Flucht aus Chile

Ich habe mich entschieden nicht mehr länger in Chile zu bleiben. Die Menschen hier verhalten sich einfach unfreundlich, unhöflich. Hart an der Grenze zur Arroganz. Daher – so leid es mir eigentlich tut- kein Aufenthalt in der Wüste von Atacama. Ich werde morgen nach Lima weiterreisen. Flug ist gebucht. Apartment ist gebucht. Es kann nur besser sein als Santiago. Die laufen hier rum, depressiv und angefressen.

In Hanoi, Vietnam, 2014 war es auch sehr unfreundlich. Aber da haben die Leute wenigstens gelacht und waren freundlich untereinander. Hier ist das eine Parade von Menschen die sich verhalten, als wenn gerade jemand gestorben ist. Kein Place to be.

Tour nach Valparaiso, Vina del Mar und zu einer Bodega

Es ist schon etwas spät, daher nicht viel Gelabber. Ich habe heute eine Tour nach Valparaiso, Vina del Mar und zu einer Bodega gemacht. Geführt und gebucht.

Die Fahrt an die Küste dauert ungefähr eine Stunde. Es gibt auch einen Gebirgszug an der Küste, der jedoch nicht zu den Anden gehört. Vina del Mar ist ein Badeort, sehr touristisch. Valparaiso ist die älteste Statdtgündung der Spanier in Chile und herausragend, was Streetart angeht. Die Bodega war schön, aber argentinischer Wein ist für mich besser, als chilenischer Wein . Kommentare und weitere Bilder aus zu den letzten Tagen folgen morgen, da mache ich mal nix. CU

Lama Chile Südamerika
Mein erstes Lama. Ein echtes Lama, es gibt auch Partner/Unterarten.
Schwach duftende Blüten auf dem weg nach Valparaiso
Kurzer Zwischenstop für einen Snack.
So kleine Andachststätten gibt es hier überall an den Straßen und Häusern
Vina del Mar. Die Touristenhochburg in Chile für Einheimische
Ein paar schöne alte Häuser gibt es hier. Die Stadt ist noch relativ jung. Sie wurde gegen 1910 von einer reichen Familie aus Spanien gegründet, die im Weinbusiness tätig ist. Daher auch der Name Vina del Mar.
Geklaut von den Osterinseln, der ist bestimmt verdammt einsam hier auf dem Festland.
Eine Gartenskulptur aus Pflanzen,
Unser Tourguide Michelle in vollem Einsatz, mit dabei überwiegend Amerikaner, eine Chinesin, ein Inder und El Aleman
Prähistorischer Wasserspeicher.
Die Blumenuhr, die jeder mindestens einmal fotografiert haben muss, damit bewiesen ist, dass man in Vina del Mar war.
Touristengimmick. Filmfiguren, die für ein Foto rund um Blumenuhr herumlungern. Ich möchte nicht wissen, wie heiß es in diesen Kostümen ist. Mir läuft bei 35 Grad auch so schon das Wasser herunter.
Fischmarkt in Valpariso. Möwen, Möwen und noch mehr Möwen.
Der Fang ist jetzt wirklich frisch.
Meine beiden Kumpels von der Food and Markets Tour von gestern sind auch wieder dabei. Klein ist die Welt.
Strandleben auf chilenisch.
Ausrüstung für den Leinenfang. Ranjid, geh gefälligst aus dem Bild!
Der Schutzpatron der Fischer.
Leider nicht so gut zu erkennen, Aber das unter der Brücke sind Seelöwen.
Das war richtig beeindruckend, die Grafitti, die es in den kleinen Gassen von Valparaiso zu sehen gibt ist wirklich gut und schön.
Mein Liebling Polar, die Kunstwerke sind alle signiert.
Valparaiso ist auch ein beliebter Ausflugsort für Kreuzfahrtschiffe.
Das sind Darstellungen die die Historie eines chilenischen Eingeborenstamms dokumentieren. Die etwas wir Zirkus anmutenden Köpfe sind aus Walknochen hergestellt worden. Die Bemalung ist auch von dort.
Nur Museum – altes Cable Car Getriebe
Auch lustig, die Jungs
Blick über Valparaiso
In betrieb befindliche Cable Car Maschine. Dauert nicht lange. 5 Minuten und man ist unten oder oben. Und nur 100 chilenische Peso teuer.
Ah, endlich Essen, Seafood, sehr lecker aber auch teuer.
Mein dritter Vorname ist ab jetzt Nachtisch.
2 Jungs aus Washinghton DC, ein Paar aus North-Carolina und Ranjid, der in Blockchain macht und mal einen Tag Pause braucht.
Dann noch einmal eine Bodega. Die Weinprobe war verglichen mit Argentinien eher lieblos. Und ich muss sagen, mir schmeckt der argentinische Wein auch besser.
Das Ambiente war aber schön.
Unser kleine Faschingstruppe.
Und zurück in Santiago de Chile noch ein bisschen herumlaufen.
Das war irgendwie so eine Art Comdey. Mein Spanisch ist leider nicht ausreichend gewesen, um die Witze zu verstehen. Mitten auf dem zentralen Platz, Samstag gegen 21 Uhr.
Zeit fürs Bett.

