Einmal Dschungel hin und zurück

Am 31.01 ist es dann losgegangen mit meiner Dschungeltour. Etwas überraschend waren um 8:40 auf einmal zwei Motorradfahrer in meinem Apartement und meinten, es müsste jetzt ganz schnell gehen, Auto kommt gleich und GalammaGalamma. Wäre ich nicht noch etwas unausgeschlafen gewesen von meiner Ankunft kurz nach Mitternacht hätte ich Ihnen gesagt, Stop – ausgemacht war 9 Uhr. So habe ich kurzerhand alles was mir in die Hände fiel in meinen Daybag gepackt. Es war zum Glück alles notwendige dabei.

Iquitos ist eine Provinzhauptstadt mit ca. 500.000 Einwohnern, viel Industrie aus etwas Erdölförderung, Holzfällen und Landwirtschaft gibt es nicht. Die Leute hier leben von diesen Industrien , von der Landwirtschaft, vom Fischfang und ein wenig vom Tourismus. Iquitos war aber zu Zeiten als Kautschuk ein sehr begehrter Rohstoff für die boomende Industrie im 19 Jahrhundert war eine absolute Boomstadt, davon läßt sich auch noch einiges im Stadtbild finden

Es ging dann mit einem Minibus zu 9 weiter in eine Provinzklainstadt namens Nauta, etwa 100 Kilometer, Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden. Danach weiter ca. 1,5 Stunden in ein Base Camp/Lodge am Rande eines Nationalparks. Mit dabei, eine 23 jährige aus UK, zwischen Bachelor und Master, sehr dem Weed zugetan, ein den Fremdsprachen nur bedingt mächtiger junger Japaner, ein 26 jähriger Australier, der seine Job im Marketing geschmissen hat, zwei sehr junge Österreicher, mit ganz wenig Kohle, die man in Santigo de Chile wohl ziemlich durch die Mangel gedreht hat, ein Schamane, ein Guide, der Fahrer und meine Wenigkeit.

Gebucht hatte ich vorab, über Tripadvisor, bei einer Agentur namens Shitty Jaguar Tours (Pardon Jimmy Jaguar Tours), da ich den Haien vor Ort aus dem Weg gehen wollte,. Jimmy Jaguar Tours haben dort eine recht gute Bewertung, nicht billig, nicht teuer. Wie sich herausstellte eine Fehlbewertung. Naja, bei Tirpadvisor kann jeder eine Bewertung abgeben. Veröffentlicht werden meist nur die, gegen die die Touranbieter keine Einwände erheben. Ich werde in Zukunft um Tripadvisor einen großen Bogen machen.

In Nauta hatten wir dann Gelegenheit noch Dinge für den DSchungel zu kaufen. Unser Guide, Edgar ist sein Name gewesen, hat uns wie nicht ganz unüblich natürlich zu einem Straßenladen geführt, bei dem er sehr wahrscheinlich Prozente bekommt. Das war mit zu billig das Zeug, da ich es auch noch in Cusco verwenden will, daher bin ich in die nächste Ferreteria gegangen. Belohnt wurde das dann mit Gummistiefeln in Größe 43, meine Schuhgröße ist 41 im Base Camp, bei der Schuhausgabe. Andere sind nicht da. Wohl so eine Art Joke-mit-Gringos Attitüde. Entsprechend bin ich dann im Dschungel und wenn immer Gummistiefel notwendig waren wie eine Art überdimensionierter Donald Duck rumgewackelt. Im Gegensatz zu einigen meiner Gruppe bin ich aber weder auf die Schnauze noch in ein Wasserloch gefallen.

Ich hatte 4 Tage in einem Outdoor Camp gebucht. 3 Nächte Camping. Bekommen habe ich 4 Tage in einem sehr basic Base Camp /Lodge. Der erste Tag war noch ganz lustig. Wir sind rausgefahren mit einem Boot, haben die nähere Umgebung erkundet, es waren auch ein paar Delfine zu sehen, auch die rosafarbenen, die es nur hier gibt. Die Natur ist hier einfach nur gigantisch.

Das Camp war wirklich basic, die Mahlzeiten waren nur dazu da Kalorien aufzufüllen, und die perunanische Küche kann sehr gut sein. Und drumherum gibt es einige Dörfer, die leckeren Fisch und exotische Früchte anbieten. Nada, es gibt Reis, Hühnchen und Bohnen, Melonen und Mangos. Mitgebracht aus Iquitos.

Am Ende des ersten Tages kam dann eine Nachtwanderung. Unsere UK Lady -Loreen – hat Temperament. Was sich in diesem Fall dadurch auszeichnete, dass in etwa alle 5 Sekounden ein herzhaftes „Fuck off“, „Shit“, „Go away“, „Fuck off“ ertönte, was auch kein Wunder ist, wenn man mit schwarzen Klamotten in den Dschungel geht. Moskitos liiiieeeeeben dunkle Farben. Dementsprechend hat auch jedes größere Tier bei diese Präsentation britischen Wortschatzes schleunigst reissaus genommen.

Die Nachtwanderung verlief darüberhinaus weitgehend unspektaulär rund um das Base Camp, ca. 1 Stunde. Es war deutlich zu sehen, dass hier kontiniuierlich Leute vorbeikommen. Mit Dschungel war da nix. Ein paar Spinnen, ein halbtoter Kayman, ein paar mickrige Vogelspinnen und „Fuck off“, „Fuck off“, „Fuck off“…

Am zwieten Tag ging es dann auf eine „Dschungeltour“. Auch hier war deutlich zu sehen – hier sind Leute heute und in den letzten Tagen durchgekommen. Unser Lady ist dann mal herzlich von einem was wohl begleitet in ein Wasseloch gefallen? Es fängt mit F an und hört mit F auf. Unser Guides waren auch nicht in der Lage Tiere zu finden, die Tiere die wir gefunden haben, wie etwa einen Ameisenfresser, haben die Leute in der Gruppe gefunden. Auf dem Rückweg hat sich dann der lokale Guide, Juliano, der zusäztlich dabei war, weil sich Edgar, der Mainguide, zwar theoretisch mit Natur auskennt und Englisch kann aber von der Gegend keine Ahnung hat und aus einem Ort 300 Kilometer entfernt stammt, mit dabei war verlaufen. Wir sind dann 30 Minuten in Serpentinen herumgelaufen, bis er wieder eine bekannte Wegmarke gefunden hat.

