Museum del Oro – Bogota

Als ich meinen Sprachkurs in Bad Canstatt gemacht habe wurde im Kursbuch das Museum del Oro in Bogota erwähnt. Ich habe manchmal eine Schwäche für so etwas. Man möge es mir nachsehen. Aber da wollte ich dann doch unbedingt mal hin.

Und es ist unbedingt sehenswert. Nicht nur das Gold, die Verarbeitung, die Figuren, der Ausdruck, hinzukommen noch Tongefäße und Keramiken. Absolut eindrucksvoll. Die großen Museen in Bogota sind zudem am Sonntag kostenlos besuchbar, sollte man sich in Deutschland ein Beispiel dran nehmen. Zudem ist dieses Museum eines der wenigen, in dem fotografieren erlaubt ist.

Stärkung zwischendurch. Passierte Karottensuppe und eine Art Roulade mit Risotto
So eine Art Schnupftabakdose. Allerdings für Coca Blätter
Weiblicher Schamane

Cusco – willst du Frauen, Weed oder Kokain?

Nachdem ich mich langsam von dem Monstertrip auf den Mount Waynapicchu erholt habe, bin ich ein wenig durch Cuso gestreift. Die Stadt hat durchaus viel zu bieten. Es gibt den zentralen Markt, der neben der Markthalle in den Seitenstraßen viele für mich exotische und seltsame Waren zum Verkauf anbietet. Daneben den sehr touristischen zentralen Plaza del Armas.

Was definitv nervt sind die vielen Straßenhändler, Schuhputzer, Leute mit selbst gemalten Bildern, Schmuck, Touren, Massagen man wird alle 10 Sekunden im Innenstadtbereich angesprochen. Ich verstehe, dass die Leute Geld verdienen wollen, aber es nervt nach einiger Zeit einfach. Eine Massage habe ich mir auch gegönnt. War nicht schlecht. 1 Stunde durchwalken, man merkt, es sind keine ausgebildeten Massageexperten am Werk, aber man ist entspannt danach.

Nach 20 Uhr verwandelt sich die Atmosphäre in der Innenstadt von Cusco allmählich, die Straßenhändler werden weniger. Dafür treten Händler anderer Gewerbe auf den Plan. Es ist nicht möglich sich auf dem Plaza del Armas, dem zentralen Platz von Cusco auf eine Bank zu setzen und eine Zigarette zu rauchen (Rauchen in Lokalen ist streng verboten) ohne das innerhalb von Minuten ein mal mehr, mal weniger abgewrackter Typ auftaucht und dein neuer bester Freund werden möchte. Erst das Geplänkel, woher kommst Du, wielange bist Du schon in Cusco und wie toll Deutschland ist. Und dann? Willst Du Frauen, Weed oder Kokain?

Der Topagent hat sich als Pablo Escobar vorgestellt und er könne alle meine Wünsche wahr werden lassen. Prrrhhhhhhlllllllllll. Ich habe ihm gesagt, ich hätte seinen letzen Film gesehen, der schlecht war, und er solle mal eine Doktor aufsuchen. Fand er und seine Freunde nicht so prickelnd. Waren aber ausreichend Sicherheitskräfte vor Ort, daher kein Drama. Die haben sich dann getrollt. Zum Schluß habe ich dann immer nur noch gesagt: “ No entiendo“. Nix verstehen, dummer Tourist.

In Cusco gibt es einige interessante Museen (fotografieren leider verboten) und auch oberhalb der Stadt eine alte Inka Befestigungsanlage namens Sexywomen oder auch Saqaywaman. Die habe ich auch besucht und bin dabei in einer Nebengasse in eine Gruppe von 4 Strassenhunde gelaufen, die ihr Territorium meinten verteidigen zu müssen. Es blieb bei oberflächlichen Verletzungen bei mir. Ich hoffe aber die Hunde spüren noch lange die Tritte. Das ist definitiv ein weiteres Problem in Cusco. Die vielen Straßenhunde, die hier rumhängen und auch nachts einen Lärm ohne Ende veranstalten und von denen manche durchaus aggressiv sind.

Es regnet in Cusco im Februar recht oft. Für ein paar Stunden, dann kommt die Somme wieder raus. Das gibt dann aber solche Bilder wie vom Plaza del Armas.
Sogar mit zweifachem Regenbogen.
Ich wusste nicht was passiert. Aber offenbar war eine örtliche Trachtengruppe im Anmarsch.
Die Musiker marschieren hinter her. Das hat schon Spaß gemacht und viel positive Vibes verbreiet.
Saft, der aus schwarzem Mais zubereitet wird. Mit Zucker. 1 Sol. 33 Cent.
Überall noch die alten Grundmauern der Inkazeit, auf den aufgestockt wurde.
Neben der Markthalle in Cusco. Man findet alles, alte HP Switche, Jeans, Bücher, Fleisch, Gemüse – you name it.
Auch handgefertigte Musikinstrumente..
Baby Alpakafelle vor der Verarbeitung.
Fährt, und fährt und fährt.
Ein Versuch in peruanisch-deutscher Küche. Hat insgesamt 20 Sol auf dem Markt gekostet.
Bohnen, erst mal kochen.
Das links war auf Verdacht. Das rechts sind Karotten und Aloe Vera.
Schemckt ein wenig wie Kurkuma, aber ohne Kreuzkümel.
Sehr intensives Rindfleisch, mariniert in einer Pisco-Orangensaftlösung um den Geschmack etwas zu lindern.
Ich dachte, es seien so was wie Paprika. Tatsächlich war es sehr scharf, daher nur wenig davon.
Selbstgemachtes Ketchup. Sehr lecker.
Das war sehr lecker. Aberanders als peruanische Küche. Das Verhältnis von Gewürzen und Zutaten ist anders, als man es von europäischer Küche gewohnt ist.
Die Treppe auf der ich die blöden Köter getroffen habe. Ich habe dann umgedreht und lieber ein Taxi genommen.
Inkabefestigung über Cusco. Hier wären die Spanier fast gescheitert. Schaut man sich die Steine und Befestigungen an, weiß man warum.
Zeremonienanlage in der Befestigungsanlage.
Von oben auf den Plaza del Armas
Viva el Peru
Auch hier ein Christus Statue
Back in Cusco
Andenken an Cusco. Scheiß Straßenköter

Nachtrag Amazonas Peru 31.01 -02-20.2020

Hier die Bilder aus dem Amazonas Gebiet in Peru. Das nächste Mal schaue, ich dass ich eine seriösere Agentur bekomme. Aber auch so hatte ich schöne und beeindruckende Momente.