Stadtführung Santiago de Chile

Nachdem ich die Stadt zunächst alleine etwas erforscht habe, wollte ich mir mal ein paar Erklärungen abholen und habe bei einer Agentur eine Stadtführung gebucht. Nicht gerade günstig. 70€ für 4 Stunden, versprochen war Food und Markets. Das Geld war es aber wert.

Unser Guide Nikolas ist sehr gut vernetzt, spricht sehr gut englisch und war ausdauernd mit den penetranten Fragen der Gringos. Es war allerdings auch ein drastischer Unterschied mit ihm unterwegs zu sein und danach ohne ihn. Da ging das Freundlichkeitslevel der Chilenen dann plötzlich wieder auf arktisches Niveau herunter. Mit dabei eine nette aber etwas scheue Australierin, die nach 5 Wochen Südamerika heute Nacht noch ihren Rückflug antritt und ein Pärchen aus Washington DC, das ihren zweiwöchigen Jahresurlaub für eine Reise nach Südamerika investiert hat.

Lustigerweise werde ich die beiden Jungs aus Washington morgen wiedertreffen, da wir zufällig dieselbe Tour nach Valparaiso, Vina del Mar und zur Bodega gebucht haben. Wir haben beschlossen, wer zuerst im Bus ist, hält für die anderen Platz frei.

Start war am Staatssitz. Plaza de Constitucion
Der unglückliche erste sozialistische Präsident Allende. Totgebombt von den eigenen Militärs im obigen Präsidentenpalast mit freundlichem Ratschlag und Unterstützung der CIA.
Mein Güte, geh weg. Ich will ein Foto machen.
Wallstreet Santiago de Chile
Ein Lokal, das es sich auf die Fahnen geschrieben hat tradtionelle Küche zu bewahren.
Eine Offenbarung. Es gibt tatsächlich leckeres Essen in Chile. Die Zusammenstellung aus selbstgemachter Mayonaise, Schweinefleisch und Zwielbeln war einfach lecker.
Orgnisierter Schuhpuztshop. Sehr stark frequeuntiert.
Schneider und Schilling. Deutscher Einfluss in Chile
Hot Dog Allee am Plaza de Armas. Heißen hier irgendiwe Completos. Die populärste Variante ist nach den italienischen Landesfarben benannt. Mayoniase, Avocado, Ketchup
Das hinter dem LKW ist das Postamt, ca. 150 Jahre alt
Showroom der Hot Dog Allee
Da ich gestern schon auf dem Platz war, mal ein kurzer Abstecher in die Kathedrale. Der Show Room.
Hier sollte man ruhig sein. Seitenteil. Hier wird tatsächlich gebetet.
Putztag am Plaza del Armas
Eine endemische Art in Chile der Palme, ca 350 Jahre alt.
In einer der Nebenstraßen des Plaza de Armas gibt es Esoterikbuden. Hier kann man sich die Zukunft voraussagen lassen. Ganz offiziell und besteuert. Wers braucht…………
Fischmarkt Santiago de Chile
Alle möglichen Arten von Muscheln, auch solche die man definitiv in Europa nicht kennt. Mehr oder weniger frisch aus dem pazifischen Ozean.
Keine Ahnung woher das Blau kommt. Marvin? Spielst Du wieder?
Die Viecher sind ca. 1 Meter lang. Eine Art Aal.
Showroom in der Fischhalle.
Metro in Santiago. Ähnliches System wie in Buenos Aires und Rio. Man organisiert eine Karte, lädt diese mit Guthaben auf. legt diese auf ein Lesegerät am Drehkreuz und fäht los. Der Preis ist unabhängig von der Länge. Eine Station oder Zehn. Immer derselbe Preis.
In der Metro ist offiziell musizieren verboten. Wird aber doch manchmal gemacht. Offiziell ist nur hier das misizieren erlaubt.
Meine Reisebegleitung. Sehr sympathisch.
Vega Central Markt in Santigao de Chile
Cat Content. Davon gab es hier viele. Das Rätsel ist gelöst.
Aus dem schwarrzen Mais wird ein Getrünk gemacht. Mal sehen, ob ich das irgendwo bekommen kann.
Laut Nikolas der beste Kaffee in Santiago de Chile.
Maniok.
Beeren gibt es auch und die sind sehr lecker.
Einer der Flüße rund um die Stadt mit Sedimenten aus den Anden. Es gibt noch einen anderen, aus dem das Trinkwasser gewonnen wird. Hier gab es eine kleine Konfrontation mit einem Obdachlosen, der offenbar der Meinung war, er müsste Geld bekommen für Fotos, die niemand von ihm gemacht hat.
Der laut Nikolas europäischte Teil Santiago de Chiles.
Nette Bar, Kaum war Nikolas weg, wurde man nur noch mit dem Arsch angeschaut.

