Hier ein paar Impressionen der Copacabana. Auf dringenden Hinweis des Apartment Vermieters habe ich das Smartphone im Apartment gelassen. Nur Handtuch, Sonnencreme, ein paar Reales mitnehmen. Dann am Besten wie die Brasilianer im Sand verbuddeln und Handtuch drüber. Ich habe da eine junge Frau laufen sehen – vermutliich erfolglos – weil man gerade ihre Sachen geklaut hat. Aber schnell war sie. ich wünsche dem Dieb nichts gutes. Die sah richtig sauer aus.
Daher nur Bilder von der Beachsite und vom Malecon. Sehr lang, mehere Kilometer und das geht dann auch über in den Nachbarbezirk Leme, den man sich sparen kann. Nur Hotels und Restaurants. Da ist es an der Copacabana deutlich lebendiger und spannender. In einem ultimativen Beachranking hätte die Copacabana – subjektiv -wohl große Chancen in der Kategorie Familien- und Spaßstrand. Gegenüber Destinationen wie Curacao oder Mauritius ist der Strand Faktor an sich gering. Das ist dann eher Bezirksklasse.
Wenn man nicht weiß, wo die nächste Metro Station ist, vormittags einfach gegen den Strom der Leute laufen, die lediglich mit Strandklamotten und einer Tüte unterwegs sind. Abends dann umgekehrt, wenn man zum Strand will.
Generell die üblichen Verdächtigen – Souvenir, Kokussnuss und Sonnenbrillenverkäufer, deutlich weniger penetrant, als in Spanien und der Dominikanischen Republik. Aber es ist eben auch nur der internationale Schrott zu kaufen. Billig und schnell kaputtbar.
Preise sind sehr in Ordnung. Caphrinha gibt es immer im Angebot, 10-12 Reales – 2,5- 3 Euro, andere Cocktails ab 15 Reales, Bier 6 Reales, Wasser 4 Reales. Es zeigt sich aber – rein subjektiv – eine gewisse Disinktion. Erst sind Freunde dran, dann Bekannte, dann brasilianische Gäste, und falls man dann noch Zeit hat bringt man irgendwann auch dem komischen Fremden nach 20 Minuten einen Cocktail, falls man Lust dazu hat. Man kann überall mit Kreditkarte zahlen, sehr empfehlenswert, da sich bislang nach ca. 10 Versuchen alle möglichen Bankautomaten geweigert hatten Bargeld auszuspucken. Zum Glück habe ich vorgesorgt.
Fremdspachenkenntnisse sind auch hier gering. Sogar gegenüber Frankreich erscheint mir – rein subjektiv – die Bereitschaft oder Fähigkeit in anderen Sprachen zu kommunizieren kaum vorhanden. Auch Spanisch hilft da nicht. Was die berühmte Lebenslust und Partylaune angeht – das ist wohl eher ein Tourismusumythos. Das sind hart arbeitende Frauen und Männer, die wollen chillen, essen, trinken. Samba am Strand und unvergessliche Partymomente sollte man nicht erwarten.
Was etwas negativ auffällt sind Horden von evangelikalen und pfingskirchlichen jungen Missionaren, die wir Borg Drohen einheitlich gekleidet sind und im Zweifel mit der Bibel bewaffnet ausschwärmen, um Objekte zu suchen, die sich assimilieren lassen.
Ich bin da out of Scope, da per Hautfarbe Fremder, zu alt und daher unverdaulich. Aber zu sehen , wie junge Menschen von 3-4 assimilsierungswütigen Borg Drohnen eingekreist werden, stimmt bedenklich. Da kommt hoffentlich nichts Böses auf liberale und freiheitlich denkende Menschen zu, von Minderheiten aus LBGT ganz zu schweigen.
Ich hatte da auch das Vergnügen ein Strandkonzert der Borgs zu besuchen. Was ich verstanden habe – Schamanismus ist der Teufel. Vernichtet den Schamanismus. Naja, jedem sein Feindbild. Ich denke Brasilien hat eher mit Armut, Umweltverschmutzung, ungleicher Reichtumsverteilung und Korruption zu kämpfen, als mit Schamanismus. Aber ich bin Fremder hier. Wenn der Schamanismus in Brasilien die Macht übernimmt bin ich vermutlich schon lange weg.