Wie bereits schon geschrieben ging es von Iquitos ungefähr 100 Kilometer über die einzige Hauptstraße in eine Provinzstadt namens Nauta, mit ca. 20.000 Einwohnern und von dort aus noch einmal ca. 1,5 Stunden in den Dschungel, an den Rand eines geschützten Gebiets.

Die Affen sind schon etwas dressiert und wissen, wenn ein Boot vorbeikommt besteht Hoffnung auf Früchte von Touristen.
Baumlodges gibt es hier auch.
Das spiegelt sich unglaublich im Wasser.

Nachtrag Belen Markt Iquitos – 04-02-2020

Jetzt mal ein Nachtrag, zu den fehlenden Tagen in Iquitos. Internet war böse. Daher jetzt nachgeschoben.

Ich hatte für den Belen Markt einen Guide über den Manager meines Apartements engagiert. weniger weil ich mich da alleine nicht hingetraut hätte, sondern weil ich jemand mit dabeihaben wollte, der mir die Sachen vielleicht auch etwas erklärt. Im Anschluß haben wir noch eine kurze Bootstour zu den Floating Villages rund um Belen gemacht.

Danach habe ich mit ihm noch eine Tour zum Industriehafen in Iquitos unternommen.

Der Belen Markt ist der zentrale Einkaufsmarkt, es gibt noch andere kleine Märkte in den Stadtteilen. Aber der Belen Markt ist riesig und wird ab 4 Uhr morgens mit Produkten aus dem Umland, von den Fischern und von Jägern und Sammlern aus dem Urwald beliefert. Selbst mein Guide musste bei einigen Früchten, Nüssen, Fischen ua. passen. Ab 12 Uhr ist dann aber auch Schluß. Auch besser, da es hier extrem heiß ist und die Luftfeuchtigkeit enorm ist. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn der Markt bis in die nachmittags- oder Abendstunden dauern würde. Ich denke dann würde einges der Ware wieder lebendig werden und durch den Markt wandern.

Auf dem Weg zur Bootsanlegestelle in Belen sind wir dann durch Gassen gekommen, die waren einfach unglaublich. Zweistöckige Betonhöhlen. lediglich mit Fentsteröffnungen und Türöffnungen nach vorne. Natürlich ohne Fenster und Türen, drinnen spärliche Möbel aus Sperrholz, gekocht wird auf Kohlegrill. Dreckig, unglaublich stinkend. Die Hölle. Ich habe schon einiges gesehen. Aber das waren die menschenunwürdigsten Behausungen, die ich je gesehen habe. Dagegen waren die Slums in der Dom Rep, die Barackensiedlung direkt an der Autobahn bei Port Luis auf Mauritius oder die Altstadt von Hanoi Kurorte. Die Stadtverwaltung schickt 6 mal im Jahr Trupps durch, die DDT versprühen. Hier gibt es alles, Gelbfieber, Malaria, Dengue Fieber. Zweistöckig sind die Behausungen, da in der Regenzeit der Pegel um ca. 2 Meter ansteigt und dann nach oben gewandert wird, die Stege sind auf den Fotos auch zu sehen.

