Mittlerweile bin ich in Mendoza dann doch angekommen. Gestern gegen 23:30, empfangen von einer sehr netten Dame, etwas älteren Jahrgangs, die mir alles mögliche erklärt hat, auf spanisch. Ein paar Sachen konnte ich verstehen, etwa, dass es drei Schlüssel gibt, Apartment, Aussentür, Gittertür zur Straße. Air Con, Kühlschrank. Der Rest kam mir einfach nur Spanisch vor. Da es aber 23:30 war, habe ich zu allem erst einmal Ja -Si gesagt. Ich hoffe, ich bin dadurch nicht unverhofft zu mehreren Hektar Land im Umkreis von Mendoza gekommen.
Das Apartment ist sehr nett, liebvoll eingerichtet, recht groß, ca. 50qm, hat einen großen Wohnbereich, Dekor an den Wänden, einen großen Balkon und liegt ca. 1 Kilometer vom zentralen Platz in Mendoza. Bilder versuche ich später zu schicken, das Internet ist hier einfach zu lahm. Jetzt erst einmal Abenteuer Wäscherei./Lavenderia.
Morgens um 9 Uhr Fußgängerzone Mendoza. Das schreit nach Frühstück.Richtig chillig wird es zwischen 13 und 16 Uhr, dann gehen hier sogar in vielen Läden die Rollläden runter, Man liegt dann zwanglost auf einer Parkbank oder trifft sich mit Freunden zum Quatschen in der Bar oder im Cafe.Die Busse halten regelmäßig in der Fußgängerzone in Mendoza. Ich werde das morgen mal ausprobieren.Das nennt sich Desayunar. Frühstück, Und nein, das nennt sich nicht Croissant. Das sind Media de Lunas – Halbmonde. Für 180 Peso – inklusive Trinkgeld. Je nach Marvins Manipulation der Wechselkurse zwischen 2 und 3 €. Es gibt hier verblüffend viele Buchläden. Auf einer Strecke von 200 Metern habe ich 5 gezählt, Auch viele der kleinen Straßenkioske haben ein paar Bücher in der Auslage, meistens irgendwelche Klassiker, Jules Verne, Homers Odysee oder sogar Michael Foucault, den ich doch für etwas seht spinnert halte. Und ich habe in Bielefeld Soziologie studiert.Fleisch vom Gringo gibt es auch. Weiß Donald Trump schon davon?Vermultlich ein gutes Angebot.Meine unglaubliche Ausstrahlung wirkt in Mendoza besonders. Ich bekomme verwirrte, ratlose, „was zur Hölle“ Blicke zugeworfen. Ich hoffe es liegt an meiner Ausstrahlung und nicht an dem T-Shirt, mit dem ich hier durch die Gegend wandere, bis die nette Dame aus der Wäscherei mit meinem Konglomerat durch ist.Etwas gewöhnungsbedürftig. Man schmeißt kein Toilettenpapier in die Schüssel, sondern in einen separaten Eimer, der in den Hausmüll entsorgt wird und/oder hat Bidet und/oder eine Brause. Sowieso hygenischer hat mit einer vom Lattentreff erzählt.Jedem, der ein wenig offenen Geistes und Herzens und der das Backpacker Alter hinter sich hat, kann ich nur empfehlen nicht in ein Hotel zu gehen. Buchungsportale wie Booking.com bieten Angebote von lokalen Vermietern, bei denen man mit den Einheimischen in Kontakt kommt und im Vergleich zu den üblichen 08/15 Hotelzimmern Stil und Ambiente bekommt. Und einen Kühlschrank, Balkon und Kaffeemaschine und Küche (falls man eine Küche braucht). Für das Apartment in Mendoza habe ich für 7 Übernachtungen 210€ bezahlt. Das etwas düstere Image liegt an dem Deckenlicht, das ist wesentlich freundlicher in echt.Ein Hemd, eine Jeans, 8 T-Shirt, 7 Boxxer, 7 Paar Socken – für 250 Peso – Marvin, korriegiere mich. Irgend etwas zwischen 3-4€. Gewaschen, gebügelt und von der netten Dame in der Wäscherei mit kritischem Blick übergeben.Ich vermute mal, das liegt an meiner Sockenauswahl. Vermutlich bin ich im Viertel schon als Diavolo de calcetines bekannt. :o(
Gebucht habe ich jetzt schon eine Tour zu Weingütern am Sonntag (mök, 07:15) und eine Tour in die Anden, Alta Montana por el Rio. Machen will ich noch eine Tour zu einem Bad am Fuß der Anden, mit SPA – Termas de Cachueta – da brauchen ich noch die Bestätigung für Dienstag. Mal sehen, was ich morgen und Samstag an Unsinn treiben kann. Ich hoffe, mir fällt etwas ein……