Auch noch so ein Erlebnis der besonderen Art. Nach der Tour war ich noch in einem Supermarkt. Danach musste ich bei einer Straßenüberquerung warten. Neben mir ein chilenisches Pärchen. Die sind dann demonstrativ drei Schritte nach rechts gegangen und haben mich angestarrt als wenn ich der Coverboy von“Kinderschänder Online“ bin. WTF.

Bio Bio und Co.

Der Beitrag ist eigenlich vom Domerstag, 24.01.2020. Irgendwie hat das USB Interface meines Smartphones für den Upload der Bilder den Geist aufgegeben. Hat etwas gedauert mit einem Workaround über die Google Cloud.

Eine meiner Spanischlehrerinnen in Bad Cannstatt ist aus Chile, ihr Name ist Bea, und sie hat mir empfohlen, wenn ich Märkte mag, soll ich mal bei Bio Bio vorbeischauen. Das ist von meinem Apartment in der Avenida San Francisco im Barrio Paris-Londres ungefähr 4 Kilometer nur die Straße immer runter. Daher habe ich mir gedacht, ein ausgiebiger Morgenspaziergang, irgendwo unterwegs frühstücken und mir dem Markt anschauen (Und ja, Bea, ich passe auch meine Wertsachen auf, peligrosso und so).

Leider gibt es hier ausserhalb der direkten Innenstadtgebiete die netten kleinen Cafes aus Argentinien nicht, bei denen man gemütlich draussen sitzen kann und ich meinem zweiten Vornamen Desayunar gerecht werden kann. Daher war ich etwas ausgehungert, als ich gegen 10 Uhr dort ankam. Dann ist dort auch noch weitgehend tote Hose. Erst gegen 11 machen die ersten Buden auf und es belebt sich. Bio Bio ist eigentlich kein einzelner Markt, sondern mehrere Hallen in den wahlweise mal Klamotten angeboten werden, mal Elektronikartikel, dann wieder Möbel oder Friseure und Schönheitssalons ihre Dienste anbieten. In der Mitte gibt es dann aber einen sehr sehenswerten Lebensmittelmarkt. Der ist für mitteleuropäische Augen schon sehr exotisch.

