Heute sah es erst einmal nicht gut aus für Outdoor Aktivitäten. Es hat bis ca. 13 Uhr Ortszeit erst einmal tüchtig geregnet. Ich weiß nicht, ob das normal ist, aber Buenos Aires liegt ja an einer großen Bucht/Fluß, dem Rio de la Plata, der direkt in den Atlantik mündet. Ich kann mir vorstellen, da wechselt das Wetter mitunter auch schnell.
Insofern haben die dann da oben auch den Hahn zugedreht und ich konnte raus.
Ich habe mal wieder den ÖPNV getestet. Dieser ist ähnlich gut organisiert und strukturiert wie in Rio de Janeiro. Man kauft ein Karte, lädt diese auf, legt sie auf einen Lesegerät an einem Drehkreuz und kann durchstarten. Weder Morlocks, noch Trolle. Auch Harry Potter war nirgends zu sehen. Vermutlich andere Station.
Nein liebe Frau, ich will kein Upskirting machen. Ich bin Tourist und fotografiere die Metro.Du kannst von mir aus tot umfallen. Dumme Schnepfe.Hier kann man das Guthaben aufladen und auch sehen, wieviel noch auf der Karte ist.Malfalda ist hier sehr populär, es gibt sogar eigene Malfalda Shops. Übersetzt in etwa. Schau mal die Welt, Die ist schön, nicht? Weißt Du warum sie so schön ist? Weil es ein Modell ist. Die echte Welt ist ein Desaster.Am Plaza de Mayo treffen sich einige Metro Linien. Man kann hier unterirdisch lange laufen, Vermutlich rund um die Platzgrenzen. von einer Linie zur anderen.Erinnert sehr stark an jede x-beliebige U-Bahnlinie abends in Deutschland.Ich wollte hier nicht den ultimativen Touri geben und mich direkt vor ihn stellen. Aber das verwaschene Bild in Schwarz rechts ist ein Musiker mit Gitarre, und der hat richtig guten Sound in der Metro gemacht.
Gefahren bin ich von Plaza Italia zum Plaza de Mayo. Ungefähr 10 Stationen, sehr entspannt. Ich hatte die Karte mit 120 Peso aufgeladen. Als ich den Stand bei der Rückfahrt geprüft habe waren es 120,01 Peso. Inflation? Fotoroboter aus Lissabon? Who knows?
Der Plaza de Mayo ist der zentrale Platz in Buenos Aires, hier finden auch Demonstrationen statt und es gab Zeiten, da hat das Militär hier einfach mal 200 Leute platt gemacht. Ganz platt, per Luftangriff. Es befindet sich hier auch das Grab von Herrn San Martin. Eine Art Wandergeselle in Militaria, ein unruhiger Geist, der sich nicht richtig entscheiden konnte, ob er links oder rechts von den Anden bleiben soll. Das mit den Spaniern war ihm auch zu kompliziert, und er ist daher für die Unabhängigkeit Perus (zusammen mit Bolivar), Chiles und Argentiniens wesentlich mitverantwortlich. Darüber hinaus gibt es aber auch noch viele andere wirklich sehenswerte Gebäude und ich bin Dirk Gentleys Vorschlägen gefolgt, dass das Ziel eigentich egal ist, solange der Weg der richtige ist.
Cathedral in Buenos Aires. Kirche und Grabesstätte des Nationalhelden San Martin.Mal den Blick nach oben werfen, auch imposant.Die beiden Herren links und rechts sind keine Figuren. Vermutlich werden sie bei Schichtende mit der Sackkarre rausgefahren Jedem Normalsterblichen würde nach einer halben Stunde das Blut unterhalb der Kniekehlen stehen. Tatsächlich soll dies das Grab von San Martin sein. Ich denke er ist froh, wenn es Sonntag ist und keine Touristen kommen. Dann hat er mal wirklich Ruhe.Raffiniert diese Morlocks, hier versuchen sie es mit Leuchtreklame und der Verfälschung einer weltweit bekannten Kette für Baguettes. Respekt. Hat aber auch nicht geholfen. Drinne keine Morlocks.Keine Ahnung was das genau ist, es wirkt aber fremd. Momentan offenbar ein Parkhaus. Irgendwie mexikanisch. Nicht so bomabstisch wie alles drumherum. Irgendwie einzig. Ich konnte aber nicht herausfinden, was es damit auf sich hat.Mein Smartphone gibt das leider nicht her. Aber über alle Straßen habe ich 18 Spuren gezählt. Die Straßen in Buenos Aires sind richtig breit. Es soll sogar welche mit 40 Spuren geben.Idealerweise befindet sich die korrespondierende Gewerkschaft direkt gegenüber, auf der Staßenseite von der ich das Foto mache.Im Gegensatz zur Innenstadt von Rio de Janeiro gibt es hier sogar Nebenstraßen ohne viel Trubel. Ein Brasiliner würde sich vermutlich beschweren.Auch wenn ich es nicht beweisen kann. Es muss in meinem Pass einen Eintrag geben – finde die Deutsche Evangelische Gemeinde in Buenos Aires. Vermutlich mit unsichtbarer Tinte geschrieben.Bingo. Bitte meinen Preis rüberrecichen.Zahnstocher, beeilen, gleich wird die Ampel für die Autos grün. Hurry upDer Marineklub Ende des 19ten Jahrhunderts. Für Offiziere, denen ihre Ehefrauen noch nicht gezeigt haben, woher der Wind weht.Kennt doch jederSo ein schönes Gebäude und dann Starbucks. Fuck off.Ein Ort der Ruhe in Buenos Aires. Obwohl mitten in der Stadt gelegen. Man kommt dort rein und denkt man ist in einer anderen Welt. Sehr zu empfehlen.Hier kommen auch Suesse auf ihre Kosten. Spenden bitte an das Kalauerkonto des SWR
Und dann war es endlich soweit – mein Steak. Im Rückblick betrachtet muss ich sagen dieses In-Viertel Palermo ist eine Marketingaktion, bei der man ausländischen In-Gästen durchschnittliche Qualität und schlechten Service für drastisch überhöhte Preise andreht. Für mein fantastisches Steak, mit einem hervorragenden Brandy danach habe ich halb soviel bezahlt, wie ich es hätte in Palermo, wenn ich dort überhaupt bedient worden wäre. Und das direkt am Plaza de Mayo. Ohne ein Wort Englisch reden zu müssen.
Zu empfehlen. Offenbar auch eine Kette, die mehrere Filialen in Buenos Aires hat.
Noch ein paar Fotos mit Abendlicht. Dann zurück per Metro nach Palermo. In einer Straßenkneipe an der Avenida Santa Fe habe ich dann noch zwei junge Damen aus Großbritannien getroffen, die mir ob der Bereitschaft meine Erfahrungen als langjähriger Buenos Aires Reisender mit ihnen zu teilen, wohl noch lange gedenken werden.