Momentan sind hier 37 Grad. Für jemanden, der vor 10 Tagen in Deutschland gestartet ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. Überraschend offenbar auch für die Einheimischen, zwischen 13 und 16 Uhr gehen hier vielfach die Rollläden runter. Dann stoppt die Stadt erst einmal. In Rio der Janeriro war es bereits heiß, aber durch die Lage am Meer ging ein Wind und es war feuchter, in Buenos Aires war es nicht so heiß, es hat sogar mal geregnet. Hier ist nur Heiß, Hot, Caliente, Backofen. Die Luft steht. Erfreulicherweise verwandelt sich mein Krebsrot in Richtung Kupfer, was die Hautfarbe betrifft. Eventuell besteht die Möglichkeit mittelfristig die Schulkinder loszuwerden, die mich für ein lebendig gewordenes Ampelmännchen halten.
Ich habe auch weiter nichts gemacht einfach mal ein wenig runterkommen. Nennt sich Urlaub, hatte ich schon lange nicht mehr.
Der Herr spielt Gitarre und singt, das ist kein Tango, eher eine Art ländliche Musik. Fußgängerzone MendozaEinige Herrschaften tanzen, durchaus temperamentvoll.Eine ganz normale Allee in Mendoza, Aus einem Hop-off Hop-on Bus. Kosten für den Bus 600 Peso, Etwas weniger als 10 Euro, der bedient ca. 18 Stationen und alle halbe Stunde kommt einer vorbei.Park in MendozaÜberall in Mendoza finden sich Parks und dort und an den Straßen Kanäle, durch die Wasser geleitet wird. Dieses System stammt noch aus der Zeit von vor den Spaniern. Für jeden Wasserwerker aus dem Schwarzwald unbedingt sehenswert. Einige Kanäle sind allerdings trocken, da hier gerade Hochsommer ist.Informationszentrum über Wein. in MendozaDie Rebsorten, die in Menoza angebaut werden.Schau an, fast 12.000 Kilometer, ich dachte es wären mehr. Die 13.000 schaffe ich aber noch.Mein Held. Padre del VinoGroßes Bier gibt es hier auch. Schmeckt nicht schlecht. Happy Hour 200 Peso, sonst 300. Etwas ungewöhnlich, wenn man ein großes Bier – 1 Liter Krug – bestellt, muss man seine ID Karte an der Kasse abgeben.Maus hinter Gittern, nicht fair.Custom Bike in Mendoza, gibt es auch elektrisch.Busbahnhof in Mendoza. Ein ähnliches System wie in Asien, Er gibt ausgewiesene „Abfahrtsgleise“, an denen man sich einfindet. Tickets lassen sich im Busbahnhof oder Online organisieren.Busbahnhof, ähnlich interessant wie ein Flughafen.Die Gegend rund um den Busbahnhof soll die gefährlichste in Mendoza sein. Gegenüber Orten wie dem Frrankfurter Bahnhofsviertel oder Sihanoukville in Kambodscha wirkt das aber eher idyllisch auf mich.Momentan ist Sommer, die Kanäle führen sehr wenig Wasser in MendozaShops in der Nähe des Busbahnhofs, nichts was man irgendwie brauchen könnte.Rock’n Roll Cover Band in der Fußgängerzone in Mendoza, Viel Halbplayback, aber eine tolle Show.Fußgängerzone Mendoza. Chillen, runterkommen. Ich hatte Rotwein bestellt, dazu gab es Eis. Ich habe mich nicht getraut zu fragen, ob das normal ist.Argentinisches Fleisch kommt durchgegart. Medium oder Medium Rare kennen die erst mal nicht. Aber das Fleisch ist so was von zart, das geht auch so und ist einfach nur lecker..Plaza Indepidenzia Mendoza Freitags abends.Fracking ist ein großes Thema in Mendoza. Hier gibt es sowieso immer Wasserknappheit. Ein Verunreinigung der Resoucen ist nicht gerne gesehen. Auch in meinem Apartement wird darauf hingewiesen, ich möge nicht länger als 5 Minuten duschen. Ich unterstütze so etwas. es geht um die Leute vor Ort und Ressoucen aus der Erde zu puhlen, für Energiegewinnung halte ich für deutlich veraltetet. Ungeachtet dessen hat die Lady eine brilliante Show abgeliefert, voller Espirt und mit viel – wie will man sagen – etwas das halt was anspricht.Mr. Dog war das aber egal. Es war schon eine eigene Show für Entspanntheit, wie er dort gelegen ist..Sehr entspannt und chillig Freitag abend auf dem zentralen Platz in Mendoza. Eltern spielen mit ihren Kindern, Kinder spielten mit Kindern.Die argentinische Joan Baez war dann auch noch da. Konnte aber besser singen.Nanu?So ist besser.Hyatt Mendoza. Wohl die erste Adresse am Platz. Bisschen Cat Content. Das ist die erste Katze, die ich in Südamerika gesehen habe. Weder in Rio noch in Buenos Aires waren Katzen zu sehen. Aber vielleicht ist es ihnen nur zu heiß und sie liegen irgendwo ru
Samstag Abend ist die Innenstadt eher Assi Zone. Nachdem ich zwei Schlägereien erlebt habe, eine bei dem einer nicht mehr aufgestanden ist, bin ich dann doch lieber ins Apartment. Auch die Straßencafes und Kneipen sind weniger frequentiert. Dafür viele auf der Straße, die ich mal ganz vorurteilsbehaftet als dumm, jung, ungebildet und einfach nur blöde bezeichnen würde. Das ist dann wohl auch Südamerika, gibt es auch in Frankfurt nach Mitternacht, aber war schon etwas krass gegen 20 Uhr. Polizei, die während der Werktage allenthalben präsent war, ist wohl auch schon im Wochenende
Mittlerweile bin ich in Mendoza dann doch angekommen. Gestern gegen 23:30, empfangen von einer sehr netten Dame, etwas älteren Jahrgangs, die mir alles mögliche erklärt hat, auf spanisch. Ein paar Sachen konnte ich verstehen, etwa, dass es drei Schlüssel gibt, Apartment, Aussentür, Gittertür zur Straße. Air Con, Kühlschrank. Der Rest kam mir einfach nur Spanisch vor. Da es aber 23:30 war, habe ich zu allem erst einmal Ja -Si gesagt. Ich hoffe, ich bin dadurch nicht unverhofft zu mehreren Hektar Land im Umkreis von Mendoza gekommen.
