Urwald beliefert. Selbst mein Guide musste bei einigen Früchten, Nüssen, Fischen ua. passen. Ab 12 Uhr ist dann aber auch Schluß. Auch besser, da es hier extrem heiß ist und die Luftfeuchtigkeit enorm ist. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn der Markt bis in die nachmittags- oder Abendstunden dauern würde. Ich denke dann würde einges der Ware wieder lebendig werden und durch den Markt wandern.
Auf dem Weg zur Bootsanlegestelle in Belen sind wir dann durch Gassen gekommen, die waren einfach unglaublich. Zweistöckige Betonhöhlen. lediglich mit Fentsteröffnungen und Türöffnungen nach vorne. Natürlich ohne Fenster und Türen, drinnen spärliche Möbel aus Sperrholz, gekocht wird auf Kohlegrill. Dreckig, unglaublich stinkend. Die Hölle. Ich habe schon einiges gesehen. Aber das waren die menschenunwürdigsten Behausungen, die ich je gesehen habe. Dagegen waren die Slums in der Dom Rep, die Barackensiedlung direkt an der Autobahn bei Port Luis auf Mauritius oder die Altstadt von Hanoi Kurorte. Die Stadtverwaltung schickt 6 mal im Jahr Trupps durch, die DDT versprühen. Hier gibt es alles, Gelbfieber, Malaria, Dengue Fieber. Zweistöckig sind die Behausungen, da in der Regenzeit der Pegel um ca. 2 Meter ansteigt und dann nach oben gewandert wird, die Stege sind auf den Fotos auch zu sehen.
Zitrusfrüchte, Kartofflen wohin das Auge blickt, Kartoffeln und auch Mais werden aber aus anderen Landesteilen per Flußschiff importiert. Das wächst im Urwald nicht.Bananenblätter, selber Gebrauch wie in Asien. Dient als eine Art Wrap für Fisch, Fleisch und Gemüse.Die Rollen sind Fisch. Von großen Fischen….Fisch wohin man schaut, groß und klein.Die großen Bananen sind zum Kochen, es gibt aber auch noch kleinere Größen für den Süßverzehr.Sogar Oliven gibt es hier. Auch importiert.Chili. Ich würde niemandem, der noch Hoffnungen auf Geschmackserlebnisse hat empfehlen, mehr als zwei der kleinen gelben Kügelchen zu probieren. Das ist die Atombombe unter den Chilis.Zitronenmelisse. Mein Guide war erstaunt, dass es das auch in Deutschland gibt und ähnliche Verwendung hat.Rinden, Kräuter, Geheimnisse der Urwaldmedizin.Hier musste mein Guide dann auch passen.Der natürliche Lebensraum der Katzen in Südamerika sind Märkte und Parks. Wenn wunderts.Ca. 1,80cm. Gibt es bis zu 3 Meter groß auf dem MarktUrwaldfleisch, auch vom Affen.Gürteltiere. Da schienen die Leute etwas unglücklich zu sein, als ich das fotografierte.Einfach lecker. Ich habe ein kleines Stück vom Grill probiert. Super zart, saftig und aromatisch. OHHHHHH.Extrem frisch, da riecht nichts nach Fisch.Auch Lebendgeflügel ist zu kaufen.Etwas Schildkröte gefällig?Ich habe mich an die Eier gehalten. Schmeckt aber nicht nach viel. Reines Eiweiß, die Soße dazu war aber lecker.Der leckerste Saft den ich je getrunken habe. Frucht hoch zehn. Einfach nur Furcht, Frucht.Auch getrockneten Fisch gibt es.Rindfleisch ist eher selten. Aber Schweineflleischprodukte gibt es in vielen Variationen. Hier die typische Grillwurst für das Barbeque in Iquitos.Die Wurstringe bestehen aus Reis, Schweineblut und Schweinefett. Gegrillt sehr lecker.Maniok, wird gemahlen. Mit Zweibeln und Gewürzen zu einer Kugel geformt und frittiert. Das tägliche Brot in Iquitos.Willkommen in der Hölle. Unglaublich und eigentlich auch unbeschreiblich.Der Gestank war ebenfalls unbeschreiblich.De Marke der letzten Regenzeit. Ich bin 1,84 und musste nach oben fotografieren.Dagegen ist das schon erholsam.Die