Das ist ein Nachtrag von der Zeit in Iquitos im Amazonasgebiet von Peru. Ich habe dort auf der Uferpromenade , dem Malecon, ein Ehepaar aus den Niederlanden getroffen. Ganz zufällig sind wir in einer Bar ins Gespräch gekommen. Sie saßen an dem einen Tisch, ich an dem anderen und wir haben zusammen das Treiben auf dem Malecon beobachtet.
Er ist pensionierter Polizist und sie war im sozialen Bereich in den Niederlanden tätig. Sie haben schon viel in Südamerika bereist und irgendwann beschlossen etwas für die Leue in Iquitos und in einem Dorf in den perunanischen Anden zu machen.
Es geht für beide darum etwas für die Menschen zu machen, die aufgrund von fehlender Bildung, fehlender Verständnis in der „modernen“ Welt oder auch fehlender Motivation an den Rand gedrängt sind. Was für die Situation in Iquitos heißt, wenig Zugang zur Gesundheitsversorgung, immer am Rand des Existenzminums. Es fehlen schon alleine die Komptenzen Formulare bei Behörden auszufüllen oder bei Hilfsorganisationen nach Unterstützungen nachzufragen. Das geht hin bis zum regelmäßigen Schulbesuch oder der Organisation von Gehhilfen oder Medikamenten. Oder auch einfach nur das dumme Formular, wenn man nicht schreiben oder lesen kann und von den Behörden einfach abgewiesen wird. Selbst schuld…… Die beiden arbeiten überwiegend in der Unterstützung für die Kinder dort.
Die beiden sind jeweils in etwa 6 Monate in Peru und 6 Monate in den Niederlanden und haben dort ihren lokalen Unterstützerkreis. Ihr könnt euch ja mal unter: henuki@gmail.com für ihren Newsletter eintragen und euch selbst schlau machen.
Ich war mit Johan dann noch auf einem kleinen lokalen Markt, dort konnte ich dann auch mal Amazonaswürmer essen. Mit dabei ein Pärchen, das bei mir ins Apartement eingecheckt ist. Er aus Kroation, sie aus Polen. Die sind dann weiter zu einer Butterfly Farm und ich und Johan haben getrunken und geredet.
Danach war ich noch in einem kleinem Museum zur lokalen Geschichte der Leute im Amazonagebiet. Wenig spezifisch für Iquitos aber schon sehr anschaulich für Kleidung und Kultur.
Nachtrag vom 05.02.2020. Ich wollte jetzt auch nicht nur einfach in Iquitos abhängen, daher habe ich über mein Apartement eine Tour zu einem Manatee Rescue Center und zu einem Badeort in der Nähe gebucht.
Ca. 6 Kilometer von Iquitos entfernt, begleitete hat mich Basquet, der mit mir auch den Markt in Belen besucht hat. Er hat ein eigenes Motortaxi und diesmal ein T-Shirt als Tourist Guide getragen. Er hat da wohl eine Auswahl, mal Tourist Police, mal Tourist Guide. Das Rescue Center hat ihn nicht weiter interessiert, aber an der Lagune/Badeort ist er dann aufgetaut. Hat mir erklärt, dass es für Männer in Iquitos normal ist 4-5 Beziehungen zu haben. Hat mir erklärt, dass es in der Nähe des Flughafens ein paar Bordelle gibt und er Probleme mit der Mutter seines Sohnes hat. Klang ein wenig verzweifelt. Die Machos hier sind auch nur aus Fleisch und Blut. Hat mich gefragt, wie er am besten europäsiche Frauen eroberen kann. Von weiteren hilfreichen Tips schweige ich lieber. Es gibt da jemanden in Europa, der mein Herz hat. The one and only.
Im Manatee Recue Center, das in Zusammenarbeit mit dem Zoo in Dallas arbeitet, gibt es noch einige Tiere mehr, Affen, Papageien, Nutrias, Schildkröten und viele interessante Pflanzen.
Die Lagune/Badeort war schön, wenig los, war aber auch unter der Woche. Leider gibt es hier einen Delphin im Pool. Kein Delphin gehört eingesperrt. Ein paar Russen waren auch da.
Und erstaunlicherweise können die Leute hier nicht schwimmen. Sie können paddeln und sich an der Oberfläche halten, aber richtig schwimmen können die nicht. Obwohl sie am oder auf dem Fluß leben. Als ich im Freistil ein wenig rumgecruist bin wurde ich danach angeschaut wie ein Alien mit Außenbordmotor.
Hier die Bilder aus dem Amazonas Gebiet in Peru. Das nächste Mal schaue, ich dass ich eine seriösere Agentur bekomme. Aber auch so hatte ich schöne und beeindruckende Momente.
Wie bereits schon geschrieben ging es von Iquitos ungefähr 100 Kilometer über die einzige Hauptstraße in eine Provinzstadt namens Nauta, mit ca. 20.000 Einwohnern und von dort aus noch einmal ca. 1,5 Stunden in den Dschungel, an den Rand eines geschützten Gebiets.
