Ich habe länger darüber nachgedacht, ob ich Machu Picchu besuchen soll. Viele der Berichte, die ich gelesen habe, dokumentieren eine sehr touristisch gepräge Atmosphäre rund um Machu Picchu. Ich habe mich dann doch dazu entschlossen.
Man komme nach Machu Picchu zumeist über die Eisenbahn, es gibt hier für Touristen zwei Anbieter PeruRail und InkaRail. Beide sind nicht gerade günstig, die günstigsten Tickets für Hin- und Rundfahrt kosten 110€ die höherpreisigen bis zu 250€ und dann gibt es noch einen Luxuszug dessen Preise ich mir nicht angeschaut habe.
Es gibt auch die Möglichkeit dorthin zu wandern, Dauer von der nahegelegenen Eisenbahnstation Ollantayyambo ungefähr 5 Tage
Mit den beiden Eisenbahnunternehmen wird man zunächts in einer ca. 2 stündigen Busfahrt nach Ollantayyambo gefahren und steigt erst dort in den Zug. Die Strecke ist sehr rumpelig und der Komfort ist nicht großartig. Es gab in meiner Zugklasse Inkrail/Voyager (150 Euro) auch eine Art light-Dinner. Das war etwas besser als Flugzeugmenü, aber nicht wirklich lecker oder erwähnenswert.
Nach ca. 1 Stunde und 40 Minuten kommt man dann in Aguas Calientes (oder auch Machu Picchu Pueblo gennant) an, 2040 Meter hoch. Und da steht ein Hotel und Hostel neben dem anderen, ein Restaurant und Bar neben dem anderen, ein Straßenverkäufer neben dem anderen. Die Preise bewegen sich auf Frankfurter Niveau. Februar ist zudem nicht unbedingt die beste Reisezeit. Es regnet häufig und dann auch lange und es kühlt ab bis auf 11-12 Grad.
Das Naturpanorma ist aber einfach nur geil, großartig und beeindruckend. Von Aguas Caliente geht es dann mit dem Bus nach Machu Picchu selbst, auch das ist nicht günstig ca. 20 Minuten Fahrt 12 Dollar einfach. Das Ticket für Machu Picchu muss man im voraus buchen, vor Ort geht da nichts. Und es sind auch nur 6000 Besucher am Tag zugelassen. Zugewiesen auf verschiedene Einlasszeiten, es ist am Besten so früh wie möglich zu kommen, um den großen Andrang etwas zu vermeiden. Kosten etwa 60 Dollar. Es gibt die Möglichkeit dazu noch den nahegelegen Gipfel Wayna Picchu oder auch Huayna Picchu genannt zu besuchen (15 Dollar extra). Dort sind nur 400 Besucher am Tag zugelassen.
Ich hatte mein Ticket für 7 Uhr gekauft, schon zwei Monate im voraus, mit Wayna Picchu inklusive. Aguas Caliente liegt auf ca. 2060 Meter Höhe, Machu Picchu auf 2430 Metern und Wayna Picchu auf 2700 Metern, bis ganz nach oben.
Das hieß dann erst mit dem Bus nach Machu Picchu, dann durch die Anlagen dort und dann 270 Meter hoch, durch Gebirgspfade, nichts von wegen Stufen oder ähnliches, mal auch wieder runter, mal mehr Bergsteigen als Wandern, in zwei Stunden, da die nächste Gruppe ab 10 Uhr startet und wenn man nicht rechtzeitig zurück ist, man sich aneinenander vorbeiquetschen muss, auf diesen Gebirgspfaden. 270 Meter, in zwei Stunden. Kaum zu glauben, aber mittlerweile überholen mich sogar schon 30jährige. Ich sollte wohl doch mal mehr Sport machen. Zudem hatte ich meine Jacke und Regenponcho auf einem Plateau abgelegt, und da die Rancher eindeutig sagte – One Way – bitte noch mal eine Ehrenrunde drehen……
Der Muskelkater den ich gerade habe, ist legendär. das ist schon eher ein Muskellöwe. Aber ich habe es geschafft, in 2 Stunden 300 Höhenmeter, hoch und runter, rumgekraxelt.
Die Bilder spiegeln aber nur sehr gering wieder, wie eindrucksvoll das wirklich ist. Das muss man gesehen haben, auch wenn es total überlaufen und touristisch ist. Dafür gibt es einfach auch keine Worte.












































































































