Zitrusfrüchte, Kartofflen wohin das Auge blickt, Kartoffeln und auch Mais werden aber aus anderen Landesteilen per Flußschiff importiert. Das wächst im Urwald nicht.
Bananenblätter, selber Gebrauch wie in Asien. Dient als eine Art Wrap für Fisch, Fleisch und Gemüse.
Die Rollen sind Fisch. Von großen Fischen….
Fisch wohin man schaut, groß und klein.
Die großen Bananen sind zum Kochen, es gibt aber auch noch kleinere Größen für den Süßverzehr.
Sogar Oliven gibt es hier. Auch importiert.
Chili. Ich würde niemandem, der noch Hoffnungen auf Geschmackserlebnisse hat empfehlen, mehr als zwei der kleinen gelben Kügelchen zu probieren. Das ist die Atombombe unter den Chilis.
Zitronenmelisse. Mein Guide war erstaunt, dass es das auch in Deutschland gibt und ähnliche Verwendung hat.
Rinden, Kräuter, Geheimnisse der Urwaldmedizin.
Hier musste mein Guide dann auch passen.
Der natürliche Lebensraum der Katzen in Südamerika sind Märkte und Parks. Wenn wunderts.
Ca. 1,80cm. Gibt es bis zu 3 Meter groß auf dem Markt
Urwaldfleisch, auch vom Affen.
Gürteltiere. Da schienen die Leute etwas unglücklich zu sein, als ich das fotografierte.
Einfach lecker. Ich habe ein kleines Stück vom Grill probiert. Super zart, saftig und aromatisch. OHHHHHH.
Extrem frisch, da riecht nichts nach Fisch.
Auch Lebendgeflügel ist zu kaufen.
Etwas Schildkröte gefällig?
Ich habe mich an die Eier gehalten. Schmeckt aber nicht nach viel. Reines Eiweiß, die Soße dazu war aber lecker.
Der leckerste Saft den ich je getrunken habe. Frucht hoch zehn. Einfach nur Furcht, Frucht.
Auch getrockneten Fisch gibt es.
Rindfleisch ist eher selten. Aber Schweineflleischprodukte gibt es in vielen Variationen. Hier die typische Grillwurst für das Barbeque in Iquitos.
Die Wurstringe bestehen aus Reis, Schweineblut und Schweinefett. Gegrillt sehr lecker.
Maniok, wird gemahlen. Mit Zweibeln und Gewürzen zu einer Kugel geformt und frittiert. Das tägliche Brot in Iquitos.
Willkommen in der Hölle. Unglaublich und eigentlich auch unbeschreiblich.
Der Gestank war ebenfalls unbeschreiblich.
De Marke der letzten Regenzeit. Ich bin 1,84 und musste nach oben fotografieren.
Dagegen ist das schon erholsam.
Die Flixbusvariante hier. Hält überall, nimmt alles mit, dauert aber länger.
Mein Guide, hat sich als Joaquim vorgestellt, so steht es wohl auch in seinen Papieren. Er sagt aber er heißt eigentlich Basquet – falls ich ihn da richtig verstanden habe. Aber ihm und seinen Leuten hätte man schon fast alles genommen, ihre Sprache, ihr Land und ihre Kultur. Er trägt das T-Shirt extra, damit mir nichts passiert. Eigentlich ist er nur Mototaxi Fahrer mit guten Englischkenntnissen.
Floating Village gegenübervon Belen. Wirkt sauber, gelassen und aufgeräumt.
Holzwirtschaft ist einer der wenigen Wirtschaftszweige in der Gegend, daneben gibt es noch etwas Erdölförderung, Flusshandel, bisschen Tourismus, Drogenhandel – und Schmuggel.
Nö, kein Bootsfriedhof, Flixbusstation.
Das örtliche.
Beate und Luisa?
Ich will auch schwimmen. Es ist soooo heiß und schwül.
Hausschlachtung.
Weiter geht es zur nächsten Bootsanlegstelle durch die Straßen von Iquitos. Es sieht aus wie in Asien, überall Straßenstände, TukTuks, Leute wuseln rum.
Ein Luxusrestaurant am Malecon von Iquitos, von wo wir das Boot für den Trip zum Industriehafen genommen haben.
Die Natur hier ist einfach geil……………………
Auch vor dem Malecon gibt es Flußhäuser, überwiegend bewohnt von den Händlern und Garküchenbetreibern am Malecon.
Das ist mein Apartement, rechts oben, mit den großen Fenstern und dem Balkon. Vermutlich die beste Aussicht auf die Bucht von Iquitos. Hat alles, Aircon, Küche, fließendes kaltes und warmes Wasser, so-called Wifi. Darunter die Flußhäuser der Einheimischen, die das nur sehr bedingt haben. Und die auch sonst wenig haben. Ich war immer etwas unausgeschlafen, da die Leute um 4 morgens begleitet von lauter Musik aufstehen. Hinzu kam die Hitze und Luftfeuchtigkeit. Ich werde den Teufel tun und mich beschweren.
Ein Museumsschiff zur Flußschifffahrt auf dem Amazonas. Habe ich aber nicht besucht.
Nein, kein Flixbus. Ein Geisterschiff, niemand weiß mehr, wem es gehört und jetzt liegt es halt da……
Tankstelle, leider kein Sprit, Der Strom für die Pumpe ist ausgefallen.
Ein Luxusflussschiff. 3000 Dollar die Woche. Es gab da wohl ein paar Überfälle in den letzen Monaten, daher ist Nachfrage deutlich heruntergegangen.
Marine ist hier sehr stark vertreten. Gegen Schmuggel, Rauschgifthandel und Co. Offiziell
Das Schiff und zwei weitere gehöhren offiziell auch zur Marine. Dienen aber dazu abgelegene Ortschaften zu besuchen für medizinische Versorgung, Einwohnerzählung, Bildungsaufgaben.
Erdölbunkerschife und Zubhör.
Der größte Reeder vor Ort. 60 Schiffe. Wohl auch der größte Mafiapate und Rauschgiftbaron. Jeder weiß es, auch die Marine. Folgen – keine.
Endlich eine Tankstelle mit Strom. Dem Stirnrunzeln des Bootsführers nach, hatte ich schon befürchtet, dass körperliche Ertüchtigung in Form von Paddelantrieb zurück nach Iquitos notwendig wird.
Ihr könnt ja mal zählen, irgendwie 15 Leute, alle Lachen und haben Spaß. Das war lustig und schön anzuschauen. Wohl eine Großfamilie aus den entlegeneren Gebieten zu Besuch in Iquitos.
Flixbus unterwegs.
Ein Floating Village vor Iquitos. Nennt sich Isla de Iquitos.
Das nächste Mal, buche ich hier einen Platz und fliege in den echten Dschungel.
Ein Luxusrestaurant mitten im Fluß. Von Iquitos aus gibt es einen Transfer per Boot. Auch schwerbewaffnet. Auch hier hat es wohl Probleme mit Überfällen gegeben. Ich fand das aber alles sehr friedlich.
Ich habe jetzt zwei. Einen aus dem indischen Ozean, einen vom Amazonas. Meeting of the Worlds.

Kokaesser

Heute war Castortransport vom Dschungel in die Anden angesagt. Von 104 Meter über dem Meeresspiegel zu 3400 Meter über dem Meeresspiegel. Von 28 Grad Höchstemperatur( ja, es hat heftig abgekühlt in Iquitos, der Himmel hat geweint, als ich abgereist bin, davor waren es 34-35 Grad) und schwülwarm zu 20 Grad und mitteleuropäisch.

Es ging von Iquitos mit Zwischenstop in Lima nach Cusco. Vollkommen problemlos. mIt Latam Airlines. Selbst die eine Stunde Aufenthalt in Lima war problemlos. Check-out, neues Check-In, Boarding, Hat alles gepasst. Gepäck ist mitgekommen. Fast schon langweilig. Lediglich beim Security Check in Lima wurde mein giftfroschgrüner Reisepass etwas skeptisch betrachtet. Da aber Inland gab es keine Probleme. Sogar die exotischen Tränke, die ich für meine Nachbarn in Frankfurt besorgt habe, die ein wenig auf meine Wohnung und Post aufpassen, haben die Reise überstanden. Vermutlich hätte ein Austreten der Flüssigkeiten auch eine sofortige Notlandung erforderlich gemacht. Das Zeug habe ich auf dem Markt in Belem gekauft, und es ist unklar, was das eigentlich ist.

Die nette Verkäuferin hat sich an allen möglichen Köpertteilen gerieben, etwas irre gegrinst und mit ihrem Finger in verschiedene Himmelsrichtungen gewiesen. Ich hoffe ich habe bald noch nette Nachbarn und keine Schrumpfkopfjäger neben mir wohnen.

Gewicht ist momentan bei 20,3 Kilo. 2,7 Kilo habe ich noch, bevor ich eine zweite Gepäckeinheit buchen muss. Mal schauen.