Damit wir für das Fotoalbum wenigstens ein paar Tiere bekommen, wurden wir dann in das ca. 3 Minuten entfernt gelegene kleine Dorf geleitet. Ca. 250 Einwohner, sehr auf Touristen ausgelegt, über Schilder, Souvenirs BlaBla. Dort konnten wir dann drei als Hausbesetzer wohnende Faultiere fotografieren und Souveniers kaufen. Danach durften wir eine Anaconde gegen Entgelt fotografiern und Souveniers kaufen. Danach in einen Dorfladen gegen, hochprozentiges Urwaldviagra und….. Souveniers kaufen.

Lustig war es aber, als unser Guide, Edgar, nach ca. einem halben Liter hochprozentigem „Urwaldviagra“, den er vermutlich als Provision bekommen hatte, begann mit seiner Potenz zu prahlen. Er könne immer und überall drei Mal hintereinander, unser Japanischer Feund sei vermutlich eine Sex Maschine usw. – sehr apart……

Für mich sehr überraschend gab es dann am Abend eine Ayahuasca Zeremonie im Camp, Ich habe damit wenig am Hut, ich bin kein sonderlich spirituell interessierter Mensch. Ich wurde auch gefragt – 150 Soles. Ca. 42 Euro. Nö Danke, weniger wegen dem Geld, ich habe keine Lust dazu. Überraschenderweise wurde ich dann aufgefordert, obwohl in keiner Weise an diesen Dingen interessiert und involviert alle Lichter zu löschen, jedes unnötige Geräsuch zu vermeiden, um die Aya Dingsbums Zeremonie nicht zu stören. Ich saß dann da, in einem Base Camp, im Amazonas, im Dunkeln, mit Moskitos – und habe zugehört wie der Schamane mit Leidenschaft singt und trommelt und andere Leute wenn nicht ihr Bestes, so dann doch alles andere was in Ihnen ist geben.

Zu meinem Leidwesen wollte man mir dann auch kein Bier mehr aushändigen. Lediglich die Drohung am nächsten Tag abzureisen hat dazu verholfen in das drei Minuten per Boote erreichbare nahegelegen Dorf gebracht zu werden. Hätte ich mitten im Amazonas noch weiterzuhören müssen, wie sich Leute die Seele aus dem Leib kotzen, begleitet vom monotonen Geleiere eines Schamane, in Dunkelheit, umgeben von geflügelten Blutsaugern, die meine Nähe, und nicht nur das, suchen, ich wäre Amok gelaufen. Im nahen Dorf habe ich mich dann mit Jan aus Ulm und Benjamin aus Montana nach Kräften betrunken, so dass ich die fortdauernde Zeremonie im Base Camp nach meine Rückkehr nach Kräften mit einem Schnarchkonzert begleiten konnte.

Von weiteren Aktivitäten mit Shitty Jaguar Tours habe ich dann Abstand genommen, mich abgesetzt und einfach die Natur betrachtet, die ohne jeden Zweifel wunderschön ist. Zumal sich das Base Camp mittlerweile mit Benjamin und Jan, einem Pärchen aus Japan, einem älteren Herren, zwei Holländerinnen und weiteren 6 Touristen, entsprechen weiteren Tourguides und Mitarbeitern im Camp in einen Ort des Massentourismus zu entwickeln schien. Himmel, sogar der Dschungel ist schon überlaufen…….

Drollig fand ich es aber, als mein ehemaiger Tourguide von einer Angeltour zurückkam. 8 mickrige Pyranhias. Deutlich kleiner als ein 5 Euro Schein. Stolz wie Oskar hat er die Beute präsentiert. Nun ja.

Der Tag der Abreise war auch sehr interessant, aus meiner Gruppe hatte ausser mit und Tim aus Australien keiner mehr Bargeld dabei. Alles investiert und Bier und Souveniers. Der Gesichtsausdruck der Gudies als ich ohne einen Centavo Trinkgeld zu geben ins Boot zur Abreise gestiegen bin, war herrlich. Etwas gedrückt verlief der Rücktransport. War mir aber egal.

Als Hinweis -niemals, unter gar keinen Umständen eine Tour bei Shitty Jaguar Tours in Iquitos buchen. Das ist Disneyland für Kiddies, aufgegabelt in den Hostels in Iquitos.

Fotos kann ich leider erst senden, wenn ich wieder eine stabile Internetverbindung habe. Das ist hier in Südamerika durchaus ein Problem ausserhalb der Hauptstädte.

Ein gemütlicher Tag in Lima

Ich bin heute einfach mal ein wenig in Lima im Stadteil Mirafloes rumglaufen. Mal an den zentralen Park in Miraflores, mal zur Küstenline. Weiteres kann ich unternehmen, wenn ich auf dem Weg nach Kolumbien hier noch einmal einen Stop-Over habe.

Das Wetter ist hier deutlich anders. In Santiago de Chile waren es um die 33 Grad mit 30% Luftfeuchtigkeit. Hier sind es 29 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit, da muss man hin und wiedermal eine Pause einlegen. Du auch Dad!

Llegó a Lima

Ich habe heute vormittag meine Zeit in Chile beendet. Der Fahrer war sogar etwas zu früh dran. Vermutlich ein Zeichen, das es wirklich Zeit ist dieses Land zu verlassen.

