Bye Bye Argentina

Morgen geht es weiter nach Chile, erst einmal in die Hauptstadt Santiago de Chile. Ein wenig Bedenken habe ich, da die politische Lage dort angespannt ist und es häufig zu Demonstrationen kommt. Ich hoffe aber, die Leute lassen einen durchgebratenen Aleman auf Besuch aussen vor bei ihren wohl berechtigten Äußerungen und Demonstrationen.

Argentinien war richtig nett. Viel Kultur, beeindruckende Architektur und unfassbare schöne Natur. Die Leute – insbesondere in Mendoza – waren sehr höflich, freundlich und offen. Auch die Brasilianer, Peruaner und Kolumbianer, die ich hier getroffen habe.

Dagegen habe ich ein dänisches Pärchen am Busbahnhof getroffen, die kein Spanisch konnten. Die schon fast verweifelt versucht haben Uber zu buchen. Was in Argentinien nicht weit verbreitet ist, weil die Taxis schon sehr günstig sind und die sich an ihr Gepäck geklammert haben, als wenn gleich Pablo Escobar um die Ecke kommt um sie persönlich auszurauben. Dann noch ein Pärchen aus UK beim Andentrip, die einfach muffig waren.

Heute habe ich nicht viel gemacht, bißchen abhängen, nochmal Wäsche waschen lassen. Dann noch ein wenig Korrespondenz mit Geschäftspartnern für neue Projekte, Steuerberater. Meinem zweiten Vornamen Desajunar folgen. Da kommt man als Selbstständiger auch im Urlaub nicht drumherum. Ein wenig Einkaufen. Hier ein paar Ergebnisse.

Gleich noch raus, meine argentinischen Peso in Bier investieren.

Mein Poncho. In den Farben der Provinz Mendoza
Ich hoffe, die am Zoll machen da keinen Streß ist nur Leder. Die nette junge Dame fragte mich, ob ich Englisch oder französisch rede. Ich habe dann in englisch, französisch und spanisch geantwortet und gesagt ich sei Deutscher. Schien sie zu verwirren.
Ein neuer Freund, der unbedingt Deutschland besuchen will, gehört zur Gattung der Matet-Assen. Nur nicht reden am Zoll. Der quasselt ohne Ende. Bilder in besserer Auflösung gibt es auch noch.
Das ist ein Gehemnis.
Das Gartenbauamt Mendoza unterwegs. Grünpflege. Unten gibt es nichts, dann halt oben.
Abtransport über Pick-up
Park in der Nähe
Wer dieser Herr Samiamento ist, muss ich mal recherchieren. Viel Plätze und Straßen sind hier nach ihm benannt.

Las Cordilleres des Andes

Heute war eine Tour in die Anden angesagt. Männermordernde Uhrzeit der Abfahrt, 7:15. Das war dann wohl eher argentinische Zeit, es wurde dann 7:50. Sei es drum, ich habe Urlaub und Zeit. Es ging dann in einem Kleinbus erst mal 2 Stunden in die Anden, erst Landstraße, dann die Ausläufer und dann war man mittendrin. Da das Internet hier wirklich schlecht ist, nur ein paar Bilder. Kein Wunder, dass es hier soviele Buchläden gibt. Ein E-Book runterzuladen, würde vermutlich von Weihnachten bis Weihnachten dauern. Die restlichen Bilder kommen dann in den nächsten Tagen, oder wenn ich ab Mittwoch in Santiago der Chile bin.

Es hat im übrigen gerade – 22 Uhr Ortszeit – angefangen zu regnen. Vermutlich ein Feiertag hier, die ganze Provinz lechzt nach Regen.

Da fährt man dann mit obigem Gefährt hoch. Nix asphaltiert oder Schutz zum Abgrund. Das war schon etwas abenteuerlich.
Ein unentbehrlicher Reisebegleiter

La Tierra del Sol y el Vino

La Tiera del Sol y el Vino ist das offizielle Motto von Mendoza. Sol gibt es hier jede Menge und sogar kostenfrei. Sol von oben, von der Seite, und man hat das Gefühl sogar von unten.

Ich wollte das mit dem Vino dann doch auch mal testen, wo ich zufällig schon man da bin und habe eine Bodega Tour gebucht. Der Manager meines Apartments hat mich darauf hingewiesen, ich sollte bei einer akreditierten Agentur in der Fußgängerzone buchen. Meine Wahl war dann Mendoza Vijaes, auch weil dort Englisch gesprochen wird. Auch wenn mein Spanisch für Alltagssituationen zunehmend tauglich wird, wenn es um detaillierte Informationen bei denen auch um Geld geht besser Englisch. Abhohlung war laut Voucher die sehr angenehmen Zeit 8:45, es wurde dann kurz nach 9, alles im Rahmen. Ein Kleinbus der mich und 4 andere zu zwei Weingütern und einem angenehmen Mittagessen bringen sollte. Mit dabei – ein Pärchen aus Brasilien aus der Nähe von Sao Paulo und Sohn und Mutter aus Peru, aber in Santiago de Chile wohnend. Eher das höherpreisige Segment, was die Tour angeht. War es aber definitiv wert.