Endlich Frühstück……
Mächtig. Die Empanada war voller Fleisch und Bohnen
Die Leute hier waren richtig gut drauf. Auf die Reaktion des verwirrten Gringos, der anstatt eine Bestellung am Eingang an einem Art Tresen aufzugeben, wie es hier üblich ist, direkt reingelaufen ist, wurde mit fröhlichem Gelächter und spöttischen Kommentaren reagiert. Waren das Chilenen? Nö. Die sind aus Vernezuela, Maracaibo. Und ich solle unbedingt ihr Land mal besuchen. Wenn es dort besser geworden ist.
Immer noch wenig los rund um Bio Bio gegen 10:30. Avenida San Diego
Das ist etwa so der Eingang.
Wie gesagt viele kleine Läden, mit Klamotten, Krims Krams, T-Shirt, Sonnenbrillen usw.
Kleine Stände. Die Hallen sind in etwa nach Themengebieten aufgeteilt.
Schuhe. Was ich wahrgenommen habe nicht unbeding gute Qualität.
Auf den Bürgersteigen vor den Hallen überdachte Stände mit weiteren Artikeln
Die Möbelabteilung
Der Beautybereich
Auch gegen 11:30 sind viele Stände noch geschlossen.
Mal rüber über die Straße. Nicht weiter anspruchsvoll. Eher dezent der Verkehr hier. Mit etwas Übersichte keinerlei Problem
In der Mitte von Bio Bio gibt es dann einen Lebensmittelmarkt, mit einige Restaurants, vor der Markthalle
Offenbar auch noch nicht Barbequezeit.
Willkommen im Markt Franklin
Fleischstände, Fleischstände, Fleischstände. Sollte Google jemals Geruchsdaten übermitteln können, würde euch jetzt ein Geruch entgegenkommen, der bis ins Mittelhirn reicht.
Die Gemüseabteilung.
Innereien sind hier sehr beliebt. Und nein, die Auslage ist nur sehr schwach gekühlt. Der Geruch ist sehr intensiv.
Hülsenfrüchte im Eimer.
Die Fischabteilung. Zum Geruch siehe oben. DerGeruch war alles in allem gewöhnungsbedürftig aber nicht schlimm. Andere Länder, andere Sitten.
Hier geht jeder Einkaufen. Supermärkte sind nur für den notwendigen Alltagsedarf, Fleisch, Gemüse, Obst ,Eier kauft man auf dem Markt und sind dort wesentlich günstiger als im Supermarkt.
Die Gemüseabteilung. Stilleben mit Hunden.
Ganzer Schweinekopf, heute im Angebot.
Mal eine kurze Auszeit in einem Lokal vor den Markthallen. HIer musste ich ein Mißverständnis mit den netten Bedienungen klären. Nein, ich bin nicht aus Spanien. Ich bin aus Deutschland. Waren Peruaner. Ein Chilene hätte vermutlich nur mit den Augen gerollt, aggressiv geschaut und sich gedacht, schon wieder ein dummer Ausländer.
Was ich zunächst aufgrund der Aussprache als Guzzmann interpretiert habe ist ein chilenisches Bier namens Kunstmann und beruft sich auf bayrische Wurzeln. Naja, ist zwar trinkbar, hält aber einem Vergleich wirklich nicht Stand.
Eine chilenische Spielhallte. Wenig los, die Leute haben kein Geld. Durchschnittlicher Monatsverdienst 460€
Ein wenig Streetart an der Avenida San Diego. Eine ziemlich breite Straße auf dem Rückweg ins Zentrum. Die Straßen der Heiligen liegen hier nebeneinander. Erst kommt San Diego, dann San Francisco, dann San Isidirio
Alkohol gibt es hier ausschließlich in sogenannte Boutellerias zu kaufen und den größeren Supermärkten. Die kleinen Büdchen und Supermärkte verkaufen keinen Alkohol.
Die Auswahl hier war beeindruckend. Pisco, Gin, Whiskey, Wein. Chilenische Marken und alle globalen Brands sind zu haben.