Der Flug mit einer Fluglinie namens JetSmart verlief komplett unspektakulär. Ist allerdinge eine Billgfluglinie, d.h. man bezahlt wirklich für alles extra. Der Flughafen in Santiago de Chile ist überraschend klein, für eine Stadt mit 8 Millionen Einwohnern, von der Größe her irgendwo zwischen Stuttgart und Berlin, aber kein Vergleich mit Frankfurt.

Ich hatte das Apartement in Lima jetzt sehr kurzfristig gebucht. Offenbar fand auch der Vermieter das etwas ungewöhnlich, daher habe ich hier 300 Dollar Kaution hinterlegen müssen. Dafür hat er mich dann in ein größeres, näher zum Pazifischen Ozean gelegenes Apartement gebracht. Sehr schön, und hat wirklich alles was man braucht.

Und hier scheint auch das böse Karma, das mir Freddy auf der Tour durch die Anden angehängt hat, verflogen zu sein. Die Menschen sind wesentlich fröhlicher und freundlicher. Ich höre gerade sogar Lachen durch das offene Fenster von nebenan. Auch hier wird man hin und wieder gemustert, es hat aber nicht diese feindseelige Aura aus Santiago de Chile. Offenbar bin ich aber doch etwas geprägt von Santiago de Chile. Ich wäre vor Schreck fast zur Seite gesprungen, als mich eine Mitarbeiterin tatsächlich freundlich gefragt hat, ob sie mir helfen könne, als ich etwas verwirrt durch meinen ersten peruanischen Supermarkt gelaufen bin.

Flughafen Santiago de Chile
Ist so in 95% der Flughäfen weltweit zu finden.
Ein Abschiedsgruß von den Osterinseln
Das ist schon Lima – bitte keine Taxis rufen scheint auf den Plakaten zu stehen
Aus dem Taxifenster, erste Eindrücke
Es ist hier bewölkt und bei weitem nicht so warm, wie in Santiago de Chile oder Mendoza. Ledilgich 25 Grad, aber die Luftfeuchtigkeit ist deutlich höher.

Flucht aus Chile

Ich habe mich entschieden nicht mehr länger in Chile zu bleiben. Die Menschen hier verhalten sich einfach unfreundlich, unhöflich. Hart an der Grenze zur Arroganz. Daher – so leid es mir eigentlich tut- kein Aufenthalt in der Wüste von Atacama. Ich werde morgen nach Lima weiterreisen. Flug ist gebucht. Apartment ist gebucht. Es kann nur besser sein als Santiago. Die laufen hier rum, depressiv und angefressen.

In Hanoi, Vietnam, 2014 war es auch sehr unfreundlich. Aber da haben die Leute wenigstens gelacht und waren freundlich untereinander. Hier ist das eine Parade von Menschen die sich verhalten, als wenn gerade jemand gestorben ist. Kein Place to be.

Tour nach Valparaiso, Vina del Mar und zu einer Bodega

Es ist schon etwas spät, daher nicht viel Gelabber. Ich habe heute eine Tour nach Valparaiso, Vina del Mar und zu einer Bodega gemacht. Geführt und gebucht.

Die Fahrt an die Küste dauert ungefähr eine Stunde. Es gibt auch einen Gebirgszug an der Küste, der jedoch nicht zu den Anden gehört. Vina del Mar ist ein Badeort, sehr touristisch. Valparaiso ist die älteste Statdtgündung der Spanier in Chile und herausragend, was Streetart angeht. Die Bodega war schön, aber argentinischer Wein ist für mich besser, als chilenischer Wein . Kommentare und weitere Bilder aus zu den letzten Tagen folgen morgen, da mache ich mal nix. CU

Lama Chile Südamerika
Mein erstes Lama. Ein echtes Lama, es gibt auch Partner/Unterarten.
Schwach duftende Blüten auf dem weg nach Valparaiso
Kurzer Zwischenstop für einen Snack.
So kleine Andachststätten gibt es hier überall an den Straßen und Häusern
Vina del Mar. Die Touristenhochburg in Chile für Einheimische
Ein paar schöne alte Häuser gibt es hier. Die Stadt ist noch relativ jung. Sie wurde gegen 1910 von einer reichen Familie aus Spanien gegründet, die im Weinbusiness tätig ist. Daher auch der Name Vina del Mar.
Geklaut von den Osterinseln, der ist bestimmt verdammt einsam hier auf dem Festland.
Eine Gartenskulptur aus Pflanzen,
Unser Tourguide Michelle in vollem Einsatz, mit dabei überwiegend Amerikaner, eine Chinesin, ein Inder und El Aleman
Prähistorischer Wasserspeicher.
Die Blumenuhr, die jeder mindestens einmal fotografiert haben muss, damit bewiesen ist, dass man in Vina del Mar war.
Touristengimmick. Filmfiguren, die für ein Foto rund um Blumenuhr herumlungern. Ich möchte nicht wissen, wie heiß es in diesen Kostümen ist. Mir läuft bei 35 Grad auch so schon das Wasser herunter.
Fischmarkt in Valpariso. Möwen, Möwen und noch mehr Möwen.
Der Fang ist jetzt wirklich frisch.
Meine beiden Kumpels von der Food and Markets Tour von gestern sind auch wieder dabei. Klein ist die Welt.
Strandleben auf chilenisch.
Ausrüstung für den Leinenfang. Ranjid, geh gefälligst aus dem Bild!
Der Schutzpatron der Fischer.
Leider nicht so gut zu erkennen, Aber das unter der Brücke sind Seelöwen.
Das war richtig beeindruckend, die Grafitti, die es in den kleinen Gassen von Valparaiso zu sehen gibt ist wirklich gut und schön.
Mein Liebling Polar, die Kunstwerke sind alle signiert.
Valparaiso ist auch ein beliebter Ausflugsort für Kreuzfahrtschiffe.
Das sind Darstellungen die die Historie eines chilenischen Eingeborenstamms dokumentieren. Die etwas wir Zirkus anmutenden Köpfe sind aus Walknochen hergestellt worden. Die Bemalung ist auch von dort.
Nur Museum – altes Cable Car Getriebe
Auch lustig, die Jungs
Blick über Valparaiso
In betrieb befindliche Cable Car Maschine. Dauert nicht lange. 5 Minuten und man ist unten oder oben. Und nur 100 chilenische Peso teuer.
Ah, endlich Essen, Seafood, sehr lecker aber auch teuer.
Mein dritter Vorname ist ab jetzt Nachtisch.
2 Jungs aus Washinghton DC, ein Paar aus North-Carolina und Ranjid, der in Blockchain macht und mal einen Tag Pause braucht.
Dann noch einmal eine Bodega. Die Weinprobe war verglichen mit Argentinien eher lieblos. Und ich muss sagen, mir schmeckt der argentinische Wein auch besser.
Das Ambiente war aber schön.
Unser kleine Faschingstruppe.
Und zurück in Santiago de Chile noch ein bisschen herumlaufen.
Das war irgendwie so eine Art Comdey. Mein Spanisch ist leider nicht ausreichend gewesen, um die Witze zu verstehen. Mitten auf dem zentralen Platz, Samstag gegen 21 Uhr.
Zeit fürs Bett.