Das Apartment ist sehr nett, liebvoll eingerichtet, recht groß, ca. 50qm, hat einen großen Wohnbereich, Dekor an den Wänden, einen großen Balkon und liegt ca. 1 Kilometer vom zentralen Platz in Mendoza. Bilder versuche ich später zu schicken, das Internet ist hier einfach zu lahm. Jetzt erst einmal Abenteuer Wäscherei./Lavenderia.
Morgens um 9 Uhr Fußgängerzone Mendoza. Das schreit nach Frühstück.Richtig chillig wird es zwischen 13 und 16 Uhr, dann gehen hier sogar in vielen Läden die Rollläden runter, Man liegt dann zwanglost auf einer Parkbank oder trifft sich mit Freunden zum Quatschen in der Bar oder im Cafe.Die Busse halten regelmäßig in der Fußgängerzone in Mendoza. Ich werde das morgen mal ausprobieren.Das nennt sich Desayunar. Frühstück, Und nein, das nennt sich nicht Croissant. Das sind Media de Lunas – Halbmonde. Für 180 Peso – inklusive Trinkgeld. Je nach Marvins Manipulation der Wechselkurse zwischen 2 und 3 €. Es gibt hier verblüffend viele Buchläden. Auf einer Strecke von 200 Metern habe ich 5 gezählt, Auch viele der kleinen Straßenkioske haben ein paar Bücher in der Auslage, meistens irgendwelche Klassiker, Jules Verne, Homers Odysee oder sogar Michael Foucault, den ich doch für etwas seht spinnert halte. Und ich habe in Bielefeld Soziologie studiert.Fleisch vom Gringo gibt es auch. Weiß Donald Trump schon davon?Vermultlich ein gutes Angebot.Meine unglaubliche Ausstrahlung wirkt in Mendoza besonders. Ich bekomme verwirrte, ratlose, „was zur Hölle“ Blicke zugeworfen. Ich hoffe es liegt an meiner Ausstrahlung und nicht an dem T-Shirt, mit dem ich hier durch die Gegend wandere, bis die nette Dame aus der Wäscherei mit meinem Konglomerat durch ist.Etwas gewöhnungsbedürftig. Man schmeißt kein Toilettenpapier in die Schüssel, sondern in einen separaten Eimer, der in den Hausmüll entsorgt wird und/oder hat Bidet und/oder eine Brause. Sowieso hygenischer hat mit einer vom Lattentreff erzählt.Jedem, der ein wenig offenen Geistes und Herzens und der das Backpacker Alter hinter sich hat, kann ich nur empfehlen nicht in ein Hotel zu gehen. Buchungsportale wie Booking.com bieten Angebote von lokalen Vermietern, bei denen man mit den Einheimischen in Kontakt kommt und im Vergleich zu den üblichen 08/15 Hotelzimmern Stil und Ambiente bekommt. Und einen Kühlschrank, Balkon und Kaffeemaschine und Küche (falls man eine Küche braucht). Für das Apartment in Mendoza habe ich für 7 Übernachtungen 210€ bezahlt. Das etwas düstere Image liegt an dem Deckenlicht, das ist wesentlich freundlicher in echt.Ein Hemd, eine Jeans, 8 T-Shirt, 7 Boxxer, 7 Paar Socken – für 250 Peso – Marvin, korriegiere mich. Irgend etwas zwischen 3-4€. Gewaschen, gebügelt und von der netten Dame in der Wäscherei mit kritischem Blick übergeben.Ich vermute mal, das liegt an meiner Sockenauswahl. Vermutlich bin ich im Viertel schon als Diavolo de calcetines bekannt. :o(
Gebucht habe ich jetzt schon eine Tour zu Weingütern am Sonntag (mök, 07:15) und eine Tour in die Anden, Alta Montana por el Rio. Machen will ich noch eine Tour zu einem Bad am Fuß der Anden, mit SPA – Termas de Cachueta – da brauchen ich noch die Bestätigung für Dienstag. Mal sehen, was ich morgen und Samstag an Unsinn treiben kann. Ich hoffe, mir fällt etwas ein……
Irgendwie habe ich gerade die Flugseuche am Hacken. Mein Flug AR 1410 Aerolineas Argentina wurde erst verschoben und jetzt gecanceled. Ich werde jetzt statt um 16.10, erst um 20.45 abheben. Falls ich abhebe.
Was aussieht wie ein Spielautomat, ist die Anzeige der anstehenden Flüge am Flughafen Jorge Newbery in Buenos Aires. Was rot blinkt sind die abgesagten Flüge, Sieht irgendwie nicht gut aus.
Auch hier bestätigt sich, dass Flughäfen einfach nur langweilig sind. Mal sehen, der Flughafen liegt direkt am Rio de la Plata. Wenn ich später das Gepäck aufgegeben habe, setze ich mich mit einem Bier ans Ufer. Obwohl hier schon ein paar merkwürdige Gestalten rumlaufen..
Noch ein paar Bilder von heute vormittag, rund um die Plaza Italia. Zunächst mein Lieblingsstraßen Cafe. Nette und lustige Bedienungen, hin und wieder kommt auch ein anderer EXtraniero vorbei.
Milchkaffee für 1,2€. Da kann man sich nicht beklagen.
Und noch ein paar Impressionen rund um Plaza Italia. Mein neuer Freund mit dem freundlichen Lächeln und der schönen gelben Farbe sitzt im übrigen auf einem umgedrehten Auto. Zuordnung mache ich später.
Gegen 18 Uhr Ortszeit hatte der liebe San Martin dann ein Einsehen und ich konnte mein Gepäck aufgeben. Nach dem ich nicht mehr wie ein Packesel rumlaufen mussste, bin ich dann tatsächlich noch dazu gekommen mal an das Ufer des Rio de la Plata zu gehen. Ernsthaft, das ist kein Fluß, dass ist eine riesige Meeresbucht, die bis Buenos Aires und zur gegenüberliegenden Stadt Montivideo in Uruguay reicht. Bilder gibt es später, die Internetleitung hier ist auf dem Stand eines 256Kb Modems aus den 90ern.
Embaraer 190. Bin ich noch nicht geflogen. War aber in Ordnung.Ich kann nur spekulieren. Ich tippe aber darauf, das Rezept stammt aus Nordkorea.