Die Avenida San Diego fand ich sehr spannend. Die Straßenabschnitte sind fast wie in mittelalterlichen Stadtstrukturen nach Gewerben aufgeteilt. Es gibt 100 Meter mit vielen Ledergeschäften. Und ich meine Leder. nicht Lederwaren, dann ein kurzer Abschnitt Elektronik, dann ein sehr langer Abschnitt mit vielen Geschäften für Fahrräder und Fahrradteilen und Zubehör. Dieser Abschnitt für Fahrräder ist sehr lang. 500 Meter und man bekommt alles. Ganze Fahrräder, Helme, Schaltungen, Sattel you name it. Das hat irgendwie Zunftcharakter.
Leder Avendia San Diego
Mal kurz hinsetzen und abkühlen.
Keine Ahnung welche Kirche das ist. Pder müsste ich nachschlagen.
Ein Spezialgeschäft für alles, was der traditionsbewußte Chilene oder seine Liebsten brauchen. Sozusagen ein chilenischer Trachtenshop. Leider ziemlich verspiegelt.
Elektonisartikel. Der eine macht in MAC, der andere in Audiosystemen oder Handyreperaturen.
Alles Elektronikläden
Fahrräder, Fahrräder, Fahrräder, 500 Meter lang. Laden neben Laden.
Muss ich noch nachschauen, was dies für eine Kirche ist.
Diese Morlocks werden immer raffinierter.
Bandprobe im Park.
Zurück in der Innenstadt. War ein langer Spaziergang.
Der zentrale Platz in Santiago de Chile. Plaza del Armas. Da haben die früher ihre Waffen gelagert und von hier aus die Stadt aufgebaut.
Etliche Tische mit Schachspielern. Es wird durchaus auch um Geld gespielt. Soweit ich das noch beurteilen kann durchaus auf sehr hohem Niveau.
So etwas wie das offizielle Stadtlogo.
Auf dem Platz gibt es mehrere in den Boden eingelassen metallene Tafeln, die die Stadt zu unterschiedlichen Zeitabschnitten darstellen. Hier 1721.
Die Kathedrale am Plaza del Armas.
Das fand ich sehr schön. Da hatetwas rührendes.
Eine Skulptur an einer Ecke des Plaza del Armas.
Mal ein wenig abhängen. Der Herr im Hintergrund mit dem roten Hemd ist im übrigen so etwas wie ein selbsternannter Prophet. Der später noch mit extremer Lautstärke in der Stimme rumgerannt und mit einer Bibel in erhobener Hand auf Leute zugegangen ist, mit der Aufforderung sich vom Bösen zu lösen und den Herren zu lobpreisen. Die Intensität war extrem. Derartige Leidenschaft hatte ich sonst hier in Chile nie erlebt. Der ist richtig abgegangen.
Weiter abhängen.
Dann mal etwas essen. Die chilenische Küche ist jetzt nichts, was mich bislang vom Hocker haut. Da war das Essen in Argentinien und Brasilien um Längen besser.
Ich sap in einem Cafe, namens Marco Polo direkt gegenüber der Skulptur. Gegen 19:00 wurden dort artistische Kunststücke vollbracht. Durchaus sehenswert.
Man beachte den Gesichtsausdruck der Menschen mit Frontalansicht. So laufen die hier in der Mehrzahl rum. Das ist keine angenehme Atmosphäre.
Na, junge Damen, erklären sie mir bitte, warum sie noch unterwegs sind? Und dann noch so leicht gekeidet? Das erinnert mich an Mutter und Tochter in Rio de Janeiro. Die Tochter, so um die 18 Jahre alt, sagte mir, sie genieße es in Rio de Janeiro sehr. In Chile sei alles so steif und konservativ.
Life painting. Viel mit Schablonen. Die Show war interessant, Die Bilder eher uninteressant.
Auf den Straßen rund um den Plaza del Armas breiten ab 20 Uhr Straßenhändler auf dem Boden ihre Waren aus und bitten um Käufer. Eigentlich illegal. Wenn die Polizei will, müssen die gleich flitzen.
Das war es dann auch, heiß und lang. Zurück ins Apartment.