Der Kontrast ist heftig. ist musste schon schnaufen auf dem Weg in mein neues Apartement wie eine alte Andeneisenbahn. Yolanda, die Mangerin hat mir dann auch empfohlen erst mal Kokablätter zu kauen. Schmeckt ein wenig wie Gras und ist im Abgang bitter. Wirkt aber und ist auch etwas berauschend.

Bestes Frühstück in Iquitos. Aber verglichen mit Europa immer noch günstig. Pancackes mit Schokolade. exotische Früchte in einer Schale, Kaffee, frischer Saft, dick wie Sirup.
Die bieten auch Touren an, gute Touren, hätte ich mich besser informiert, hätte ich hier gbucht. Die Tripadvisor Ratings für Iquitos kann man knicken. Ich vermute mal, die schreiben die Agenturen selber.
Noch ein kleiner Rundgang über den Malcon in Iquitos.
Restaurant Fitzgeraldo in Iquitos. Lecker, aber die Leute sind etwas hochnässig…
Nette Bar, mit lustigen Bedienungen. Leckere Pisco Varianten und lokale Cocktails. Empfehlenswert.
Ich gehe, der Himmer lweint.
Auch am Flughafen gibt es Palmen, Palmen, Palmen.
Noch eine Stunde bis Boarding. Mal rüber über die Straße. Könnte so auch 1.:1 aus Vietnam oder Kambodscha sein.
Nich Bus, oder Rampe. laufen ist angesagt.
Das nächste Mal nehme ich so etwas oder ein Wasserflugzeug und gehe in den richtig tiefen Dschungel.
Über den Wolken nach Lima
Lima, mehr als 8 Millionen Einwohner. zur Zeit der spanischen Kolonialherrschaft das wichtigste Zentrum in Zentral Südamerika
Öde, Flughafen
Let’s go Cusco
Gletscher in den Anden. Muss schon hoch sein. Ich den 5000 -6000 Meter.
Im Gegensatz zu den Anden in Argentinien und Chile ist hier ziemlich viel grün. Und man sieht auch die typischen Terassenfelder.
Sogar Böume gibt es.
Cusco, ca. 300.000 Einwohner. Für die Inka war hier der Mittelpunkt der Welt. Dazu später mehr.
Erst mal tief Luft holen. Nach Dschungel ist das hier Luftkurort. Frisch, kühl, angenehm.
Überall kleine verwinkelte Gassen. Ganz anders, als alles andere bisher in Südamerika.
Die Grundmauern sind noch aus der Inkazeit. Das haben die Spanier erst mal aller zerstärt, die Einheimischen haben die Grundmauern aber weiterverwendet.
Mehr als 600 Jahre. Mauern ohne Mörtel. Passgenau zugeschlagen und aufeinandergefügt.
NOch ein wenig in der Innenstadt spazieren.
Die hiesige Haushaltsapotheke

Einmal Dschungel hin und zurück

Am 31.01 ist es dann losgegangen mit meiner Dschungeltour. Etwas überraschend waren um 8:40 auf einmal zwei Motorradfahrer in meinem Apartement und meinten, es müsste jetzt ganz schnell gehen, Auto kommt gleich und GalammaGalamma. Wäre ich nicht noch etwas unausgeschlafen gewesen von meiner Ankunft kurz nach Mitternacht hätte ich Ihnen gesagt, Stop – ausgemacht war 9 Uhr. So habe ich kurzerhand alles was mir in die Hände fiel in meinen Daybag gepackt. Es war zum Glück alles notwendige dabei.

Iquitos ist eine Provinzhauptstadt mit ca. 500.000 Einwohnern, viel Industrie aus etwas Erdölförderung, Holzfällen und Landwirtschaft gibt es nicht. Die Leute hier leben von diesen Industrien , von der Landwirtschaft, vom Fischfang und ein wenig vom Tourismus. Iquitos war aber zu Zeiten als Kautschuk ein sehr begehrter Rohstoff für die boomende Industrie im 19 Jahrhundert war eine absolute Boomstadt, davon läßt sich auch noch einiges im Stadtbild finden

Es ging dann mit einem Minibus zu 9 weiter in eine Provinzklainstadt namens Nauta, etwa 100 Kilometer, Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden. Danach weiter ca. 1,5 Stunden in ein Base Camp/Lodge am Rande eines Nationalparks. Mit dabei, eine 23 jährige aus UK, zwischen Bachelor und Master, sehr dem Weed zugetan, ein den Fremdsprachen nur bedingt mächtiger junger Japaner, ein 26 jähriger Australier, der seine Job im Marketing geschmissen hat, zwei sehr junge Österreicher, mit ganz wenig Kohle, die man in Santigo de Chile wohl ziemlich durch die Mangel gedreht hat, ein Schamane, ein Guide, der Fahrer und meine Wenigkeit.

Gebucht hatte ich vorab, über Tripadvisor, bei einer Agentur namens Shitty Jaguar Tours (Pardon Jimmy Jaguar Tours), da ich den Haien vor Ort aus dem Weg gehen wollte,. Jimmy Jaguar Tours haben dort eine recht gute Bewertung, nicht billig, nicht teuer. Wie sich herausstellte eine Fehlbewertung. Naja, bei Tirpadvisor kann jeder eine Bewertung abgeben. Veröffentlicht werden meist nur die, gegen die die Touranbieter keine Einwände erheben. Ich werde in Zukunft um Tripadvisor einen großen Bogen machen.

In Nauta hatten wir dann Gelegenheit noch Dinge für den DSchungel zu kaufen. Unser Guide, Edgar ist sein Name gewesen, hat uns wie nicht ganz unüblich natürlich zu einem Straßenladen geführt, bei dem er sehr wahrscheinlich Prozente bekommt. Das war mit zu billig das Zeug, da ich es auch noch in Cusco verwenden will, daher bin ich in die nächste Ferreteria gegangen. Belohnt wurde das dann mit Gummistiefeln in Größe 43, meine Schuhgröße ist 41 im Base Camp, bei der Schuhausgabe. Andere sind nicht da. Wohl so eine Art Joke-mit-Gringos Attitüde. Entsprechend bin ich dann im Dschungel und wenn immer Gummistiefel notwendig waren wie eine Art überdimensionierter Donald Duck rumgewackelt. Im Gegensatz zu einigen meiner Gruppe bin ich aber weder auf die Schnauze noch in ein Wasserloch gefallen.