Stadtführung Santiago de Chile

Nachdem ich die Stadt zunächst alleine etwas erforscht habe, wollte ich mir mal ein paar Erklärungen abholen und habe bei einer Agentur eine Stadtführung gebucht. Nicht gerade günstig. 70€ für 4 Stunden, versprochen war Food und Markets. Das Geld war es aber wert.

Unser Guide Nikolas ist sehr gut vernetzt, spricht sehr gut englisch und war ausdauernd mit den penetranten Fragen der Gringos. Es war allerdings auch ein drastischer Unterschied mit ihm unterwegs zu sein und danach ohne ihn. Da ging das Freundlichkeitslevel der Chilenen dann plötzlich wieder auf arktisches Niveau herunter. Mit dabei eine nette aber etwas scheue Australierin, die nach 5 Wochen Südamerika heute Nacht noch ihren Rückflug antritt und ein Pärchen aus Washington DC, das ihren zweiwöchigen Jahresurlaub für eine Reise nach Südamerika investiert hat.

Lustigerweise werde ich die beiden Jungs aus Washington morgen wiedertreffen, da wir zufällig dieselbe Tour nach Valparaiso, Vina del Mar und zur Bodega gebucht haben. Wir haben beschlossen, wer zuerst im Bus ist, hält für die anderen Platz frei.

Start war am Staatssitz. Plaza de Constitucion
Der unglückliche erste sozialistische Präsident Allende. Totgebombt von den eigenen Militärs im obigen Präsidentenpalast mit freundlichem Ratschlag und Unterstützung der CIA.
Mein Güte, geh weg. Ich will ein Foto machen.
Wallstreet Santiago de Chile
Ein Lokal, das es sich auf die Fahnen geschrieben hat tradtionelle Küche zu bewahren.
Eine Offenbarung. Es gibt tatsächlich leckeres Essen in Chile. Die Zusammenstellung aus selbstgemachter Mayonaise, Schweinefleisch und Zwielbeln war einfach lecker.
Orgnisierter Schuhpuztshop. Sehr stark frequeuntiert.
Schneider und Schilling. Deutscher Einfluss in Chile
Hot Dog Allee am Plaza de Armas. Heißen hier irgendiwe Completos. Die populärste Variante ist nach den italienischen Landesfarben benannt. Mayoniase, Avocado, Ketchup
Das hinter dem LKW ist das Postamt, ca. 150 Jahre alt
Showroom der Hot Dog Allee
Da ich gestern schon auf dem Platz war, mal ein kurzer Abstecher in die Kathedrale. Der Show Room.
Hier sollte man ruhig sein. Seitenteil. Hier wird tatsächlich gebetet.
Putztag am Plaza del Armas
Eine endemische Art in Chile der Palme, ca 350 Jahre alt.
In einer der Nebenstraßen des Plaza de Armas gibt es Esoterikbuden. Hier kann man sich die Zukunft voraussagen lassen. Ganz offiziell und besteuert. Wers braucht…………
Fischmarkt Santiago de Chile
Alle möglichen Arten von Muscheln, auch solche die man definitiv in Europa nicht kennt. Mehr oder weniger frisch aus dem pazifischen Ozean.
Keine Ahnung woher das Blau kommt. Marvin? Spielst Du wieder?
Die Viecher sind ca. 1 Meter lang. Eine Art Aal.
Showroom in der Fischhalle.
Metro in Santiago. Ähnliches System wie in Buenos Aires und Rio. Man organisiert eine Karte, lädt diese mit Guthaben auf. legt diese auf ein Lesegerät am Drehkreuz und fäht los. Der Preis ist unabhängig von der Länge. Eine Station oder Zehn. Immer derselbe Preis.
In der Metro ist offiziell musizieren verboten. Wird aber doch manchmal gemacht. Offiziell ist nur hier das misizieren erlaubt.
Meine Reisebegleitung. Sehr sympathisch.
Vega Central Markt in Santigao de Chile
Cat Content. Davon gab es hier viele. Das Rätsel ist gelöst.
Aus dem schwarrzen Mais wird ein Getrünk gemacht. Mal sehen, ob ich das irgendwo bekommen kann.
Laut Nikolas der beste Kaffee in Santiago de Chile.
Maniok.
Beeren gibt es auch und die sind sehr lecker.
Einer der Flüße rund um die Stadt mit Sedimenten aus den Anden. Es gibt noch einen anderen, aus dem das Trinkwasser gewonnen wird. Hier gab es eine kleine Konfrontation mit einem Obdachlosen, der offenbar der Meinung war, er müsste Geld bekommen für Fotos, die niemand von ihm gemacht hat.
Der laut Nikolas europäischte Teil Santiago de Chiles.
Nette Bar, Kaum war Nikolas weg, wurde man nur noch mit dem Arsch angeschaut.