Heute sah es erst einmal nicht gut aus für Outdoor Aktivitäten. Es hat bis ca. 13 Uhr Ortszeit erst einmal tüchtig geregnet. Ich weiß nicht, ob das normal ist, aber Buenos Aires liegt ja an einer großen Bucht/Fluß, dem Rio de la Plata, der direkt in den Atlantik mündet. Ich kann mir vorstellen, da wechselt das Wetter mitunter auch schnell.
Insofern haben die dann da oben auch den Hahn zugedreht und ich konnte raus.
Ich habe mal wieder den ÖPNV getestet. Dieser ist ähnlich gut organisiert und strukturiert wie in Rio de Janeiro. Man kauft ein Karte, lädt diese auf, legt sie auf einen Lesegerät an einem Drehkreuz und kann durchstarten. Weder Morlocks, noch Trolle. Auch Harry Potter war nirgends zu sehen. Vermutlich andere Station.
Nein liebe Frau, ich will kein Upskirting machen. Ich bin Tourist und fotografiere die Metro.Du kannst von mir aus tot umfallen. Dumme Schnepfe.Hier kann man das Guthaben aufladen und auch sehen, wieviel noch auf der Karte ist.Malfalda ist hier sehr populär, es gibt sogar eigene Malfalda Shops. Übersetzt in etwa. Schau mal die Welt, Die ist schön, nicht? Weißt Du warum sie so schön ist? Weil es ein Modell ist. Die echte Welt ist ein Desaster.Am Plaza de Mayo treffen sich einige Metro Linien. Man kann hier unterirdisch lange laufen, Vermutlich rund um die Platzgrenzen. von einer Linie zur anderen.Erinnert sehr stark an jede x-beliebige U-Bahnlinie abends in Deutschland.Ich wollte hier nicht den ultimativen Touri geben und mich direkt vor ihn stellen. Aber das verwaschene Bild in Schwarz rechts ist ein Musiker mit Gitarre, und der hat richtig guten Sound in der Metro gemacht.
Gefahren bin ich von Plaza Italia zum Plaza de Mayo. Ungefähr 10 Stationen, sehr entspannt. Ich hatte die Karte mit 120 Peso aufgeladen. Als ich den Stand bei der Rückfahrt geprüft habe waren es 120,01 Peso. Inflation? Fotoroboter aus Lissabon? Who knows?
Der Plaza de Mayo ist der zentrale Platz in Buenos Aires, hier finden auch Demonstrationen statt und es gab Zeiten, da hat das Militär hier einfach mal 200 Leute platt gemacht. Ganz platt, per Luftangriff. Es befindet sich hier auch das Grab von Herrn San Martin. Eine Art Wandergeselle in Militaria, ein unruhiger Geist, der sich nicht richtig entscheiden konnte, ob er links oder rechts von den Anden bleiben soll. Das mit den Spaniern war ihm auch zu kompliziert, und er ist daher für die Unabhängigkeit Perus (zusammen mit Bolivar), Chiles und Argentiniens wesentlich mitverantwortlich. Darüber hinaus gibt es aber auch noch viele andere wirklich sehenswerte Gebäude und ich bin Dirk Gentleys Vorschlägen gefolgt, dass das Ziel eigentich egal ist, solange der Weg der richtige ist.
Cathedral in Buenos Aires. Kirche und Grabesstätte des Nationalhelden San Martin.Mal den Blick nach oben werfen, auch imposant.Die beiden Herren links und rechts sind keine Figuren. Vermutlich werden sie bei Schichtende mit der Sackkarre rausgefahren Jedem Normalsterblichen würde nach einer halben Stunde das Blut unterhalb der Kniekehlen stehen. Tatsächlich soll dies das Grab von San Martin sein. Ich denke er ist froh, wenn es Sonntag ist und keine Touristen kommen. Dann hat er mal wirklich Ruhe.Raffiniert diese Morlocks, hier versuchen sie es mit Leuchtreklame und der Verfälschung einer weltweit bekannten Kette für Baguettes. Respekt. Hat aber auch nicht geholfen. Drinne keine Morlocks.Keine Ahnung was das genau ist, es wirkt aber fremd. Momentan offenbar ein Parkhaus. Irgendwie mexikanisch. Nicht so bomabstisch wie alles drumherum. Irgendwie einzig. Ich konnte aber nicht herausfinden, was es damit auf sich hat.Mein Smartphone gibt das leider nicht her. Aber über alle Straßen habe ich 18 Spuren gezählt. Die Straßen in Buenos Aires sind richtig breit. Es soll sogar welche mit 40 Spuren geben.Idealerweise befindet sich die korrespondierende Gewerkschaft direkt gegenüber, auf der Staßenseite von der ich das Foto mache.Im Gegensatz zur Innenstadt von Rio de Janeiro gibt es hier sogar Nebenstraßen ohne viel Trubel. Ein Brasiliner würde sich vermutlich beschweren.Auch wenn ich es nicht beweisen kann. Es muss in meinem Pass einen Eintrag geben – finde die Deutsche Evangelische Gemeinde in Buenos Aires. Vermutlich mit unsichtbarer Tinte geschrieben.Bingo. Bitte meinen Preis rüberrecichen.Zahnstocher, beeilen, gleich wird die Ampel für die Autos grün. Hurry upDer Marineklub Ende des 19ten Jahrhunderts. Für Offiziere, denen ihre Ehefrauen noch nicht gezeigt haben, woher der Wind weht.Kennt doch jederSo ein schönes Gebäude und dann Starbucks. Fuck off.Ein Ort der Ruhe in Buenos Aires. Obwohl mitten in der Stadt gelegen. Man kommt dort rein und denkt man ist in einer anderen Welt. Sehr zu empfehlen.Hier kommen auch Suesse auf ihre Kosten. Spenden bitte an das Kalauerkonto des SWR
Und dann war es endlich soweit – mein Steak. Im Rückblick betrachtet muss ich sagen dieses In-Viertel Palermo ist eine Marketingaktion, bei der man ausländischen In-Gästen durchschnittliche Qualität und schlechten Service für drastisch überhöhte Preise andreht. Für mein fantastisches Steak, mit einem hervorragenden Brandy danach habe ich halb soviel bezahlt, wie ich es hätte in Palermo, wenn ich dort überhaupt bedient worden wäre. Und das direkt am Plaza de Mayo. Ohne ein Wort Englisch reden zu müssen.
Zu empfehlen. Offenbar auch eine Kette, die mehrere Filialen in Buenos Aires hat.