Flixbusvariante hier. Hält überall, nimmt alles mit, dauert aber länger.Mein Guide, hat sich als Joaquim vorgestellt, so steht es wohl auch in seinen Papieren. Er sagt aber er heißt eigentlich Basquet – falls ich ihn da richtig verstanden habe. Aber ihm und seinen Leuten hätte man schon fast alles genommen, ihre Sprache, ihr Land und ihre Kultur. Er trägt das T-Shirt extra, damit mir nichts passiert. Eigentlich ist er nur Mototaxi Fahrer mit guten Englischkenntnissen.Floating Village gegenübervon Belen. Wirkt sauber, gelassen und aufgeräumt.Holzwirtschaft ist einer der wenigen Wirtschaftszweige in der Gegend, daneben gibt es noch etwas Erdölförderung, Flusshandel, bisschen Tourismus, Drogenhandel – und Schmuggel.Nö, kein Bootsfriedhof, Flixbusstation.Das örtliche.Beate und Luisa?Ich will auch schwimmen. Es ist soooo heiß und schwül.Hausschlachtung.Weiter geht es zur nächsten Bootsanlegstelle durch die Straßen von Iquitos. Es sieht aus wie in Asien, überall Straßenstände, TukTuks, Leute wuseln rum.Ein Luxusrestaurant am Malecon von Iquitos, von wo wir das Boot für den Trip zum Industriehafen genommen haben.Die Natur hier ist einfach geil……………………Auch vor dem Malecon gibt es Flußhäuser, überwiegend bewohnt von den Händlern und Garküchenbetreibern am Malecon.Das ist mein Apartement, rechts oben, mit den großen Fenstern und dem Balkon. Vermutlich die beste Aussicht auf die Bucht von Iquitos. Hat alles, Aircon, Küche, fließendes kaltes und warmes Wasser, so-called Wifi. Darunter die Flußhäuser der Einheimischen, die das nur sehr bedingt haben. Und die auch sonst wenig haben. Ich war immer etwas unausgeschlafen, da die Leute um 4 morgens begleitet von lauter Musik aufstehen. Hinzu kam die Hitze und Luftfeuchtigkeit. Ich werde den Teufel tun und mich beschweren.Ein Museumsschiff zur Flußschifffahrt auf dem Amazonas. Habe ich aber nicht besucht.Nein, kein Flixbus. Ein Geisterschiff, niemand weiß mehr, wem es gehört und jetzt liegt es halt da……Tankstelle, leider kein Sprit, Der Strom für die Pumpe ist ausgefallen.Ein Luxusflussschiff. 3000 Dollar die Woche. Es gab da wohl ein paar Überfälle in den letzen Monaten, daher ist Nachfrage deutlich heruntergegangen.Marine ist hier sehr stark vertreten. Gegen Schmuggel, Rauschgifthandel und Co. OffiziellDas Schiff und zwei weitere gehöhren offiziell auch zur Marine. Dienen aber dazu abgelegene Ortschaften zu besuchen für medizinische Versorgung, Einwohnerzählung, Bildungsaufgaben.Erdölbunkerschife und Zubhör.Der größte Reeder vor Ort. 60 Schiffe. Wohl auch der größte Mafiapate und Rauschgiftbaron. Jeder weiß es, auch die Marine. Folgen – keine.Endlich eine Tankstelle mit Strom. Dem Stirnrunzeln des Bootsführers nach, hatte ich schon befürchtet, dass körperliche Ertüchtigung in Form von Paddelantrieb zurück nach Iquitos notwendig wird.Ihr könnt ja mal zählen, irgendwie 15 Leute, alle Lachen und haben Spaß. Das war lustig und schön anzuschauen. Wohl eine Großfamilie aus den entlegeneren Gebieten zu Besuch in Iquitos.Flixbus unterwegs.Ein Floating Village vor Iquitos. Nennt sich Isla de Iquitos.Das nächste Mal, buche ich hier einen Platz und fliege in den echten Dschungel.Ein Luxusrestaurant mitten im Fluß. Von Iquitos aus gibt es einen Transfer per Boot. Auch schwerbewaffnet. Auch hier hat es wohl Probleme mit Überfällen gegeben. Ich fand das aber alles sehr friedlich.Ich habe jetzt zwei. Einen aus dem indischen Ozean, einen vom Amazonas. Meeting of the Worlds.