Die Affen sind schon etwas dressiert und wissen, wenn ein Boot vorbeikommt besteht Hoffnung auf Früchte von Touristen.Baumlodges gibt es hier auch.Das spiegelt sich unglaublich im Wasser.
Jetzt mal ein Nachtrag, zu den fehlenden Tagen in Iquitos. Internet war böse. Daher jetzt nachgeschoben.
Ich hatte für den Belen Markt einen Guide über den Manager meines Apartements engagiert. weniger weil ich mich da alleine nicht hingetraut hätte, sondern weil ich jemand mit dabeihaben wollte, der mir die Sachen vielleicht auch etwas erklärt. Im Anschluß haben wir noch eine kurze Bootstour zu den Floating Villages rund um Belen gemacht.
Danach habe ich mit ihm noch eine Tour zum Industriehafen in Iquitos unternommen.
Der Belen Markt ist der zentrale Einkaufsmarkt, es gibt noch andere kleine Märkte in den Stadtteilen. Aber der Belen Markt ist riesig und wird ab 4 Uhr morgens mit Produkten aus dem Umland, von den Fischern und von Jägern und Sammlern aus dem Urwald beliefert. Selbst mein Guide musste bei einigen Früchten, Nüssen, Fischen ua. passen. Ab 12 Uhr ist dann aber auch Schluß. Auch besser, da es hier extrem heiß ist und die Luftfeuchtigkeit enorm ist. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn der Markt bis in die nachmittags- oder Abendstunden dauern würde. Ich denke dann würde einges der Ware wieder lebendig werden und durch den Markt wandern.
Auf dem Weg zur Bootsanlegestelle in Belen sind wir dann durch Gassen gekommen, die waren einfach unglaublich. Zweistöckige Betonhöhlen. lediglich mit Fentsteröffnungen und Türöffnungen nach vorne. Natürlich ohne Fenster und Türen, drinnen spärliche Möbel aus Sperrholz, gekocht wird auf Kohlegrill. Dreckig, unglaublich stinkend. Die Hölle. Ich habe schon einiges gesehen. Aber das waren die menschenunwürdigsten Behausungen, die ich je gesehen habe. Dagegen waren die Slums in der Dom Rep, die Barackensiedlung direkt an der Autobahn bei Port Luis auf Mauritius oder die Altstadt von Hanoi Kurorte. Die Stadtverwaltung schickt 6 mal im Jahr Trupps durch, die DDT versprühen. Hier gibt es alles, Gelbfieber, Malaria, Dengue Fieber. Zweistöckig sind die Behausungen, da in der Regenzeit der Pegel um ca. 2 Meter ansteigt und dann nach oben gewandert wird, die Stege sind auf den Fotos auch zu sehen.
Zitrusfrüchte, Kartofflen wohin das Auge blickt, Kartoffeln und auch Mais werden aber aus anderen Landesteilen per Flußschiff importiert. Das wächst im Urwald nicht.Bananenblätter, selber Gebrauch wie in Asien. Dient als eine Art Wrap für Fisch, Fleisch und Gemüse.Die Rollen sind Fisch. Von großen Fischen….Fisch wohin man schaut, groß und klein.Die großen Bananen sind zum Kochen, es gibt aber auch noch kleinere Größen für den Süßverzehr.Sogar Oliven gibt es hier. Auch importiert.Chili. Ich würde niemandem, der noch Hoffnungen auf Geschmackserlebnisse hat empfehlen, mehr als zwei der kleinen gelben Kügelchen zu probieren. Das ist die Atombombe unter den Chilis.Zitronenmelisse. Mein Guide war erstaunt, dass es das auch in Deutschland gibt und ähnliche Verwendung hat.Rinden, Kräuter, Geheimnisse der Urwaldmedizin.Hier musste mein Guide dann auch passen.Der natürliche Lebensraum der Katzen in Südamerika sind Märkte und Parks. Wenn wunderts.Ca. 1,80cm. Gibt es bis zu 3 Meter groß auf dem MarktUrwaldfleisch, auch vom Affen.Gürteltiere. Da schienen die Leute etwas unglücklich zu sein, als ich das fotografierte.Einfach lecker. Ich habe ein kleines Stück vom Grill probiert. Super zart, saftig und aromatisch. OHHHHHH.Extrem frisch, da riecht nichts nach Fisch.Auch Lebendgeflügel ist zu kaufen.Etwas Schildkröte gefällig?Ich habe mich an die Eier gehalten. Schmeckt aber nicht nach viel. Reines Eiweiß, die Soße dazu war aber lecker.Der leckerste Saft den ich je getrunken habe. Frucht hoch zehn. Einfach nur Furcht, Frucht.Auch getrockneten Fisch gibt es.Rindfleisch ist eher selten. Aber Schweineflleischprodukte gibt es in vielen Variationen. Hier die typische Grillwurst für das Barbeque in Iquitos.Die Wurstringe bestehen aus Reis, Schweineblut und Schweinefett. Gegrillt sehr lecker.Maniok, wird gemahlen. Mit Zweibeln und Gewürzen zu einer Kugel geformt