Noch ein paar Fotos mit Abendlicht. Dann zurück per Metro nach Palermo. In einer Straßenkneipe an der Avenida Santa Fe habe ich dann noch zwei junge Damen aus Großbritannien getroffen, die mir ob der Bereitschaft meine Erfahrungen als langjähriger Buenos Aires Reisender mit ihnen zu teilen, wohl noch lange gedenken werden.
Es regnet gerade in Buenos Aires, ziemlich heftig sogar. Ich hoffe es wird nachher nicht unerträglich schwül. Hier ist es jetzt 11:32, daher habe ich mir einen Kaffee gemacht und starte meine Zeitreise.
Mercado heißt eigentlich Markt, so ein Markt wo man Gemüse, Früchte und so bekommt. Ein Markt mit Kunstgegenständen, Antiquitäten oder solche die sich dafür halten, heißt Feria.
Einer der weltweit schönsten Märkte ist die Feria San Pedro Telmo in Buenos Aires. Am letzten Sonntag, der Markt findet immer Sonntags statt, war ich dort.
San Telmo ist zentral gelegen und ein kleiner Platz um den sich schöne alte Häuser gruppieren. In den von diesem Platz abgehenden Straßen befinden sich Galerien, Werkstätten und Ateliers. Man kann in diese Häuser gehen, diese haben einen großen mitunter nach oben offenen Innenhof und viel Zimmer, in denen die jeweiligen Schätze ausgestellt sind.
Bei einigen der Ausstellungsstücke würde man eher vermuten, hier wurde schon seit Jahren nicht mehr aufgeräumt, aber offenbar gibt es buchstäblich für alles Käufer. Wirklich für alles….
Von diesem Platz geht eine zentrale Straße ab – La Defensa – diese geht bis zum Hauptplatz von Buenos Aires – dem Plaza de Mayo. Ungefähr 3 Kilometer. Sonntags, wenn die Feria San Telmo stattfindet, werden dann auch links und rechts auf den Straßenseiten von La Defensa Stände aufgebaut und alle möglichen Dinge verkauft.
Für San Telmo selbst besteht die Bedingung, dass nur Dinge vor 1970 und ausgewiesene Kunstgegenstände verkauft werden dürfen. Das wird aber flexibel gehandhabt. Auf La Defensa finden sich dann aber durchaus auch die üblichen Produkte, wie T-Shirts, Gürtel, Sonnenbrillen, aber auch alles möglich andere.
La Defensa und der Platz San Telmo sind pflastertechnisch irgendwie noch in der Kolonialzeit stehen geblieben. Flip-Flops werden wohl ungefähr eine halbe Stunde durchhalten. Offene Sandalen länger, aber dann am Abend mehr blaue Flecken als heile Haut aufweisen. Festes Schuhwerk ist angesagt.
Ab 18 Uhr werden die Stände abgebaut und ab 20 Uhr fangen die Einheimischen dann an auf dem Platz Tango zu tanzen. Erst ein paar Profis, um die Stimmung festzulegen, dann die breite Menge, ca. 20 Paare, das hat durchaus etwas sehr romantisches. Auch wenn die Paare meist etwas betagter sind.
Was auch hier betrüblich stimmt sind die Leute, die um Unterstützung bitten. Ich bin ca. 20 mal direkt oder indirekt angesprochen worden. Die Männer kommen meist mit einem Paket Taschentücher und bitten direkt um einen Kauf. Das macht Sinn, beide Seiten wahren ihr Gesicht. Er verkauft etwas, ich kaufe etwas. So ist das keine Bettelei, sondern ein Geschäft. Die Frauen, und leider auch Kinder, ab ca. 6 Jahren legen billige Kulis oder Klebebilder auf den Tisch. Die kann man dann auch gegen einen kleinen Obulus erwerben oder wenn nicht, sammeln die Frauen und Kinder ihre „Ware“ kommentarlos wieder ein.
Vormittags um 10:00. Noch nicht viel los. So richtig voll wird es gegen 12 Uhr. Leerer so ab 18 UhrMate Becher, das argentinische Nationalgetränk, neben Bier und Wein. Muss ich noch kaufen.Bestimmt ein super toller Spielplatz.Seitenstraße von San TelmoMein absoluter Lieblingsstand. Ich hätte gerne den kleinen runden Freund rechts vorne mit nach Hause genommen. Der war aber leider schon verkauft. Ich habe dann den Fisch hinten genommen. Ich hoffe, er überlebt den Transport und es ist ihm in Deutschland nicht zu kalt.Das ist keine Stangenware. Man sieht, das sind Leute mit Fähigkeiten und Begabung, die hier ihre Kunstwerke präsentieren. Musikalische Begleitung gibt es auch. Und auch hier – der klampft nicht, der kann das und macht das mit Stil und Leidenschaft.What the fxkjgl. Nebenstraße. Hofbräuhaus hätte ich ja noch verstanden. Aber UNTERTÜRKHEIM.?Innenhof in einem GebäudeRund um den Platz sind viele schöne Gebäude. Ab 18 Uhr wird abgebaut. Sehr organisiert. Die Standbetreiber räumen ihre Gegenstände in Bananenkisten. Dann kommen Jungs vom Martkbetrieber und bringen diese mit Sackkarren weg. Der Technik nach, den immer gleichen Handgriffen, gibt es dafür Schulung. Die Stände selbst werden dann auch von den Jungs abgebaut und in angrenzenden Gebäuden gelagert.Trommelband. Die machen einen richtig mitreißenden Sound. Das macht richtig Spaß und ist richtig laut.Die Konkurrenz kommt, gleich gibt es ein Duell.La Denfensa. War mir etwas zu voll und zu eng.Tango beginnt. Leider hat die Kamera in meinem Smartphone mit den unterschiedlichen Lichtquellen Probleme gehabt. Ich hoffe aber, die Stimmung kommt etwas rüber.Gegen 22 Uhr. langsam leert es sich. Die Tänzer tanzen aber noch. Ich mache aber mal den Abgang.
Ich habe verschiedene Dinge auf dem Markt gekauft. Ich muss mich da bremsen, sonst muss ich einen eigenen Cargo Transporter für den Rückflug mieten. Meinen skurillen schuppigen Freund von hier:
Und dann noch das schönste überhaupt
Ich bin noch ganz fassungslos, dass ich das besitzen darf.