Wenn ich schon warte, kann ich auch mal die Wasserkanäle für den Schwarzwald fotografieren
Olivenbäume und entsprechende Produkte gibt es hier auch nicht zu knapp. Da Olivenbäume 5 Jahre benötigen, bis sie zum ersten Mal Früchte tragen und eher langsam wachsen, könnte der eine oder andere Baum hier bereits zu Zeiten der französischen Revolution gestanden haben.
Einfahrt zum Weingut Trapiche, Mendoza. In Europa noch weitgehend unbekannt………. Ein echter Geheimtip………………………..
Wir waren etwas früh da und hatten bis zum Start der Tour noch 30 Minuten Zeit. Gelegenheit das Gelände unsicher zu machen
Wein, direkt vorm Haus. Hätte ich auch gerne. Malbec
Die Bodega in Frontansicht
Das hängt hier dicht an dicht, Weintrauben satt.
Sehr apart. Das Restaurant derBodega.
Auf diesen Grill passt vermutlich ein ganzes argentinisches Rind. Sieht häufig gebraucht aus.
Keine Ahnung, wie diese Vögel heißen. Ich habe sie einfach mal Hochbein Tänzer getauft. Wackeln rum, als wenn ziemlich rum.
Eingang zum Restaurant
Eingang zum Museum der Bodega Traipche
Vermutlich Element jedes Traums jedes Betriebselektrikers bei WAFIOS jenseits der 50.
Ants Attack
Der weiße Wagen ist unser Tourbus, er hat uns zu dieser Bodega und einer weiteren gebracht, danach wurden wir von einem Kollegen abgeholt
Sehr liebevoll gemacht und gepflegtes Ambiente. Warten auf die Führung duch die Bodeda.
Keine Ahnung, wie das jetzt heißt. Ich habe es einfach mal Blaue- Blüten-vor-der-Bodega-in-Mendoza getauft. Sry. Namen finden ist nicht mein Ding. Duftet auch nur schwach.
Hier gab es auch mal eine Eisenbahnstation, ist aber mittlerweile stillgelegt
Der Rote-Beeren-hängen-herunter Baum.
Ahora, die Tour beginnt
Kurze Einführung in die Technik des Weinanbaus. Das folgt der Sonneneinstrahulung. Wein der viel Sonne benötigt, wird in einer anderen Richtung angebaut, als Wein der etwas weniger Sonne benötigt. Entsprechend ist der Ausbau auch mal oben, mal unten. Klingt logisch. Ausser einem zu dieser Uhrzeit bereits medium durchgebratenem Deutschen sind ca. 8 Braslianer, 10 Argentinier, 2 Peruaner und Miss Trapiche unterwegs.
Guten Wein zu machen ist eine Kunst. Welcher Wein, mit welchem Wein im Verhältins, in welchem Fass, wie lange, bei welcher Temperatur.. Dafür gibt es Meister, diese sind hier mit kleinen Täfelchen verewigt
Miss Trapiche. Vor einer Trapiche. Einer Mühle. Daher auch der Name der Bodega. Ich hatte ja den Eindruck, sie versuchte mit mir zu flirten. Vermutlich nur eine Reminiszenz an ihre Kindheit, als sie heimlich Extranjeros gefolgt ist, die sie für lebendig gewordene Ampelmännchen hielt.
Tnks mit Ab- und Anpumpstutzen. Temperatur strikt kontrolliert. Mit etwas Kenntnis vom Weinausbau war es noch möglich dem Vortrag zu folgen. Entiendo. No Problema.
Der Boden ist glatt, sehr glatt. Klar, wenn man Fässer rollen will. Einige Bowling Bahnen wären über diesen Boden froh.
Irgendwin Kunstwerk mit Bezug zum Weingut und Wein. Hier haben meine Sprachkenntnisse nicht mehr ausgereicht.
Endstation Sehnsucht. Bodega Trapiche.
Große Fässer zum Weinausbau, bei dem der Wein dann später weiter in kleinere Fässer umgefüllt wird. Kosten für so ein Fass ~ 20.000. Nix Peso, Euro. Nur das Fass, Nix Inhalt.
Nein, keine Alien Aufzuchtstation. Eine neue Form des Weinausbaus, Andere Form, Oxidation läuft anders ab.
Von oben aus dem Degustationsraum konnte man duch eine Glasfläche im Boden die Alienbrutstationen sehen. Die Mädels wollten irgendwie nicht über die Fläche gehen. Ich fands gut.
Degustationsraum. Das wird lecker………..
Der Aussenbereich ist auch sehr ansprechend
Da hätte ich auch nichts gegen ein Barbeque.
Eine Menge junger Damen. War schon lustig, in welche Posen, die sich für Selfies geworfen haben. Generell zählen wohl nur Fotos mit Menschen drauf. Ambiente wird eher nur als Hintergrund erachtet. Auch bei älteren Semestern.
Olivenbäume, wohin man blickt
Degustationsraum. Gleich geht es los
Der Dieter Bohlen des argentinischen Weins. Mein Urteil: Mehr, viel mehr. Und viel häufiger.
Die Auswahl der Weine. Nr.1 laut Miss Trapiche der Wein, mit dem man den Tag beginnen sollte. Nr.2 war eher flach. Nr. 3 ein echter Kracher. Im übrigen ist Malbec nicht gleich Malbec. Je nach Anbaugebiet – flach erher Landwein, höhere Lage intensiv und Mindburning ein deutlicher Unterschied.
Die Mäfels wollten unbedingt mal mein CAT Smartphpne ausprobieren.
Hat Spaß gemacht, war aber Caliente