Auch noch so ein Erlebnis der besonderen Art. Nach der Tour war ich noch in einem Supermarkt. Danach musste ich bei einer Straßenüberquerung warten. Neben mir ein chilenisches Pärchen. Die sind dann demonstrativ drei Schritte nach rechts gegangen und haben mich angestarrt als wenn ich der Coverboy von“Kinderschänder Online“ bin. WTF.

Bio Bio und Co.

Der Beitrag ist eigenlich vom Domerstag, 24.01.2020. Irgendwie hat das USB Interface meines Smartphones für den Upload der Bilder den Geist aufgegeben. Hat etwas gedauert mit einem Workaround über die Google Cloud.

Eine meiner Spanischlehrerinnen in Bad Cannstatt ist aus Chile, ihr Name ist Bea, und sie hat mir empfohlen, wenn ich Märkte mag, soll ich mal bei Bio Bio vorbeischauen. Das ist von meinem Apartment in der Avenida San Francisco im Barrio Paris-Londres ungefähr 4 Kilometer nur die Straße immer runter. Daher habe ich mir gedacht, ein ausgiebiger Morgenspaziergang, irgendwo unterwegs frühstücken und mir dem Markt anschauen (Und ja, Bea, ich passe auch meine Wertsachen auf, peligrosso und so).

Leider gibt es hier ausserhalb der direkten Innenstadtgebiete die netten kleinen Cafes aus Argentinien nicht, bei denen man gemütlich draussen sitzen kann und ich meinem zweiten Vornamen Desayunar gerecht werden kann. Daher war ich etwas ausgehungert, als ich gegen 10 Uhr dort ankam. Dann ist dort auch noch weitgehend tote Hose. Erst gegen 11 machen die ersten Buden auf und es belebt sich. Bio Bio ist eigentlich kein einzelner Markt, sondern mehrere Hallen in den wahlweise mal Klamotten angeboten werden, mal Elektronikartikel, dann wieder Möbel oder Friseure und Schönheitssalons ihre Dienste anbieten. In der Mitte gibt es dann aber einen sehr sehenswerten Lebensmittelmarkt. Der ist für mitteleuropäische Augen schon sehr exotisch.