Gestern gab es leider keinen Blockeintrag, da mich ein akuter Energiemangel befallen hat. Dem konnte ich erst heute mit Öffnung der Geschäfte am Montag begegnen. Meine zweipoligen runden Stecker passen definitiv nicht in die eckigen dreipoligen Steckdosen in Argentinien. Auch mein dreipoliger runder Adapter wollte absolut nicht passen.
Um den abzuhelfen gibt es hier Ferreterias – Eisenwarenhandlungen, dort gibt es Schlösser, Beschläge, Schrauben eben auch Elektrokleinartikel wie Adapter. Im Umkreis von 200 Meter um mein Apartment gibt es alleine drei Ferreterias. Da ist also Bedarf. Das sind kleine Läden, keine Baumärkte
Thames 2363
Gekostet hat mich mein neuer Schatz 60 Reales, ca. 90 Cent.
Ich bin dann ein wenig in der Nachbarschaft spazierengegangen. Zunächst Geld wechseln. Es ist hier – im Gegensatz zu Brasilien- jeder zweite Geldautomat bereit Bargeld zu liefern, die Gebühren sind allerdings exorbitant. Bis zu 9 Euro Gebühr für 2000 Peso. Ich habe mich dann entschlossen etwas von meinem sorgsam gehüteten Bargeldvorräten aufzubrauchen. Und es war wieder erstaunlich. Draussen stand noch für jeden Euro gibt es 63 argentinische Peso, drinnen waren es dann schon 73. Die Inflation überholt mittlerweile sogar die Anzeigen der Wechselstuben.
Dann habe ich mir ein kleines Frühstück an der Avenida Santa Fe gegönnt. Das ist eine große Verkehrsstraße, die für mich ein wenig als Orientierungspunkt dient. Drei Tost, Milchkaffe und ein Fingerhut Orangensaft für 230 Peso. Etwas mehr als 3€. Dann noch 20 Peso Trinkgeld.
Die nebenan gelegenen Metzgerei hatte wohl gerade Abholtag. Hier werden die nicht verwertbaren Fleischabfälle auf die offene Ladefläche geworfen. Andere Länder, andere Sitten.
Generell empfinde ich Buenos Aires aber als sehr saubere Stadt, organisiert und nicht so chaotisch wie Rio. Das mag auch der Geographie geschuldet sein, da sich Rio ja an den Hügeln und Bergen orientieren muss. In Buenos Aires sind die Straßenzüge im Schachbrettmuster anglegt. Wie in Rio ist es aber in Buenos Aires der Fall, dass die meisten Straßen, auch wenn zweispurig, Einbahnstraßen sind. Das erleichtert die Übersicht deutlich, da man sich nur in einer Richtung um den Verkehr Sorgen machen muss.
Hier ein paar Straßenimpressionen. Innerhalb von 1 Stunde habe ich drei mal Leute gesehen, die mit bis zu 10 Hunden unterwegs gewesen sind. Entweder ist die Nachbarschaftshilfe hier sehr groß oder das ist eine Verdienstmöglichkeit
Ich bin dann auch mal in ein Shopping Center. Generell mag ich Shopping nicht so. Wollte aber mal schauen, wie es hier so ist. Und die Mall war wirklich riesig, schon fas chinesische Dimensionen. 4 Etagen hunderte Geschäfte, allerdings die üblichen Global Brands, Samsung, Levis, Zara, Daniel Hechter. Die Preise sind nur geringfügig unter denen in Deutschland, da frage ich mich schon, wer sich das dort denn leisten kann.
Einen Birkenstock Laden habe ich in Deutschland noch nie gesehen, in Buenos Aires gibt es so etwas
Dann zurück auf die Straße, die Ampelmännchen sind hier Rot oder Weiß
Mein Orientierungspfad – Avenida Santa Fe
Schöne Häuser gibt es hier auch
Ein Kinderkrankenhaus
Der Tod eines Baums. Wer gerne mit Kettensäge verreist ist gerne gesehen.
Ein Selbstbedienungsladen für Früchte und Gemüse
Und universelle Läden:
Schuhreparatur, Kleidungsreparatur, Gepäckreparatur, chemische Reinigung – alles in einem.
Ein Taxi in Buenos Aires zu bekommen ist denkbar einfach. Taxi haben auf Windschutzscheibe der Beifahrerseite ein markantes Lichtsymbol. Rot bedeutet belegt, rot-weiß heißt verfügbar. Einfach an den Straßenrand stellen und das nächste Taxi mit rot-weißem Lichtsymbol über Arm herausstrecken herbeirufen. Auch günstig. Die Strecke von Palermo zur Feria San Telmo – ca. 8 Kilometer – 3,5€.
Auch wenn Argentinien für seine Weine weltbekannt ist, wird hier im Alltag überwiegend Bier getrunken. Die Auswahl ist riesig. Es gibt hier auch richtig große Flaschen a 1 Liter
Fleisch gibt es natürlich auch. Nicht zu knapp
Später gegen Abend, die Hitze über Mittag habe ich gerne in meinem klimatisiertem Apartement verbracht, bin ich dann noch einmal raus. In den Straßen Goritti, Fitz Roy sollte es nach den Angaben meines Vermieters viele Restaurants und nette Brauereien geben. Tatsächlich ist Craft Beer auch in Buenos Aires ein Trend. Ich habe mit dann ein Waldbier und ein Bier mit Kakao Geschmack gegönnt. Nicht unbedingt lecker, aber interessant.
Bushaltestelle gegenüber der Craft Beer Kneipe
Da ich Hunger hatte, habe ich dort gefragt, wo ich denn leckeres Argentinisches Steak bekommen könnte. Man hat mir die Calle El Salvador und Las Cabras empfohlen. Ein absoluter Tiefpunkt. Ich habe höflich gefragt, ob der Platz, den ich haben wollte frei ist, das wurde auch bestätigt. Dann kam nach 5 Minuten eine Servicekraft und hat eine Kerze auf meinen Tisch gestellt, dann wurde ich 20 Minuten komplett ignoriert. Das Restaurant war zu dieser Zeit wenig voll, nur wenig Gäste. Diejenigen die kamen wurden jedoch zeitnah bedient. Ich saß da wie ein Idiot, komplett ignoriert und auch als ich zwei Mal darauf hingewiesen habe, ich möchte gerne etwas Essen und Trinken, wurde ich weiter ignoriert. Ich habe einen guten Eindruck von Buenos Aires, nette Leute, offen und sympathisch. Aber das war so eine Anti-Gringo Attitüde, die mir wohl noch mal ein paar Mal in Südamerika bevorsteht.