Weiter geht es zur nächsten Bodega. Die Gegend sieht erst mal sehr trocken aus.

Das ist Wein
Nö, kein Wein. Das ist Hopfen, bauen die hier auch an.
Gemütliches Cruisen. Das ist nicht vergleichbar mit dem Verkehr in Rio. Das ist einfach Cruisen
Erst mal wieder warten Degustationsraum mit Kunst ,die Besitzer der Bodega Santa Julia, Familia Zuccardi, sind sehr engagiert in Kunst und sozialen Projekten.
Die geheime Schatzkammer. Nicht zu kaufen
Hier ist das eher Industrie
Kalt, 30.000.000 Flaschen im Jahr werden abgefüllt
Alles dokumentiert.
Auf die Kunst kommt es an. Mal französichsche Eiche
Dann amerikanische Eiche. Mal hier, mal dort je nachdem, was der Weinmeister will.
War eher Massenabfertigung. Und Nein, ich möhte keine englische Übersetzung. TENGO QUE APPRENDER ESPANOL. Ist ds so schwer zu verstehen?
Nix für Vegetrarier I
Der Herr in dem blauen Shirt ist aus Brasilien aus der Nähe von Sao Paulo und hat eine Fabrik für Plastikkleinteile, mit 40 Beschäftigten, die Dame links von ihm ist seine Freundin und arbeitet als Kindergärtnerin. Der Herr mit dem schwarzen Shirt kommt aus Peru, arbeitet aber in Chile bei einer Versicherung, die Dame rechts von ihm ist seiner Mutter, die am Tag vorher Geburtstag hatte. Offenbar eine Art Geburtstageschenk. Sehr sympathisch. Der Familienname der Peruaner ist im übrgien Chang, da offenbar der wenig gelittene Erzeuger Chinse ist//war.
Argentinische Empanadas – einfach gut.
Nix für Vegetarier II
Nix für Vegetarier III
Nix für Vegetarier IV
Schönes Ambiente Bodega Santa Julia

Morgen geht es in die Anden. Hoch. 6000 Meter, mal sehen

Mendoza – It’s Caliente, Baby

Momentan sind hier 37 Grad. Für jemanden, der vor 10 Tagen in Deutschland gestartet ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. Überraschend offenbar auch für die Einheimischen, zwischen 13 und 16 Uhr gehen hier vielfach die Rollläden runter. Dann stoppt die Stadt erst einmal. In Rio der Janeriro war es bereits heiß, aber durch die Lage am Meer ging ein Wind und es war feuchter, in Buenos Aires war es nicht so heiß, es hat sogar mal geregnet. Hier ist nur Heiß, Hot, Caliente, Backofen. Die Luft steht. Erfreulicherweise verwandelt sich mein Krebsrot in Richtung Kupfer, was die Hautfarbe betrifft. Eventuell besteht die Möglichkeit mittelfristig die Schulkinder loszuwerden, die mich für ein lebendig gewordenes Ampelmännchen halten.

Ich habe auch weiter nichts gemacht einfach mal ein wenig runterkommen. Nennt sich Urlaub, hatte ich schon lange nicht mehr.