Endlich Frühstück……
Mächtig. Die Empanada war voller Fleisch und Bohnen
Die Leute hier waren richtig gut drauf. Auf die Reaktion des verwirrten Gringos, der anstatt eine Bestellung am Eingang an einem Art Tresen aufzugeben, wie es hier üblich ist, direkt reingelaufen ist, wurde mit fröhlichem Gelächter und spöttischen Kommentaren reagiert. Waren das Chilenen? Nö. Die sind aus Vernezuela, Maracaibo. Und ich solle unbedingt ihr Land mal besuchen. Wenn es dort besser geworden ist.
Immer noch wenig los rund um Bio Bio gegen 10:30. Avenida San Diego
Das ist etwa so der Eingang.
Wie gesagt viele kleine Läden, mit Klamotten, Krims Krams, T-Shirt, Sonnenbrillen usw.
Kleine Stände. Die Hallen sind in etwa nach Themengebieten aufgeteilt.
Schuhe. Was ich wahrgenommen habe nicht unbeding gute Qualität.
Auf den Bürgersteigen vor den Hallen überdachte Stände mit weiteren Artikeln
Die Möbelabteilung
Der Beautybereich
Auch gegen 11:30 sind viele Stände noch geschlossen.
Mal rüber über die Straße. Nicht weiter anspruchsvoll. Eher dezent der Verkehr hier. Mit etwas Übersichte keinerlei Problem
In der Mitte von Bio Bio gibt es dann einen Lebensmittelmarkt, mit einige Restaurants, vor der Markthalle
Offenbar auch noch nicht Barbequezeit.
Willkommen im Markt Franklin
Fleischstände, Fleischstände, Fleischstände. Sollte Google jemals Geruchsdaten übermitteln können, würde euch jetzt ein Geruch entgegenkommen, der bis ins Mittelhirn reicht.
Die Gemüseabteilung.
Innereien sind hier sehr beliebt. Und nein, die Auslage ist nur sehr schwach gekühlt. Der Geruch ist sehr intensiv.
Hülsenfrüchte im Eimer.
Die Fischabteilung. Zum Geruch siehe oben. DerGeruch war alles in allem gewöhnungsbedürftig aber nicht schlimm. Andere Länder, andere Sitten.
Hier geht jeder Einkaufen. Supermärkte sind nur für den notwendigen Alltagsedarf, Fleisch, Gemüse, Obst ,Eier kauft man auf dem Markt und sind dort wesentlich günstiger als im Supermarkt.
Die Gemüseabteilung. Stilleben mit Hunden.
Ganzer Schweinekopf, heute im Angebot.
Mal eine kurze Auszeit in einem Lokal vor den Markthallen. HIer musste ich ein Mißverständnis mit den netten Bedienungen klären. Nein, ich bin nicht aus Spanien. Ich bin aus Deutschland. Waren Peruaner. Ein Chilene hätte vermutlich nur mit den Augen gerollt, aggressiv geschaut und sich gedacht, schon wieder ein dummer Ausländer.
Was ich zunächst aufgrund der Aussprache als Guzzmann interpretiert habe ist ein chilenisches Bier namens Kunstmann und beruft sich auf bayrische Wurzeln. Naja, ist zwar trinkbar, hält aber einem Vergleich wirklich nicht Stand.
Eine chilenische Spielhallte. Wenig los, die Leute haben kein Geld. Durchschnittlicher Monatsverdienst 460€
Ein wenig Streetart an der Avenida San Diego. Eine ziemlich breite Straße auf dem Rückweg ins Zentrum. Die Straßen der Heiligen liegen hier nebeneinander. Erst kommt San Diego, dann San Francisco, dann San Isidirio
Alkohol gibt es hier ausschließlich in sogenannte Boutellerias zu kaufen und den größeren Supermärkten. Die kleinen Büdchen und Supermärkte verkaufen keinen Alkohol.
Die Auswahl hier war beeindruckend. Pisco, Gin, Whiskey, Wein. Chilenische Marken und alle globalen Brands sind zu haben.
Die Avenida San Diego fand ich sehr spannend. Die Straßenabschnitte sind fast wie in mittelalterlichen Stadtstrukturen nach Gewerben aufgeteilt. Es gibt 100 Meter mit vielen Ledergeschäften. Und ich meine Leder. nicht Lederwaren, dann ein kurzer Abschnitt Elektronik, dann ein sehr langer Abschnitt mit vielen Geschäften für Fahrräder und Fahrradteilen und Zubehör. Dieser Abschnitt für Fahrräder ist sehr lang. 500 Meter und man bekommt alles. Ganze Fahrräder, Helme, Schaltungen, Sattel you name it. Das hat irgendwie Zunftcharakter.
Leder Avendia San Diego
Mal kurz hinsetzen und abkühlen.
Keine Ahnung welche Kirche das ist. Pder müsste ich nachschlagen.
Ein Spezialgeschäft für alles, was der traditionsbewußte Chilene oder seine Liebsten brauchen. Sozusagen ein chilenischer Trachtenshop. Leider ziemlich verspiegelt.
Elektonisartikel. Der eine macht in MAC, der andere in Audiosystemen oder Handyreperaturen.
Alles Elektronikläden
Fahrräder, Fahrräder, Fahrräder, 500 Meter lang. Laden neben Laden.
Muss ich noch nachschauen, was dies für eine Kirche ist.
Diese Morlocks werden immer raffinierter.
Bandprobe im Park.
Zurück in der Innenstadt. War ein langer Spaziergang.
Der zentrale Platz in Santiago de Chile. Plaza del Armas. Da haben die früher ihre Waffen gelagert und von hier aus die Stadt aufgebaut.
Etliche Tische mit Schachspielern. Es wird durchaus auch um Geld gespielt. Soweit ich das noch beurteilen kann durchaus auf sehr hohem Niveau.
So etwas wie das offizielle Stadtlogo.
Auf dem Platz gibt es mehrere in den Boden eingelassen metallene Tafeln, die die Stadt zu unterschiedlichen Zeitabschnitten darstellen. Hier 1721.
Die Kathedrale am Plaza del Armas.
Das fand ich sehr schön. Da hatetwas rührendes.
Eine Skulptur an einer Ecke des Plaza del Armas.
Mal ein wenig abhängen. Der Herr im Hintergrund mit dem roten Hemd ist im übrigen so etwas wie ein selbsternannter Prophet. Der später noch mit extremer Lautstärke in der Stimme rumgerannt und mit einer Bibel in erhobener Hand auf Leute zugegangen ist, mit der Aufforderung sich vom Bösen zu lösen und den Herren zu lobpreisen. Die Intensität war extrem. Derartige Leidenschaft hatte ich sonst hier in Chile nie erlebt. Der ist richtig abgegangen.
Weiter abhängen.
Dann mal etwas essen. Die chilenische Küche ist jetzt nichts, was mich bislang vom Hocker haut. Da war das Essen in Argentinien und Brasilien um Längen besser.
Ich sap in einem Cafe, namens Marco Polo direkt gegenüber der Skulptur. Gegen 19:00 wurden dort artistische Kunststücke vollbracht. Durchaus sehenswert.
Man beachte den Gesichtsausdruck der Menschen mit Frontalansicht. So laufen die hier in der Mehrzahl rum. Das ist keine angenehme Atmosphäre.
Na, junge Damen, erklären sie mir bitte, warum sie noch unterwegs sind? Und dann noch so leicht gekeidet? Das erinnert mich an Mutter und Tochter in Rio de Janeiro. Die Tochter, so um die 18 Jahre alt, sagte mir, sie genieße es in Rio de Janeiro sehr. In Chile sei alles so steif und konservativ.
Life painting. Viel mit Schablonen. Die Show war interessant, Die Bilder eher uninteressant.
Auf den Straßen rund um den Plaza del Armas breiten ab 20 Uhr Straßenhändler auf dem Boden ihre Waren aus und bitten um Käufer. Eigentlich illegal. Wenn die Polizei will, müssen die gleich flitzen.
Das war es dann auch, heiß und lang. Zurück ins Apartment.

Bye Bye Argentina

Morgen geht es weiter nach Chile, erst einmal in die Hauptstadt Santiago de Chile. Ein wenig Bedenken habe ich, da die politische Lage dort angespannt ist und es häufig zu Demonstrationen kommt. Ich hoffe aber, die Leute lassen einen durchgebratenen Aleman auf Besuch aussen vor bei ihren wohl berechtigten Äußerungen und Demonstrationen.

Argentinien war richtig nett. Viel Kultur, beeindruckende Architektur und unfassbare schöne Natur. Die Leute – insbesondere in Mendoza – waren sehr höflich, freundlich und offen. Auch die Brasilianer, Peruaner und Kolumbianer, die ich hier getroffen habe.

Dagegen habe ich ein dänisches Pärchen am Busbahnhof getroffen, die kein Spanisch konnten. Die schon fast verweifelt versucht haben Uber zu buchen. Was in Argentinien nicht weit verbreitet ist, weil die Taxis schon sehr günstig sind und die sich an ihr Gepäck geklammert haben, als wenn gleich Pablo Escobar um die Ecke kommt um sie persönlich auszurauben. Dann noch ein Pärchen aus UK beim Andentrip, die einfach muffig waren.