Las Cabras, Fitz Roy 1795, C1414 CABA, Buenos Aires – nicht zu empfehlen.
Ich bin dann 100 Meterweiter auf die andere Straßenseite, in ein mexikanisches Restaurant. Etwas bizarr, man geht in Buenos Aires zum Mexikaner, weil man in argentinischen Restaurants nichts bekommt. Es war aber sehr lecker, ich Leute waren locker und gut drauf und ich habe mein Geld gerne dort gelassen.
Lupita, Olga Cossettini 1091, C1107CEA CABA
Als nächstes reise ich dann in der Zeit zurück, und präsentiere einen der schönsten Märkte der Welt La Feria San Pedro Telmo.
Die Weiterreise von Rio de Janeiro hatte ich schon lange vorher gebucht. Mit: AZUL LINHAS AEREAS BRASILEIRAS S.A.. Irgendwann im September war das, über das Buchungsportal Opodo. Vom stadtnahen Flughafen in Rio de Janeiro – Santo Dumos – nach Belo Horizonte und dannn gemütlich nach Buenos Aires.
Generell müssen alle möglichen Zusatzleistungen bei südamerikanischen Airlines extra hinzugebucht werden, aufzugebendes Gepäck, Sitzplatz, teilweise sogar Handgepäck – you name it.
Das geht auch bei allen südamerikanischen Airlines ohne große Probleme, Avianca aus Kolumbien, LATAM, SKY -alles kein Problem, man ruft die Webseite auf, gibt den Buchungscode ein, zahlt mit der Kreditkarte und fertig.
Nicht so bei den Mastes of Desaster von AZUL.
Ich hatte schon im Vorfeld versucht das Aufgabegepäck zu buchen, bin aber nach ein paar Minuten immer gescheitert und hatte mir gedacht – machst es halt kurz vor der Reise.
Das habe ich dann auch 7 Tage lange versucht vor Abflug. Mal war nur zusätzliches Handgepäck buchbar, mal kein Gepäck, mal wurde die Buchungsnummer nicht gefunden und ich wurde aufgefordert meine CFP – meine brasilanische Sozialversicherungsnummer einzugeben. Einmal hatte ich es sogar fast geschafft, ich konnte Aufgabegepäck buchen, meine Kreditkartendetails angeben und dann ist was passiert – NICHTS. Der Button „Proseguir“ – „Weiter“ blieb hartnäckig ausgegraut. In der App von crazy fucking stupid AZUL wird ein Buchungscode generell nicht angenommen. Es gibt noch die theoretische Möglichkeit mit TurboAzul einen Mitgliedschaftsstatus zu erwerben – nur was benötigt man dafür- richtig, die CFP………….
Vermutlich als Hinweis auf die sprachlichen Anforderungen wird man in den Buchungsseiten auch immer wieder auf Seiten, die nur auf brasilanisch verfügbar sind umgeleitet.
Was macht man dann – man schickt 5 Tage vor Abflug über das Webformular eine Anfrage an Azul Shitty Airlines. Und erhält zwei Tage vor Abflug dann eine do-not-Reply Nachricht, dass man leider nicht helfen könnte und man sich bitte an die brasilianische Hotline wenden solle. Gesagt getan, einen Tag vor Abflug. Man landet dann in einem Customer Service Center, der der Geräuschkulisse nach im Opening Event des aktuellen Hells Angels World Run angesiedelt ist . Auf Nachfrage, soweit verständlich, man müsste halt den ohrenbetäubenden Lärm einfach akzeptieren.
Die Möglichkeit für einen Online Check in ist in Kambodscha, Laos eventuell gegeben, aber nicht bei AZUL, jedenfalls nicht mit meinem Buchungscode, da Marvin, der depressive Roboter aus Douglas Adams „Per Anhalter durch das Universum“ offenbar die Leitung der AZUL IT übernommen hat.
Ich habe hier dann einfach aufgegeben und mit Aerolineas Argentinas einen anderen Flug gebucht. NEVER BOOK OR FLY WITH AZUL LINHAS AEREAS BRASILEIRAS S.A. Der zweite Low Cost Carrier in Braslien GOL, soll auch nicht besser sein.
Bedauerlicherweise fliegt man dann halt auch vom internationalen Flughafen in Rio, wieder früh aufstehen. Im Urlaub. Generell sind Flughäfen weltweit wohl eine eigene Lebensform, nichtssagend, mit viel Nippes und Öde. Bemerkenswert aber, dass Milka und Kinderüberraschung hier einen herausgehobenen Wert haben, ganze Regale nur mit Produkten dieser beiden Marken.
Bayrische Nüsse, Made in Brazil – was will mir das sagen?
Aerolineas Argentinas ist erfrischend unkompliziert, Online buchen, Check-In, Gepäck zubuchen – eines Sache von 10 Minuten, bei AZUL habe ich dazu erfolglos Stunden verbracht. Ältere Flugzeuge, aber alles unkompliziert, auch der Boarding Prozess. Und wenn man kurz vorab ein teueres Ticket erworben hat, hat man auch Zugang zur GOL Lounge. Nicht weiter erwähnenswert. Labbrige Sandwiches, bisschen Kuchen. Kein Vergleich zur Businesslounge in Lissabon oder gar in Frankfurt.
In Argentinien angekommen durfte ich dann die intensivste Befragung und Durchsuchung meines Lebens erfahren. Die haben jede Tube aufgemacht, jeden Deckel aufgeschraubt, mich immer wieder gefragt, zu zweit und zu drittt, was ich in Argentinien mache, was mein Beruf ist, wieviel Geld ich dabei habe usw. Dafür war vermutlich die grüne Fabe des Reisepasses verantwortlich. Nachdem ich irgendwann glaubhaft versichern konnte, niemanden names Zaphod Beeblebrox zu kennen und auch nicht die Absicht habe in Argentinien die Herrschaft der 6ten Internationalen gewaltsam herbeizuführen, durfte ich nach ca 1,5 Stunden gehen.
Der Fahrer, der mit vom Apartement vermittelt wurde hat tatsächlich auch noch gewartet. Oskar ist eine coole Socke und es war ein nettes Erlebnis danach einfach mit ihm zu plaudern, warum er River Plate mag, Boca Juniors aber nicht. Vielen Dank an meine Lehrerinnen der Sprachschule Hola aus Bad Cannstatt. Ich habe viel gelernt und auch wenn mir noch ein paar Vokabeln fehlen, die Leute verstehen mich hier und ich sie.