Ich hatte 4 Tage in einem Outdoor Camp gebucht. 3 Nächte Camping. Bekommen habe ich 4 Tage in einem sehr basic Base Camp /Lodge. Der erste Tag war noch ganz lustig. Wir sind rausgefahren mit einem Boot, haben die nähere Umgebung erkundet, es waren auch ein paar Delfine zu sehen, auch die rosafarbenen, die es nur hier gibt. Die Natur ist hier einfach nur gigantisch.

Das Camp war wirklich basic, die Mahlzeiten waren nur dazu da Kalorien aufzufüllen, und die perunanische Küche kann sehr gut sein. Und drumherum gibt es einige Dörfer, die leckeren Fisch und exotische Früchte anbieten. Nada, es gibt Reis, Hühnchen und Bohnen, Melonen und Mangos. Mitgebracht aus Iquitos.

Am Ende des ersten Tages kam dann eine Nachtwanderung. Unsere UK Lady -Loreen – hat Temperament. Was sich in diesem Fall dadurch auszeichnete, dass in etwa alle 5 Sekounden ein herzhaftes „Fuck off“, „Shit“, „Go away“, „Fuck off“ ertönte, was auch kein Wunder ist, wenn man mit schwarzen Klamotten in den Dschungel geht. Moskitos liiiieeeeeben dunkle Farben. Dementsprechend hat auch jedes größere Tier bei diese Präsentation britischen Wortschatzes schleunigst reissaus genommen.

Die Nachtwanderung verlief darüberhinaus weitgehend unspektaulär rund um das Base Camp, ca. 1 Stunde. Es war deutlich zu sehen, dass hier kontiniuierlich Leute vorbeikommen. Mit Dschungel war da nix. Ein paar Spinnen, ein halbtoter Kayman, ein paar mickrige Vogelspinnen und „Fuck off“, „Fuck off“, „Fuck off“…

Am zwieten Tag ging es dann auf eine „Dschungeltour“. Auch hier war deutlich zu sehen – hier sind Leute heute und in den letzten Tagen durchgekommen. Unser Lady ist dann mal herzlich von einem was wohl begleitet in ein Wasseloch gefallen? Es fängt mit F an und hört mit F auf. Unser Guides waren auch nicht in der Lage Tiere zu finden, die Tiere die wir gefunden haben, wie etwa einen Ameisenfresser, haben die Leute in der Gruppe gefunden. Auf dem Rückweg hat sich dann der lokale Guide, Juliano, der zusäztlich dabei war, weil sich Edgar, der Mainguide, zwar theoretisch mit Natur auskennt und Englisch kann aber von der Gegend keine Ahnung hat und aus einem Ort 300 Kilometer entfernt stammt, mit dabei war verlaufen. Wir sind dann 30 Minuten in Serpentinen herumgelaufen, bis er wieder eine bekannte Wegmarke gefunden hat.

Damit wir für das Fotoalbum wenigstens ein paar Tiere bekommen, wurden wir dann in das ca. 3 Minuten entfernt gelegene kleine Dorf geleitet. Ca. 250 Einwohner, sehr auf Touristen ausgelegt, über Schilder, Souvenirs BlaBla. Dort konnten wir dann drei als Hausbesetzer wohnende Faultiere fotografieren und Souveniers kaufen. Danach durften wir eine Anaconde gegen Entgelt fotografiern und Souveniers kaufen. Danach in einen Dorfladen gegen, hochprozentiges Urwaldviagra und….. Souveniers kaufen.

Lustig war es aber, als unser Guide, Edgar, nach ca. einem halben Liter hochprozentigem „Urwaldviagra“, den er vermutlich als Provision bekommen hatte, begann mit seiner Potenz zu prahlen. Er könne immer und überall drei Mal hintereinander, unser Japanischer Feund sei vermutlich eine Sex Maschine usw. – sehr apart……

Für mich sehr überraschend gab es dann am Abend eine Ayahuasca Zeremonie im Camp, Ich habe damit wenig am Hut, ich bin kein sonderlich spirituell interessierter Mensch. Ich wurde auch gefragt – 150 Soles. Ca. 42 Euro. Nö Danke, weniger wegen dem Geld, ich habe keine Lust dazu. Überraschenderweise wurde ich dann aufgefordert, obwohl in keiner Weise an diesen Dingen interessiert und involviert alle Lichter zu löschen, jedes unnötige Geräsuch zu vermeiden, um die Aya Dingsbums Zeremonie nicht zu stören. Ich saß dann da, in einem Base Camp, im Amazonas, im Dunkeln, mit Moskitos – und habe zugehört wie der Schamane mit Leidenschaft singt und trommelt und andere Leute wenn nicht ihr Bestes, so dann doch alles andere was in Ihnen ist geben.

Zu meinem Leidwesen wollte man mir dann auch kein Bier mehr aushändigen. Lediglich die Drohung am nächsten Tag abzureisen hat dazu verholfen in das drei Minuten per Boote erreichbare nahegelegen Dorf gebracht zu werden. Hätte ich mitten im Amazonas noch weiterzuhören müssen, wie sich Leute die Seele aus dem Leib kotzen, begleitet vom monotonen Geleiere eines Schamane, in Dunkelheit, umgeben von geflügelten Blutsaugern, die meine Nähe, und nicht nur das, suchen, ich wäre Amok gelaufen. Im nahen Dorf habe ich mich dann mit Jan aus Ulm und Benjamin aus Montana nach Kräften betrunken, so dass ich die fortdauernde Zeremonie im Base Camp nach meine Rückkehr nach Kräften mit einem Schnarchkonzert begleiten konnte.

Von weiteren Aktivitäten mit Shitty Jaguar Tours habe ich dann Abstand genommen, mich abgesetzt und einfach die Natur betrachtet, die ohne jeden Zweifel wunderschön ist. Zumal sich das Base Camp mittlerweile mit Benjamin und Jan, einem Pärchen aus Japan, einem älteren Herren, zwei Holländerinnen und weiteren 6 Touristen, entsprechen weiteren Tourguides und Mitarbeitern im Camp in einen Ort des Massentourismus zu entwickeln schien. Himmel, sogar der Dschungel ist schon überlaufen…….

Drollig fand ich es aber, als mein ehemaiger Tourguide von einer Angeltour zurückkam. 8 mickrige Pyranhias. Deutlich kleiner als ein 5 Euro Schein. Stolz wie Oskar hat er die Beute präsentiert. Nun ja.