Heute habe ich nicht viel gemacht, bißchen abhängen, nochmal Wäsche waschen lassen. Dann noch ein wenig Korrespondenz mit Geschäftspartnern für neue Projekte, Steuerberater. Meinem zweiten Vornamen Desajunar folgen. Da kommt man als Selbstständiger auch im Urlaub nicht drumherum. Ein wenig Einkaufen. Hier ein paar Ergebnisse.

Gleich noch raus, meine argentinischen Peso in Bier investieren.

Mein Poncho. In den Farben der Provinz Mendoza
Ich hoffe, die am Zoll machen da keinen Streß ist nur Leder. Die nette junge Dame fragte mich, ob ich Englisch oder französisch rede. Ich habe dann in englisch, französisch und spanisch geantwortet und gesagt ich sei Deutscher. Schien sie zu verwirren.
Ein neuer Freund, der unbedingt Deutschland besuchen will, gehört zur Gattung der Matet-Assen. Nur nicht reden am Zoll. Der quasselt ohne Ende. Bilder in besserer Auflösung gibt es auch noch.
Das ist ein Gehemnis.
Das Gartenbauamt Mendoza unterwegs. Grünpflege. Unten gibt es nichts, dann halt oben.
Abtransport über Pick-up
Park in der Nähe
Wer dieser Herr Samiamento ist, muss ich mal recherchieren. Viel Plätze und Straßen sind hier nach ihm benannt.

Las Cordilleres des Andes

Heute war eine Tour in die Anden angesagt. Männermordernde Uhrzeit der Abfahrt, 7:15. Das war dann wohl eher argentinische Zeit, es wurde dann 7:50. Sei es drum, ich habe Urlaub und Zeit. Es ging dann in einem Kleinbus erst mal 2 Stunden in die Anden, erst Landstraße, dann die Ausläufer und dann war man mittendrin. Da das Internet hier wirklich schlecht ist, nur ein paar Bilder. Kein Wunder, dass es hier soviele Buchläden gibt. Ein E-Book runterzuladen, würde vermutlich von Weihnachten bis Weihnachten dauern. Die restlichen Bilder kommen dann in den nächsten Tagen, oder wenn ich ab Mittwoch in Santiago der Chile bin.

Es hat im übrigen gerade – 22 Uhr Ortszeit – angefangen zu regnen. Vermutlich ein Feiertag hier, die ganze Provinz lechzt nach Regen.

Da fährt man dann mit obigem Gefährt hoch. Nix asphaltiert oder Schutz zum Abgrund. Das war schon etwas abenteuerlich.
Ein unentbehrlicher Reisebegleiter

La Tierra del Sol y el Vino

La Tiera del Sol y el Vino ist das offizielle Motto von Mendoza. Sol gibt es hier jede Menge und sogar kostenfrei. Sol von oben, von der Seite, und man hat das Gefühl sogar von unten.

Ich wollte das mit dem Vino dann doch auch mal testen, wo ich zufällig schon man da bin und habe eine Bodega Tour gebucht. Der Manager meines Apartments hat mich darauf hingewiesen, ich sollte bei einer akreditierten Agentur in der Fußgängerzone buchen. Meine Wahl war dann Mendoza Vijaes, auch weil dort Englisch gesprochen wird. Auch wenn mein Spanisch für Alltagssituationen zunehmend tauglich wird, wenn es um detaillierte Informationen bei denen auch um Geld geht besser Englisch. Abhohlung war laut Voucher die sehr angenehmen Zeit 8:45, es wurde dann kurz nach 9, alles im Rahmen. Ein Kleinbus der mich und 4 andere zu zwei Weingütern und einem angenehmen Mittagessen bringen sollte. Mit dabei – ein Pärchen aus Brasilien aus der Nähe von Sao Paulo und Sohn und Mutter aus Peru, aber in Santiago de Chile wohnend. Eher das höherpreisige Segment, was die Tour angeht. War es aber definitiv wert.