Ich bin hier im In-Viertel im Zentrum untergekommen, Palermo – oder Palermo Hollywood , auch liberal, viele Regenbogenfahnen. Es ist auch chillig hier, viele kleine Bars und Cafes, nette Restaurants. Was ein bisschen betrüblich stimmt, sind die vielen Leute, die um Untertsützung und Geld fragen, durchaus auch junge Leute, die auf ihr äußeres Wert legen. Die ökonomische Krise ist hier wohl heftig.
Ich bin nach dem Check-in im Apartement dann auch noch ein wenig durch die angrenzenden Straßen gelaufen und bei einem Straßenmarkt gelandet. Viel selbsbgemachtes Kunsthandwerk, habe noch einen eher mittelmäßigen Burger gegessen und den Tag ausklingen lassen.
Mal nachrechnen, sind glaube ich 4,5€ für ein Kilo argentinisches Roastbeef. Heute noch einmal nachgerechnet, mit den aktuellen Wechselkursen, sind wohl eher 3,8€
Einer der Orte, die, neudeutsch gesprochen, auf der Bucketlist stehen, ist für jeden Reisenden in Rio die Christusstatue.
Sie ist auf den Hügeln über der Stadt gelegen und eines der Wahrzeichen der Stadt und sowieso weltberühmt. Hin kommt man per organisiertem Transport, ich weiß nicht, ob da überhaupt eine individuelle Anreise möglich ist. Die Christusstatue ist im Nationalpark Tijuca gelegen. Was ich gesehen habe, werden ca. 90% der Touren dorthin über die Verwaltung des Nationalparks in Eigenregie organisert, gesteuert über drei Abfahrtsorte in Rio de Janeiro. Andere Tourveranstalter habe ich mit ihren Kleinbussen dort nur vereinzelt gesehen. In der Copacabana findet sich das entsprechende Ticketoffice in der Praca do Lindo. Kosten 79 Reales – etwas weniger als 20 Euro. Dafür bekommt man den Transport zur Christusstatue, den Eintritt dort und den Rücktransport.
Man wird zunächst in moderne und gut klimatisierte Kleinbusse vom Typ Sprinter mit bis zu 13 Sitzplätzen eingeladen. Dann geht es einmal quer durch die Stadt, ca 30 Minuten. Ich war schon sehr früh zur Öffnungszeit gegen 8 Uhr dort und konnte den zweiten Transporter nehmen. Dabei habe ich auch zwei nette Damen aus Chile kennengelernt, Mutter und Tochter und es war herrlich, sich endlich mal ohne Hände und Füße etwas unterhalten zu können.
Erste Station ist zunächst das Besucherzentrum des Parks, dort befindet sich ein Informationszentrum, das durchaus etwas Pepp gebrauchen könnte, ein Restaurant und der übliche Souvenirshop. Dort steigt man von dem einen Kleintransporter aus, stellt sich in eine, auch schon um diese frühe Uhrzeit lange Schlange, wird in einen anderen, parkeigenen Kleintransporter umgeladen und hoch zur Statue gefahren.
Als ich dort angekommen bin, waren viele offenbar katholische Geistliche vor Ort in schwarzem, weißen und violetten Outfits. Im Basement der Christusstatue befindet sich auch eine Kapelle und offenbar ist das ein wichtige spiritueller Ort.
Oben ist es auch um 9 Uhr schon brechend voll, ich möchte nicht wissen, wie es ein paar Stunden später dort aussieht. Die Aussicht auf die verschiedenen Statdteile Rios sind aber atemberaubend und auch die Statue ist imposant.
Bisschen müde, im Urlaub morgens um 6 aufstehen, nicht mein Ding. Ich hoffe der Typ, der mir über die Schulter schaut verzeiht das.
Zurück geht es dann wie hin. Erst von der Statue zum Besucherzentrum, umsteigen, dann Aussteigen an der Copacabana. Da das doch länger gedauert hat, als geplant, konnte ich den Besuch auf dem Zuckerhut nicht mehr realisieren. Das wäre sonst Stress geworden, kann ich nicht gebrauchen.
Als kleine Kompensation habe ich mir eine exquisite Meeresfrüchte Mahlzeit in einem guten Restaurant an der Copacabana geleistet. Unglauchblich lecker. Die Chili, die in einem kleinen Metallgefäß dazu gereicht werden, sollte man ab mit äußerster Vorsicht genießen. Vermutlich Metall, da sich der Inhalt ansonsten bis zum Grundgestein durchbrennen würde. It’s Hot. Richtig Hot……
Und dann heißt schon packen. Morgen geht es nach Buenos Aires. Endlich ein Land, in dem ich Leute wenigstens ein bißchen verstehen kann. Rio und Brasilien ist dahingehend ernüchternd. Wer jenseits von Touristenpfaden Brasilien erleben will, braucht zwingend Portugisiesch/brasilianisch Kenntnisse. Mit Englisch, Spanisch, whatever kommt man hier nicht so richtig weit.
Hier ein paar Impressionen der Copacabana. Auf dringenden Hinweis des Apartment Vermieters habe ich das Smartphone im Apartment gelassen. Nur Handtuch, Sonnencreme, ein paar Reales mitnehmen. Dann am Besten wie die Brasilianer im Sand verbuddeln und Handtuch drüber. Ich habe da eine junge Frau laufen sehen – vermutliich erfolglos – weil man gerade ihre Sachen geklaut hat. Aber schnell war sie. ich wünsche dem Dieb nichts gutes. Die sah richtig sauer aus.
Daher nur Bilder von der Beachsite und vom Malecon. Sehr lang, mehere Kilometer und das geht dann auch über in den Nachbarbezirk Leme, den man sich sparen kann. Nur Hotels und Restaurants. Da ist es an der Copacabana deutlich lebendiger und spannender. In einem ultimativen Beachranking hätte die Copacabana – subjektiv -wohl große Chancen in der Kategorie Familien- und Spaßstrand. Gegenüber Destinationen wie Curacao oder Mauritius ist der Strand Faktor an sich gering. Das ist dann eher Bezirksklasse.
Wenn man nicht weiß, wo die nächste Metro Station ist, vormittags einfach gegen den Strom der Leute laufen, die lediglich mit Strandklamotten und einer Tüte unterwegs sind. Abends dann umgekehrt, wenn man zum Strand will.