Der Tag der Abreise war auch sehr interessant, aus meiner Gruppe hatte ausser mit und Tim aus Australien keiner mehr Bargeld dabei. Alles investiert und Bier und Souveniers. Der Gesichtsausdruck der Gudies als ich ohne einen Centavo Trinkgeld zu geben ins Boot zur Abreise gestiegen bin, war herrlich. Etwas gedrückt verlief der Rücktransport. War mir aber egal.

Als Hinweis -niemals, unter gar keinen Umständen eine Tour bei Shitty Jaguar Tours in Iquitos buchen. Das ist Disneyland für Kiddies, aufgegabelt in den Hostels in Iquitos.

Fotos kann ich leider erst senden, wenn ich wieder eine stabile Internetverbindung habe. Das ist hier in Südamerika durchaus ein Problem ausserhalb der Hauptstädte.

Ein gemütlicher Tag in Lima

Ich bin heute einfach mal ein wenig in Lima im Stadteil Mirafloes rumglaufen. Mal an den zentralen Park in Miraflores, mal zur Küstenline. Weiteres kann ich unternehmen, wenn ich auf dem Weg nach Kolumbien hier noch einmal einen Stop-Over habe.

Das Wetter ist hier deutlich anders. In Santiago de Chile waren es um die 33 Grad mit 30% Luftfeuchtigkeit. Hier sind es 29 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit, da muss man hin und wiedermal eine Pause einlegen. Du auch Dad!

Llegó a Lima

Ich habe heute vormittag meine Zeit in Chile beendet. Der Fahrer war sogar etwas zu früh dran. Vermutlich ein Zeichen, das es wirklich Zeit ist dieses Land zu verlassen.

Der Flug mit einer Fluglinie namens JetSmart verlief komplett unspektakulär. Ist allerdinge eine Billgfluglinie, d.h. man bezahlt wirklich für alles extra. Der Flughafen in Santiago de Chile ist überraschend klein, für eine Stadt mit 8 Millionen Einwohnern, von der Größe her irgendwo zwischen Stuttgart und Berlin, aber kein Vergleich mit Frankfurt.

Ich hatte das Apartement in Lima jetzt sehr kurzfristig gebucht. Offenbar fand auch der Vermieter das etwas ungewöhnlich, daher habe ich hier 300 Dollar Kaution hinterlegen müssen. Dafür hat er mich dann in ein größeres, näher zum Pazifischen Ozean gelegenes Apartement gebracht. Sehr schön, und hat wirklich alles was man braucht.

Und hier scheint auch das böse Karma, das mir Freddy auf der Tour durch die Anden angehängt hat, verflogen zu sein. Die Menschen sind wesentlich fröhlicher und freundlicher. Ich höre gerade sogar Lachen durch das offene Fenster von nebenan. Auch hier wird man hin und wieder gemustert, es hat aber nicht diese feindseelige Aura aus Santiago de Chile. Offenbar bin ich aber doch etwas geprägt von Santiago de Chile. Ich wäre vor Schreck fast zur Seite gesprungen, als mich eine Mitarbeiterin tatsächlich freundlich gefragt hat, ob sie mir helfen könne, als ich etwas verwirrt durch meinen ersten peruanischen Supermarkt gelaufen bin.

Flughafen Santiago de Chile
Ist so in 95% der Flughäfen weltweit zu finden.
Ein Abschiedsgruß von den Osterinseln
Das ist schon Lima – bitte keine Taxis rufen scheint auf den Plakaten zu stehen
Aus dem Taxifenster, erste Eindrücke
Es ist hier bewölkt und bei weitem nicht so warm, wie in Santiago de Chile oder Mendoza. Ledilgich 25 Grad, aber die Luftfeuchtigkeit ist deutlich höher.

Stadtführung Santiago de Chile

Nachdem ich die Stadt zunächst alleine etwas erforscht habe, wollte ich mir mal ein paar Erklärungen abholen und habe bei einer Agentur eine Stadtführung gebucht. Nicht gerade günstig. 70€ für 4 Stunden, versprochen war Food und Markets. Das Geld war es aber wert.

Unser Guide Nikolas ist sehr gut vernetzt, spricht sehr gut englisch und war ausdauernd mit den penetranten Fragen der Gringos. Es war allerdings auch ein drastischer Unterschied mit ihm unterwegs zu sein und danach ohne ihn. Da ging das Freundlichkeitslevel der Chilenen dann plötzlich wieder auf arktisches Niveau herunter. Mit dabei eine nette aber etwas scheue Australierin, die nach 5 Wochen Südamerika heute Nacht noch ihren Rückflug antritt und ein Pärchen aus Washington DC, das ihren zweiwöchigen Jahresurlaub für eine Reise nach Südamerika investiert hat.

Lustigerweise werde ich die beiden Jungs aus Washington morgen wiedertreffen, da wir zufällig dieselbe Tour nach Valparaiso, Vina del Mar und zur Bodega gebucht haben. Wir haben beschlossen, wer zuerst im Bus ist, hält für die anderen Platz frei.