Wenn ich schon warte, kann ich auch mal die Wasserkanäle für den Schwarzwald fotografieren
Olivenbäume und entsprechende Produkte gibt es hier auch nicht zu knapp. Da Olivenbäume 5 Jahre benötigen, bis sie zum ersten Mal Früchte tragen und eher langsam wachsen, könnte der eine oder andere Baum hier bereits zu Zeiten der französischen Revolution gestanden haben.
Einfahrt zum Weingut Trapiche, Mendoza. In Europa noch weitgehend unbekannt………. Ein echter Geheimtip………………………..
Wir waren etwas früh da und hatten bis zum Start der Tour noch 30 Minuten Zeit. Gelegenheit das Gelände unsicher zu machen
Wein, direkt vorm Haus. Hätte ich auch gerne. Malbec
Die Bodega in Frontansicht
Das hängt hier dicht an dicht, Weintrauben satt.
Sehr apart. Das Restaurant derBodega.
Auf diesen Grill passt vermutlich ein ganzes argentinisches Rind. Sieht häufig gebraucht aus.
Keine Ahnung, wie diese Vögel heißen. Ich habe sie einfach mal Hochbein Tänzer getauft. Wackeln rum, als wenn ziemlich rum.
Eingang zum Restaurant
Eingang zum Museum der Bodega Traipche
Vermutlich Element jedes Traums jedes Betriebselektrikers bei WAFIOS jenseits der 50.
Ants Attack
Der weiße Wagen ist unser Tourbus, er hat uns zu dieser Bodega und einer weiteren gebracht, danach wurden wir von einem Kollegen abgeholt
Sehr liebevoll gemacht und gepflegtes Ambiente. Warten auf die Führung duch die Bodeda.
Keine Ahnung, wie das jetzt heißt. Ich habe es einfach mal Blaue- Blüten-vor-der-Bodega-in-Mendoza getauft. Sry. Namen finden ist nicht mein Ding. Duftet auch nur schwach.
Hier gab es auch mal eine Eisenbahnstation, ist aber mittlerweile stillgelegt
Der Rote-Beeren-hängen-herunter Baum.
Ahora, die Tour beginnt
Kurze Einführung in die Technik des Weinanbaus. Das folgt der Sonneneinstrahulung. Wein der viel Sonne benötigt, wird in einer anderen Richtung angebaut, als Wein der etwas weniger Sonne benötigt. Entsprechend ist der Ausbau auch mal oben, mal unten. Klingt logisch. Ausser einem zu dieser Uhrzeit bereits medium durchgebratenem Deutschen sind ca. 8 Braslianer, 10 Argentinier, 2 Peruaner und Miss Trapiche unterwegs.
Guten Wein zu machen ist eine Kunst. Welcher Wein, mit welchem Wein im Verhältins, in welchem Fass, wie lange, bei welcher Temperatur.. Dafür gibt es Meister, diese sind hier mit kleinen Täfelchen verewigt
Miss Trapiche. Vor einer Trapiche. Einer Mühle. Daher auch der Name der Bodega. Ich hatte ja den Eindruck, sie versuchte mit mir zu flirten. Vermutlich nur eine Reminiszenz an ihre Kindheit, als sie heimlich Extranjeros gefolgt ist, die sie für lebendig gewordene Ampelmännchen hielt.
Tnks mit Ab- und Anpumpstutzen. Temperatur strikt kontrolliert. Mit etwas Kenntnis vom Weinausbau war es noch möglich dem Vortrag zu folgen. Entiendo. No Problema.
Der Boden ist glatt, sehr glatt. Klar, wenn man Fässer rollen will. Einige Bowling Bahnen wären über diesen Boden froh.
Irgendwin Kunstwerk mit Bezug zum Weingut und Wein. Hier haben meine Sprachkenntnisse nicht mehr ausgereicht.
Endstation Sehnsucht. Bodega Trapiche.
Große Fässer zum Weinausbau, bei dem der Wein dann später weiter in kleinere Fässer umgefüllt wird. Kosten für so ein Fass ~ 20.000. Nix Peso, Euro. Nur das Fass, Nix Inhalt.
Nein, keine Alien Aufzuchtstation. Eine neue Form des Weinausbaus, Andere Form, Oxidation läuft anders ab.
Von oben aus dem Degustationsraum konnte man duch eine Glasfläche im Boden die Alienbrutstationen sehen. Die Mädels wollten irgendwie nicht über die Fläche gehen. Ich fands gut.
Degustationsraum. Das wird lecker………..
Der Aussenbereich ist auch sehr ansprechend
Da hätte ich auch nichts gegen ein Barbeque.
Eine Menge junger Damen. War schon lustig, in welche Posen, die sich für Selfies geworfen haben. Generell zählen wohl nur Fotos mit Menschen drauf. Ambiente wird eher nur als Hintergrund erachtet. Auch bei älteren Semestern.
Olivenbäume, wohin man blickt
Degustationsraum. Gleich geht es los
Der Dieter Bohlen des argentinischen Weins. Mein Urteil: Mehr, viel mehr. Und viel häufiger.
Die Auswahl der Weine. Nr.1 laut Miss Trapiche der Wein, mit dem man den Tag beginnen sollte. Nr.2 war eher flach. Nr. 3 ein echter Kracher. Im übrigen ist Malbec nicht gleich Malbec. Je nach Anbaugebiet – flach erher Landwein, höhere Lage intensiv und Mindburning ein deutlicher Unterschied.
Die Mäfels wollten unbedingt mal mein CAT Smartphpne ausprobieren.
Hat Spaß gemacht, war aber Caliente

Weiter geht es zur nächsten Bodega. Die Gegend sieht erst mal sehr trocken aus.

Das ist Wein
Nö, kein Wein. Das ist Hopfen, bauen die hier auch an.
Gemütliches Cruisen. Das ist nicht vergleichbar mit dem Verkehr in Rio. Das ist einfach Cruisen
Erst mal wieder warten Degustationsraum mit Kunst ,die Besitzer der Bodega Santa Julia, Familia Zuccardi, sind sehr engagiert in Kunst und sozialen Projekten.
Die geheime Schatzkammer. Nicht zu kaufen
Hier ist das eher Industrie
Kalt, 30.000.000 Flaschen im Jahr werden abgefüllt
Alles dokumentiert.
Auf die Kunst kommt es an. Mal französichsche Eiche
Dann amerikanische Eiche. Mal hier, mal dort je nachdem, was der Weinmeister will.
War eher Massenabfertigung. Und Nein, ich möhte keine englische Übersetzung. TENGO QUE APPRENDER ESPANOL. Ist ds so schwer zu verstehen?
Nix für Vegetrarier I
Der Herr in dem blauen Shirt ist aus Brasilien aus der Nähe von Sao Paulo und hat eine Fabrik für Plastikkleinteile, mit 40 Beschäftigten, die Dame links von ihm ist seine Freundin und arbeitet als Kindergärtnerin. Der Herr mit dem schwarzen Shirt kommt aus Peru, arbeitet aber in Chile bei einer Versicherung, die Dame rechts von ihm ist seiner Mutter, die am Tag vorher Geburtstag hatte. Offenbar eine Art Geburtstageschenk. Sehr sympathisch. Der Familienname der Peruaner ist im übrgien Chang, da offenbar der wenig gelittene Erzeuger Chinse ist//war.
Argentinische Empanadas – einfach gut.
Nix für Vegetarier II
Nix für Vegetarier III
Nix für Vegetarier IV
Schönes Ambiente Bodega Santa Julia

Morgen geht es in die Anden. Hoch. 6000 Meter, mal sehen