Bienvenido a Chile

Heute morgen war es dann soweit Argentinien und Mendoza zu verlassen. Ich kann Argentinien sehr empfehlen, hat mir sehr gut gefallen. Fröhliche, offene und herzliche Leute, gutes Essen, hervorragender Wein und beeindruckende Landschaften. Elio, der Vermieter des Apartement, ein netter Typ, in etwa meines Alters, der mir viele gute Tips für Mendoza gegeben hat und der insgesamt drei Jobs hat, um über die Runden zu kommen, hat mich freundlicherweise zum Busbahnhof gefahren. Natürlich zu früh, gegen 8 Uhr, Abfahrt war erst gegen 9 Uhr. Die Busse haben Abfahrtsgleise, dort gibt man direkt am Bus sein Gepäck ab und bekommt dafür einen Bon, mit Nummer. Die Busses sind sehr komfortabel, insbesondere in der Cama/Full Bed Klasse, die Semi Cama/Half Bed Klasse entspricht in etwa dem, was man von Flixbus und Co. kennt.

Insgesamt dauerte die Fahrt etwa 7,5 Stunden von Mendoza nach Santiago de Chile. Bei uns in der Cama Klasse wurden auch Filme gezeigt. Hollywood Blockbuster im Original mit spanischen Untertiteln.

Ich habe bedauerlicherweise seit dem Grenzübergang nach Chile eine intensive Abneigung gegenüber Queen und und Männern in Frauenkleidern entwickelt. Es macht einfach keinen richtigen Spaß diese tollen Anden zu betrachten, während 10cm über dem Kopf Freddy in ohrenbetäubender Lautstärke Bohemian Rapsody zum Besten gibt. Da helfen selbst Ohrstöpsel nichts.

Busbahnhof Mendoza, meine Buslinie Andesmar – Online Buchung ohne Probleme, einfach E-Ticket beim Einsteigen zeigen
Cama/Full Bed Klasse
Kleine Verköstigungen für zwischendurch. Dazu gibt es dann heißes Wasser oder Cola
Es gibt da einen kleinen Grünstreifen, bei einer Stadt die Upsallata heißt, ansonsten durchweg Steine,Sträucher und Berge.
Grenzübergang Chile Los Libertadores. Man darf im übrigen weder Frücjhte noch Gemüse von Argentinien nach Chile mitnehmen. Hat mich 1 Orange zu 10 Peso und 2 Pfirsische zu 50 Peso gekostet. Ich werde es überleben, es sei denn ich sterbe jetzt an Vitaminmangel, was eher unwahrscheinlich ist..
Die chilenische Variante der holländischen Bruckgeldkassierer
Die Vegetation in den Andenausläufern auf chilenischer Seite ist deutlich anders, als auf der argentinischen. Viel sandiger, und viel mehr Kakteen.
Wirkt irgendwie afrikanisch.
Angekommen in Chile Busbahnhof, Geld wechseln ohne Probleme am Busbahnof möglich. Dann die Qual der Wahl, welches Taxi nehmen wir denn?
Ein paar Straßeneindrücke
Eingecheckt ins Apartment und mal durch die naheliegenden Straßen spaziert.
Fußgängerzone Santiago de Chile
Universität Santiage de Chile, mitten in der Stadt
Diese Form des Grills ist mir jetzt doch neu. Sah aber lecker aus.
Diese Kneipe hatte mir mein Vermieter empfohlen, wenn ich gutes chilenisches Bier trinken möchte. Hieß Guzmann oder so. Das Bier, nicht die Kneipe
War eine Empfehlung der Bedienung. Absolut nicht mein Geschmack. Fleisch mit Zwiebeln in einer penetrant süßlichen Tunke, mit labrigen Fladen eingemauert. Bäääh.
Straßenstände hat es hier auch ohne Ende, Wasser, Getränke, Fleisch frisch vom Einkaufswagengrill, Spielzeug, alles mögliche
Ein paar schöne Häuser hat es hier.

Generell ist mein erster Eindruck von der Stadt positiv, quirlig, ein buntes Gemisch an Hautfarben, Körpergrößen und Sozialstatus.

Der erste Eindruck der Leute ist nicht so positiv. Unfreundlich, unhöflich, ernst, schon fast deprimiert. In Argentinien wurde man mit einem fröhlichen Hallo begrüßt und fröhlich verabschiedet. Wenn man hier in einen Laden geht und fröhlich Hallo sagt, wird man erst einmal begutachtet, als ob das Gesicht nicht von der aktuellen Ausgabe von „Mörder auf der Flucht“ bekannt vorkommt und dann knapp gefragt, was man will. Beim Abschied scheint es auch fast schon eine unerträgliche Überwindung zu kosten, Adios zu sagen. Eventuell ist das auch der Grund für das etwas eigenartige Verhalten des dänischen Pärchens am Busbahnhof in Mendoza, die kamen gerade aus Santiago de Chile.

Auf der Straße wird man mit ernstem, schon fast feindlichem Blick gemustert, als wenn man eine besonderst eckelige Form wässriger Ekzeme seinen Mitmenschen zumutet. Es wird hier kaum gelacht, im Gegensatz zu Argentinien und Brasilien und die Leute gehen in der Öffentlichkeit weit weniger herzlich miteinander um, auch wenn sie sich kennen.

Aber schau ma mal. Ist ja der erste Tag. Vielleicht hat mir Freddy auch nur schlechtes Karma verpasst.