Start war am Staatssitz. Plaza de Constitucion
Der unglückliche erste sozialistische Präsident Allende. Totgebombt von den eigenen Militärs im obigen Präsidentenpalast mit freundlichem Ratschlag und Unterstützung der CIA.
Mein Güte, geh weg. Ich will ein Foto machen.
Wallstreet Santiago de Chile
Ein Lokal, das es sich auf die Fahnen geschrieben hat tradtionelle Küche zu bewahren.
Eine Offenbarung. Es gibt tatsächlich leckeres Essen in Chile. Die Zusammenstellung aus selbstgemachter Mayonaise, Schweinefleisch und Zwielbeln war einfach lecker.
Orgnisierter Schuhpuztshop. Sehr stark frequeuntiert.
Schneider und Schilling. Deutscher Einfluss in Chile
Hot Dog Allee am Plaza de Armas. Heißen hier irgendiwe Completos. Die populärste Variante ist nach den italienischen Landesfarben benannt. Mayoniase, Avocado, Ketchup
Das hinter dem LKW ist das Postamt, ca. 150 Jahre alt
Showroom der Hot Dog Allee
Da ich gestern schon auf dem Platz war, mal ein kurzer Abstecher in die Kathedrale. Der Show Room.
Hier sollte man ruhig sein. Seitenteil. Hier wird tatsächlich gebetet.
Putztag am Plaza del Armas
Eine endemische Art in Chile der Palme, ca 350 Jahre alt.
In einer der Nebenstraßen des Plaza de Armas gibt es Esoterikbuden. Hier kann man sich die Zukunft voraussagen lassen. Ganz offiziell und besteuert. Wers braucht…………
Fischmarkt Santiago de Chile
Alle möglichen Arten von Muscheln, auch solche die man definitiv in Europa nicht kennt. Mehr oder weniger frisch aus dem pazifischen Ozean.
Keine Ahnung woher das Blau kommt. Marvin? Spielst Du wieder?
Die Viecher sind ca. 1 Meter lang. Eine Art Aal.
Showroom in der Fischhalle.
Metro in Santiago. Ähnliches System wie in Buenos Aires und Rio. Man organisiert eine Karte, lädt diese mit Guthaben auf. legt diese auf ein Lesegerät am Drehkreuz und fäht los. Der Preis ist unabhängig von der Länge. Eine Station oder Zehn. Immer derselbe Preis.
In der Metro ist offiziell musizieren verboten. Wird aber doch manchmal gemacht. Offiziell ist nur hier das misizieren erlaubt.
Meine Reisebegleitung. Sehr sympathisch.
Vega Central Markt in Santigao de Chile
Cat Content. Davon gab es hier viele. Das Rätsel ist gelöst.
Aus dem schwarrzen Mais wird ein Getrünk gemacht. Mal sehen, ob ich das irgendwo bekommen kann.
Laut Nikolas der beste Kaffee in Santiago de Chile.
Maniok.
Beeren gibt es auch und die sind sehr lecker.
Einer der Flüße rund um die Stadt mit Sedimenten aus den Anden. Es gibt noch einen anderen, aus dem das Trinkwasser gewonnen wird. Hier gab es eine kleine Konfrontation mit einem Obdachlosen, der offenbar der Meinung war, er müsste Geld bekommen für Fotos, die niemand von ihm gemacht hat.
Der laut Nikolas europäischte Teil Santiago de Chiles.
Nette Bar, Kaum war Nikolas weg, wurde man nur noch mit dem Arsch angeschaut.

Auch noch so ein Erlebnis der besonderen Art. Nach der Tour war ich noch in einem Supermarkt. Danach musste ich bei einer Straßenüberquerung warten. Neben mir ein chilenisches Pärchen. Die sind dann demonstrativ drei Schritte nach rechts gegangen und haben mich angestarrt als wenn ich der Coverboy von“Kinderschänder Online“ bin. WTF.

Bio Bio und Co.

Der Beitrag ist eigenlich vom Domerstag, 24.01.2020. Irgendwie hat das USB Interface meines Smartphones für den Upload der Bilder den Geist aufgegeben. Hat etwas gedauert mit einem Workaround über die Google Cloud.

Eine meiner Spanischlehrerinnen in Bad Cannstatt ist aus Chile, ihr Name ist Bea, und sie hat mir empfohlen, wenn ich Märkte mag, soll ich mal bei Bio Bio vorbeischauen. Das ist von meinem Apartment in der Avenida San Francisco im Barrio Paris-Londres ungefähr 4 Kilometer nur die Straße immer runter. Daher habe ich mir gedacht, ein ausgiebiger Morgenspaziergang, irgendwo unterwegs frühstücken und mir dem Markt anschauen (Und ja, Bea, ich passe auch meine Wertsachen auf, peligrosso und so).

Leider gibt es hier ausserhalb der direkten Innenstadtgebiete die netten kleinen Cafes aus Argentinien nicht, bei denen man gemütlich draussen sitzen kann und ich meinem zweiten Vornamen Desayunar gerecht werden kann. Daher war ich etwas ausgehungert, als ich gegen 10 Uhr dort ankam. Dann ist dort auch noch weitgehend tote Hose. Erst gegen 11 machen die ersten Buden auf und es belebt sich. Bio Bio ist eigentlich kein einzelner Markt, sondern mehrere Hallen in den wahlweise mal Klamotten angeboten werden, mal Elektronikartikel, dann wieder Möbel oder Friseure und Schönheitssalons ihre Dienste anbieten. In der Mitte gibt es dann aber einen sehr sehenswerten Lebensmittelmarkt. Der ist für mitteleuropäische Augen schon sehr exotisch.