und frittiert. Das tägliche Brot in Iquitos.Willkommen in der Hölle. Unglaublich und eigentlich auch unbeschreiblich.Der Gestank war ebenfalls unbeschreiblich.De Marke der letzten Regenzeit. Ich bin 1,84 und musste nach oben fotografieren.Dagegen ist das schon erholsam.Die Flixbusvariante hier. Hält überall, nimmt alles mit, dauert aber länger.Mein Guide, hat sich als Joaquim vorgestellt, so steht es wohl auch in seinen Papieren. Er sagt aber er heißt eigentlich Basquet – falls ich ihn da richtig verstanden habe. Aber ihm und seinen Leuten hätte man schon fast alles genommen, ihre Sprache, ihr Land und ihre Kultur. Er trägt das T-Shirt extra, damit mir nichts passiert. Eigentlich ist er nur Mototaxi Fahrer mit guten Englischkenntnissen.Floating Village gegenübervon Belen. Wirkt sauber, gelassen und aufgeräumt.Holzwirtschaft ist einer der wenigen Wirtschaftszweige in der Gegend, daneben gibt es noch etwas Erdölförderung, Flusshandel, bisschen Tourismus, Drogenhandel – und Schmuggel.Nö, kein Bootsfriedhof, Flixbusstation.Das örtliche.Beate und Luisa?Ich will auch schwimmen. Es ist soooo heiß und schwül.Hausschlachtung.Weiter geht es zur nächsten Bootsanlegstelle durch die Straßen von Iquitos. Es sieht aus wie in Asien, überall Straßenstände, TukTuks, Leute wuseln rum.Ein Luxusrestaurant am Malecon von Iquitos, von wo wir das Boot für den Trip zum Industriehafen genommen haben.Die Natur hier ist einfach geil……………………Auch vor dem Malecon gibt es Flußhäuser, überwiegend bewohnt von den Händlern und Garküchenbetreibern am Malecon.Das ist mein Apartement, rechts oben, mit den großen Fenstern und dem Balkon. Vermutlich die beste Aussicht auf die Bucht von Iquitos. Hat alles, Aircon, Küche, fließendes kaltes und warmes Wasser, so-called Wifi. Darunter die Flußhäuser der Einheimischen, die das nur sehr bedingt haben. Und die auch sonst wenig haben. Ich war immer etwas unausgeschlafen, da die Leute um 4 morgens begleitet von lauter Musik aufstehen. Hinzu kam die Hitze und Luftfeuchtigkeit. Ich werde den Teufel tun und mich beschweren.Ein Museumsschiff zur Flußschifffahrt auf dem Amazonas. Habe ich aber nicht besucht.Nein, kein Flixbus. Ein Geisterschiff, niemand weiß mehr, wem es gehört und jetzt liegt es halt da……Tankstelle, leider kein Sprit, Der Strom für die Pumpe ist ausgefallen.Ein Luxusflussschiff. 3000 Dollar die Woche. Es gab da wohl ein paar Überfälle in den letzen Monaten, daher ist Nachfrage deutlich heruntergegangen.Marine ist hier sehr stark vertreten. Gegen Schmuggel, Rauschgifthandel und Co. OffiziellDas Schiff und zwei weitere gehöhren offiziell auch zur Marine. Dienen aber dazu abgelegene Ortschaften zu besuchen für medizinische Versorgung, Einwohnerzählung, Bildungsaufgaben.Erdölbunkerschife und Zubhör.Der größte Reeder vor Ort. 60 Schiffe. Wohl auch der größte Mafiapate und Rauschgiftbaron. Jeder weiß es, auch die Marine. Folgen – keine.Endlich eine Tankstelle mit Strom. Dem Stirnrunzeln des Bootsführers nach, hatte ich schon befürchtet, dass körperliche Ertüchtigung in Form von Paddelantrieb zurück nach Iquitos notwendig wird.Ihr könnt ja mal zählen, irgendwie 15 Leute, alle Lachen und haben Spaß. Das war lustig und schön anzuschauen. Wohl eine Großfamilie aus den entlegeneren Gebieten zu Besuch in Iquitos.Flixbus unterwegs.Ein Floating Village vor Iquitos. Nennt sich Isla de Iquitos.Das nächste Mal, buche ich hier einen Platz und fliege in den echten Dschungel.Ein Luxusrestaurant mitten im Fluß. Von Iquitos aus gibt es einen Transfer per Boot. Auch schwerbewaffnet. Auch hier hat es wohl Probleme mit Überfällen gegeben. Ich fand das aber alles sehr friedlich.Ich habe jetzt zwei. Einen aus dem indischen Ozean, einen vom Amazonas. Meeting of the Worlds.
Guten Mogen nach Hause, für mich ist es gleich Zeit ins Bett zu gehen. Hier ist es 20 minuten vor 1 nachts. Die Reise nach Iquitos verlief weitgehend unspektakulär. Hier bin ich in einem Apartementhaus untergekommen, das von einem Engländer betrieben wird. Sehr schöner Ausblick, aber leider ist es nacht. Daher nur ein paar Aufnahmen. Morgen, bevor ich die Zivilisation verlasse schicke ich noch einmal ein Update.