Generell die üblichen Verdächtigen – Souvenir, Kokussnuss und Sonnenbrillenverkäufer, deutlich weniger penetrant, als in Spanien und der Dominikanischen Republik. Aber es ist eben auch nur der internationale Schrott zu kaufen. Billig und schnell kaputtbar.
Preise sind sehr in Ordnung. Caphrinha gibt es immer im Angebot, 10-12 Reales – 2,5- 3 Euro, andere Cocktails ab 15 Reales, Bier 6 Reales, Wasser 4 Reales. Es zeigt sich aber – rein subjektiv – eine gewisse Disinktion. Erst sind Freunde dran, dann Bekannte, dann brasilianische Gäste, und falls man dann noch Zeit hat bringt man irgendwann auch dem komischen Fremden nach 20 Minuten einen Cocktail, falls man Lust dazu hat. Man kann überall mit Kreditkarte zahlen, sehr empfehlenswert, da sich bislang nach ca. 10 Versuchen alle möglichen Bankautomaten geweigert hatten Bargeld auszuspucken. Zum Glück habe ich vorgesorgt.
Fremdspachenkenntnisse sind auch hier gering. Sogar gegenüber Frankreich erscheint mir – rein subjektiv – die Bereitschaft oder Fähigkeit in anderen Sprachen zu kommunizieren kaum vorhanden. Auch Spanisch hilft da nicht. Was die berühmte Lebenslust und Partylaune angeht – das ist wohl eher ein Tourismusumythos. Das sind hart arbeitende Frauen und Männer, die wollen chillen, essen, trinken. Samba am Strand und unvergessliche Partymomente sollte man nicht erwarten.
Was etwas negativ auffällt sind Horden von evangelikalen und pfingskirchlichen jungen Missionaren, die wir Borg Drohen einheitlich gekleidet sind und im Zweifel mit der Bibel bewaffnet ausschwärmen, um Objekte zu suchen, die sich assimilieren lassen.
Ich bin da out of Scope, da per Hautfarbe Fremder, zu alt und daher unverdaulich. Aber zu sehen , wie junge Menschen von 3-4 assimilsierungswütigen Borg Drohnen eingekreist werden, stimmt bedenklich. Da kommt hoffentlich nichts Böses auf liberale und freiheitlich denkende Menschen zu, von Minderheiten aus LBGT ganz zu schweigen.
Ich hatte da auch das Vergnügen ein Strandkonzert der Borgs zu besuchen. Was ich verstanden habe – Schamanismus ist der Teufel. Vernichtet den Schamanismus. Naja, jedem sein Feindbild. Ich denke Brasilien hat eher mit Armut, Umweltverschmutzung, ungleicher Reichtumsverteilung und Korruption zu kämpfen, als mit Schamanismus. Aber ich bin Fremder hier. Wenn der Schamanismus in Brasilien die Macht übernimmt bin ich vermutlich schon lange weg.
Copacabana – hier geht es zum Strand. Tagüber einfach drüberlaufen, nachts besser Ampel nehmenCopacabana Malecon .- es ist heiß hier. Besser im Schatten bleiben, Hut/Kappe und Sunblocker 50 sehr emrpfhlelnswertBorg Konzert- Obacht Schamanismus übernimmt die Macht! Bekehren Sie ihren Nachbarn. Sofort. Das HIlton an der Copacabana. Ich glaube auch irgendwie ein Mythos. James Bond und so.Wer findet den Fehler?Ab ca. 19 Uhr gibt es mehr und mehr Straßenverkäufer, ab 22 Uhr sollte man vorsichtig sein, insbesondere, wenn man alleine unterwegs ist. Ich habe das nicht getestet. Ich brauche Zähne und Geld noch für ein paar Wochen in SüdamerikaDer Typ rechts ist cool, Trotz Hinweis, dass ich mit meiner frisch erworbenen Copa Cap glücklich bin, wollte er mich mit einem Hut aus seinem Sortiment unendlich glücklich machen. Die Konversation über 6-7 Meter war wohl filmreif. Falls man Monthy Python mag.
Sightseeing ist eines meiner Reisevergnügen. Das muss nichts spekatukläres sein. Auch das Alltagsleben interessiert mich.
Rio de Janeiro hat ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrsnetz, es gibt eine Metro, Tram, Busse, alles was man braucht. Gebrauchen kann man zunächst eine Giro Karte, die bekommt man in jeder Metro Station an einem Automaten und kann sie mit Guthaben aufladen. Soviel man will, 5 Reales, 10 Reales, 20 Reales… Eine einfache Fahrt kostet 5,25 Reales, ca. 1,3€.
Die Metro Stationen erinnern zunächst etwas an den Eingang zu einer Morlock Höhle aus Orson Wells Zeitmaschine, drinnen ist es aber wie überall, zur Stoßzeit voll, zuwenig Sitzplätze. Leute die gelangweilt chatten oder lesen. Ich vermute mal die Morlocks sind aufgrund akuter Langweile ausgewandert.
Hier ein paar Impressionen, aufgenommen rund um Cinelandia – Rio de Janeiro City. Falls es hier einen Rio de Janeiro Experten gibt, bitte ich um Zuordnung, welche Bauten hier genau zu sehen sind.
Fährhafen Rio de JaneiroEin Schloss in der Bucht. Ein großer imposanter Platz mitten in Rio, heißt lgaube ich Parca XVAltes und neues gemischt, das links ist glaube ich die Stadtverwaltung von Rio, in der Mitte das Nationalmuseum, rechts ein BürohochhausMan beachte den sensiblen Finger links oben!Innenstadt Rio – Fußgängerzone, überall kleine Lädeen und Leute die auf den Gehsteigen T-Shirts, Kopfhörer usw. verkaufen. Standard T-Shirt, Angebot des Tages 10 Reales, ca, 2,5€Lotterie scheint eine Leidenschaft in Brasilien zu sein, überall gibt es kleine Büdchen, in denen man Lotterielose kaufen kannNein, ich war nicht betrunken. Ich wollte mal eine andere Perspektive versuchen.Straßenverkehr in Rio. Wenn man schnell mal was in der Innenstadt erledigen will, sollte man Taxi, das eigene Auto oder den Bus vermutlich tunlichst vermeiden. Es sei denn, schnell bedeutet ein paar Stunden warten im Stau. Fußgängerampeln haben im übrigen eher den Charakter eines zwanglosen Vorschlags……