Endlich Frühstück……
Mächtig. Die Empanada war voller Fleisch und Bohnen
Die Leute hier waren richtig gut drauf. Auf die Reaktion des verwirrten Gringos, der anstatt eine Bestellung am Eingang an einem Art Tresen aufzugeben, wie es hier üblich ist, direkt reingelaufen ist, wurde mit fröhlichem Gelächter und spöttischen Kommentaren reagiert. Waren das Chilenen? Nö. Die sind aus Vernezuela, Maracaibo. Und ich solle unbedingt ihr Land mal besuchen. Wenn es dort besser geworden ist.
Immer noch wenig los rund um Bio Bio gegen 10:30. Avenida San Diego
Das ist etwa so der Eingang.
Wie gesagt viele kleine Läden, mit Klamotten, Krims Krams, T-Shirt, Sonnenbrillen usw.
Kleine Stände. Die Hallen sind in etwa nach Themengebieten aufgeteilt.
Schuhe. Was ich wahrgenommen habe nicht unbeding gute Qualität.
Auf den Bürgersteigen vor den Hallen überdachte Stände mit weiteren Artikeln
Die Möbelabteilung
Der Beautybereich
Auch gegen 11:30 sind viele Stände noch geschlossen.
Mal rüber über die Straße. Nicht weiter anspruchsvoll. Eher dezent der Verkehr hier. Mit etwas Übersichte keinerlei Problem
In der Mitte von Bio Bio gibt es dann einen Lebensmittelmarkt, mit einige Restaurants, vor der Markthalle
Offenbar auch noch nicht Barbequezeit.
Willkommen im Markt Franklin
Fleischstände, Fleischstände, Fleischstände. Sollte Google jemals Geruchsdaten übermitteln können, würde euch jetzt ein Geruch entgegenkommen, der bis ins Mittelhirn reicht.
Die Gemüseabteilung.
Innereien sind hier sehr beliebt. Und nein, die Auslage ist nur sehr schwach gekühlt. Der Geruch ist sehr intensiv.
Hülsenfrüchte im Eimer.
Die Fischabteilung. Zum Geruch siehe oben. DerGeruch war alles in allem gewöhnungsbedürftig aber nicht schlimm. Andere Länder, andere Sitten.
Hier geht jeder Einkaufen. Supermärkte sind nur für den notwendigen Alltagsedarf, Fleisch, Gemüse, Obst ,Eier kauft man auf dem Markt und sind dort wesentlich günstiger als im Supermarkt.
Die Gemüseabteilung. Stilleben mit Hunden.
Ganzer Schweinekopf, heute im Angebot.
Mal eine kurze Auszeit in einem Lokal vor den Markthallen. HIer musste ich ein Mißverständnis mit den netten Bedienungen klären. Nein, ich bin nicht aus Spanien. Ich bin aus Deutschland. Waren Peruaner. Ein Chilene hätte vermutlich nur mit den Augen gerollt, aggressiv geschaut und sich gedacht, schon wieder ein dummer Ausländer.
Was ich zunächst aufgrund der Aussprache als Guzzmann interpretiert habe ist ein chilenisches Bier namens Kunstmann und beruft sich auf bayrische Wurzeln. Naja, ist zwar trinkbar, hält aber einem Vergleich wirklich nicht Stand.
Eine chilenische Spielhallte. Wenig los, die Leute haben kein Geld. Durchschnittlicher Monatsverdienst 460€
Ein wenig Streetart an der Avenida San Diego. Eine ziemlich breite Straße auf dem Rückweg ins Zentrum. Die Straßen der Heiligen liegen hier nebeneinander. Erst kommt San Diego, dann San Francisco, dann San Isidirio
Alkohol gibt es hier ausschließlich in sogenannte Boutellerias zu kaufen und den größeren Supermärkten. Die kleinen Büdchen und Supermärkte verkaufen keinen Alkohol.
Die Auswahl hier war beeindruckend. Pisco, Gin, Whiskey, Wein. Chilenische Marken und alle globalen Brands sind zu haben.
Die Avenida San Diego fand ich sehr spannend. Die Straßenabschnitte sind fast wie in mittelalterlichen Stadtstrukturen nach Gewerben aufgeteilt. Es gibt 100 Meter mit vielen Ledergeschäften. Und ich meine Leder. nicht Lederwaren, dann ein kurzer Abschnitt Elektronik, dann ein sehr langer Abschnitt mit vielen Geschäften für Fahrräder und Fahrradteilen und Zubehör. Dieser Abschnitt für Fahrräder ist sehr lang. 500 Meter und man bekommt alles. Ganze Fahrräder, Helme, Schaltungen, Sattel you name it. Das hat irgendwie Zunftcharakter.
Leder Avendia San Diego
Mal kurz hinsetzen und abkühlen.
Keine Ahnung welche Kirche das ist. Pder müsste ich nachschlagen.
Ein Spezialgeschäft für alles, was der traditionsbewußte Chilene oder seine Liebsten brauchen. Sozusagen ein chilenischer Trachtenshop. Leider ziemlich verspiegelt.
Elektonisartikel. Der eine macht in MAC, der andere in Audiosystemen oder Handyreperaturen.
Alles Elektronikläden
Fahrräder, Fahrräder, Fahrräder, 500 Meter lang. Laden neben Laden.
Muss ich noch nachschauen, was dies für eine Kirche ist.
Diese Morlocks werden immer raffinierter.
Bandprobe im Park.
Zurück in der Innenstadt. War ein langer Spaziergang.
Der zentrale Platz in Santiago de Chile. Plaza del Armas. Da haben die früher ihre Waffen gelagert und von hier aus die Stadt aufgebaut.
Etliche Tische mit Schachspielern. Es wird durchaus auch um Geld gespielt. Soweit ich das noch beurteilen kann durchaus auf sehr hohem Niveau.
So etwas wie das offizielle Stadtlogo.
Auf dem Platz gibt es mehrere in den Boden eingelassen metallene Tafeln, die die Stadt zu unterschiedlichen Zeitabschnitten darstellen. Hier 1721.
Die Kathedrale am Plaza del Armas.
Das fand ich sehr schön. Da hatetwas rührendes.
Eine Skulptur an einer Ecke des Plaza del Armas.
Mal ein wenig abhängen. Der Herr im Hintergrund mit dem roten Hemd ist im übrigen so etwas wie ein selbsternannter Prophet. Der später noch mit extremer Lautstärke in der Stimme rumgerannt und mit einer Bibel in erhobener Hand auf Leute zugegangen ist, mit der Aufforderung sich vom Bösen zu lösen und den Herren zu lobpreisen. Die Intensität war extrem. Derartige Leidenschaft hatte ich sonst hier in Chile nie erlebt. Der ist richtig abgegangen.
Weiter abhängen.
Dann mal etwas essen. Die chilenische Küche ist jetzt nichts, was mich bislang vom Hocker haut. Da war das Essen in Argentinien und Brasilien um Längen besser.
Ich sap in einem Cafe, namens Marco Polo direkt gegenüber der Skulptur. Gegen 19:00 wurden dort artistische Kunststücke vollbracht. Durchaus sehenswert.
Man beachte den Gesichtsausdruck der Menschen mit Frontalansicht. So laufen die hier in der Mehrzahl rum. Das ist keine angenehme Atmosphäre.
Na, junge Damen, erklären sie mir bitte, warum sie noch unterwegs sind? Und dann noch so leicht gekeidet? Das erinnert mich an Mutter und Tochter in Rio de Janeiro. Die Tochter, so um die 18 Jahre alt, sagte mir, sie genieße es in Rio de Janeiro sehr. In Chile sei alles so steif und konservativ.
Life painting. Viel mit Schablonen. Die Show war interessant, Die Bilder eher uninteressant.
Auf den Straßen rund um den Plaza del Armas breiten ab 20 Uhr Straßenhändler auf dem Boden ihre Waren aus und bitten um Käufer. Eigentlich illegal. Wenn die Polizei will, müssen die gleich flitzen.
Das war es dann auch, heiß und lang. Zurück ins Apartment.