Der Herr spielt Gitarre und singt, das ist kein Tango, eher eine Art ländliche Musik. Fußgängerzone Mendoza
Einige Herrschaften tanzen, durchaus temperamentvoll.
Eine ganz normale Allee in Mendoza, Aus einem Hop-off Hop-on Bus. Kosten für den Bus 600 Peso, Etwas weniger als 10 Euro, der bedient ca. 18 Stationen und alle halbe Stunde kommt einer vorbei.
Park in Mendoza
Überall in Mendoza finden sich Parks und dort und an den Straßen Kanäle, durch die Wasser geleitet wird. Dieses System stammt noch aus der Zeit von vor den Spaniern. Für jeden Wasserwerker aus dem Schwarzwald unbedingt sehenswert. Einige Kanäle sind allerdings trocken, da hier gerade Hochsommer ist.
Informationszentrum über Wein. in Mendoza
Die Rebsorten, die in Menoza angebaut werden.
Schau an, fast 12.000 Kilometer, ich dachte es wären mehr. Die 13.000 schaffe ich aber noch.
Mein Held. Padre del Vino
Großes Bier gibt es hier auch. Schmeckt nicht schlecht. Happy Hour 200 Peso, sonst 300. Etwas ungewöhnlich, wenn man ein großes Bier – 1 Liter Krug – bestellt, muss man seine ID Karte an der Kasse abgeben.
Maus hinter Gittern, nicht fair.
Custom Bike in Mendoza, gibt es auch elektrisch.
Busbahnhof in Mendoza. Ein ähnliches System wie in Asien, Er gibt ausgewiesene „Abfahrtsgleise“, an denen man sich einfindet. Tickets lassen sich im Busbahnhof oder Online organisieren.
Busbahnhof, ähnlich interessant wie ein Flughafen.
Die Gegend rund um den Busbahnhof soll die gefährlichste in Mendoza sein. Gegenüber Orten wie dem Frrankfurter Bahnhofsviertel oder Sihanoukville in Kambodscha wirkt das aber eher idyllisch auf mich.
Momentan ist Sommer, die Kanäle führen sehr wenig Wasser in Mendoza
Shops in der Nähe des Busbahnhofs, nichts was man irgendwie brauchen könnte.
Rock’n Roll Cover Band in der Fußgängerzone in Mendoza, Viel Halbplayback, aber eine tolle Show.
Fußgängerzone Mendoza. Chillen, runterkommen. Ich hatte Rotwein bestellt, dazu gab es Eis. Ich habe mich nicht getraut zu fragen, ob das normal ist.
Argentinisches Fleisch kommt durchgegart. Medium oder Medium Rare kennen die erst mal nicht. Aber das Fleisch ist so was von zart, das geht auch so und ist einfach nur lecker..
Plaza Indepidenzia Mendoza Freitags abends.
Fracking ist ein großes Thema in Mendoza. Hier gibt es sowieso immer Wasserknappheit. Ein Verunreinigung der Resoucen ist nicht gerne gesehen. Auch in meinem Apartement wird darauf hingewiesen, ich möge nicht länger als 5 Minuten duschen. Ich unterstütze so etwas. es geht um die Leute vor Ort und Ressoucen aus der Erde zu puhlen, für Energiegewinnung halte ich für deutlich veraltetet.
Ungeachtet dessen hat die Lady eine brilliante Show abgeliefert, voller Espirt und mit viel – wie will man sagen – etwas das halt was anspricht.
Mr. Dog war das aber egal. Es war schon eine eigene Show für Entspanntheit, wie er dort gelegen ist..
Sehr entspannt und chillig Freitag abend auf dem zentralen Platz in Mendoza. Eltern spielen mit ihren Kindern, Kinder spielten mit Kindern.
Die argentinische Joan Baez war dann auch noch da. Konnte aber besser singen.
Nanu?
So ist besser.
Hyatt Mendoza. Wohl die erste Adresse am Platz.
Bisschen Cat Content. Das ist die erste Katze, die ich in Südamerika gesehen habe. Weder in Rio noch in Buenos Aires waren Katzen zu sehen. Aber vielleicht ist es ihnen nur zu heiß und sie liegen irgendwo ru

Samstag Abend ist die Innenstadt eher Assi Zone. Nachdem ich zwei Schlägereien erlebt habe, eine bei dem einer nicht mehr aufgestanden ist, bin ich dann doch lieber ins Apartment. Auch die Straßencafes und Kneipen sind weniger frequentiert. Dafür viele auf der Straße, die ich mal ganz vorurteilsbehaftet als dumm, jung, ungebildet und einfach nur blöde bezeichnen würde. Das ist dann wohl auch Südamerika, gibt es auch in Frankfurt nach Mitternacht, aber war schon etwas krass gegen 20 Uhr. Polizei, die während der Werktage allenthalben präsent war, ist wohl auch schon im Wochenende