Der Beitrag ist eigenlich vom Domerstag, 24.01.2020. Irgendwie hat das USB Interface meines Smartphones für den Upload der Bilder den Geist aufgegeben. Hat etwas gedauert mit einem Workaround über die Google Cloud.
Eine meiner Spanischlehrerinnen in Bad Cannstatt ist aus Chile, ihr Name ist Bea, und sie hat mir empfohlen, wenn ich Märkte mag, soll ich mal bei Bio Bio vorbeischauen. Das ist von meinem Apartment in der Avenida San Francisco im Barrio Paris-Londres ungefähr 4 Kilometer nur die Straße immer runter. Daher habe ich mir gedacht, ein ausgiebiger Morgenspaziergang, irgendwo unterwegs frühstücken und mir dem Markt anschauen (Und ja, Bea, ich passe auch meine Wertsachen auf, peligrosso und so).
Leider gibt es hier ausserhalb der direkten Innenstadtgebiete die netten kleinen Cafes aus Argentinien nicht, bei denen man gemütlich draussen sitzen kann und ich meinem zweiten Vornamen Desayunar gerecht werden kann. Daher war ich etwas ausgehungert, als ich gegen 10 Uhr dort ankam. Dann ist dort auch noch weitgehend tote Hose. Erst gegen 11 machen die ersten Buden auf und es belebt sich. Bio Bio ist eigentlich kein einzelner Markt, sondern mehrere Hallen in den wahlweise mal Klamotten angeboten werden, mal Elektronikartikel, dann wieder Möbel oder Friseure und Schönheitssalons ihre Dienste anbieten. In der Mitte gibt es dann aber einen sehr sehenswerten Lebensmittelmarkt. Der ist für mitteleuropäische Augen schon sehr exotisch.
Endlich Frühstück……Mächtig. Die Empanada war voller Fleisch und BohnenDie Leute hier waren richtig gut drauf. Auf die Reaktion des verwirrten Gringos, der anstatt eine Bestellung am Eingang an einem Art Tresen aufzugeben, wie es hier üblich ist, direkt reingelaufen ist, wurde mit fröhlichem Gelächter und spöttischen Kommentaren reagiert. Waren das Chilenen? Nö. Die sind aus Vernezuela, Maracaibo. Und ich solle unbedingt ihr Land mal besuchen. Wenn es dort besser geworden ist.Immer noch wenig los rund um Bio Bio gegen 10:30. Avenida San DiegoDas ist etwa so der Eingang.Wie gesagt viele kleine Läden, mit Klamotten, Krims Krams, T-Shirt, Sonnenbrillen usw.Kleine Stände. Die Hallen sind in etwa nach Themengebieten aufgeteilt.Schuhe. Was ich wahrgenommen habe nicht unbeding gute Qualität.Auf den Bürgersteigen vor den Hallen überdachte Stände mit weiteren ArtikelnDie MöbelabteilungDer BeautybereichAuch gegen 11:30 sind viele Stände noch geschlossen.Mal rüber über die Straße. Nicht weiter anspruchsvoll. Eher dezent der Verkehr hier. Mit etwas Übersichte keinerlei ProblemIn der Mitte von Bio Bio gibt es dann einen Lebensmittelmarkt, mit einige Restaurants, vor der MarkthalleOffenbar auch noch nicht Barbequezeit.Willkommen im Markt FranklinFleischstände, Fleischstände, Fleischstände. Sollte Google jemals Geruchsdaten übermitteln können, würde euch jetzt ein Geruch entgegenkommen, der bis ins Mittelhirn reicht.Die Gemüseabteilung.Innereien sind hier sehr beliebt. Und nein, die Auslage ist nur sehr schwach gekühlt. Der Geruch ist sehr intensiv.Hülsenfrüchte im Eimer.Die Fischabteilung. Zum Geruch siehe oben. DerGeruch war alles in allem gewöhnungsbedürftig aber nicht schlimm. Andere Länder, andere Sitten.Hier geht jeder Einkaufen. Supermärkte sind nur für den notwendigen Alltagsedarf, Fleisch, Gemüse, Obst ,Eier kauft man auf dem Markt und sind dort wesentlich günstiger als im Supermarkt.Die Gemüseabteilung. Stilleben mit Hunden.Ganzer Schweinekopf, heute im Angebot.Mal eine kurze Auszeit in einem Lokal vor den Markthallen. HIer musste ich ein Mißverständnis mit den netten Bedienungen klären. Nein, ich bin nicht aus Spanien. Ich bin aus Deutschland. Waren Peruaner. Ein Chilene hätte vermutlich nur mit den Augen gerollt, aggressiv geschaut und sich gedacht, schon wieder ein dummer Ausländer.Was ich zunächst aufgrund der Aussprache als Guzzmann interpretiert habe ist ein chilenisches Bier namens Kunstmann und beruft sich auf bayrische Wurzeln. Naja, ist zwar trinkbar, hält aber einem Vergleich wirklich nicht Stand.Eine chilenische Spielhallte. Wenig los, die Leute haben kein Geld. Durchschnittlicher Monatsverdienst 460€Ein wenig Streetart an der Avenida San Diego. Eine ziemlich breite Straße auf dem Rückweg ins Zentrum. Die Straßen der Heiligen liegen hier nebeneinander. Erst kommt San Diego, dann San Francisco, dann San IsidirioAlkohol gibt es hier ausschließlich in sogenannte Boutellerias zu kaufen und den größeren Supermärkten. Die kleinen Büdchen und Supermärkte verkaufen keinen Alkohol.Die Auswahl hier war beeindruckend. Pisco, Gin, Whiskey, Wein. Chilenische Marken und alle globalen Brands sind zu haben.Die Avenida San Diego fand ich sehr spannend. Die Straßenabschnitte sind fast wie in mittelalterlichen Stadtstrukturen nach Gewerben aufgeteilt. Es gibt 100 Meter mit vielen Ledergeschäften. Und ich meine Leder. nicht Lederwaren, dann ein kurzer Abschnitt Elektronik, dann ein sehr langer Abschnitt mit vielen Geschäften für Fahrräder und Fahrradteilen und Zubehör. Dieser Abschnitt für Fahrräder ist sehr lang. 500 Meter und man bekommt alles. Ganze Fahrräder, Helme, Schaltungen, Sattel you name it. Das hat irgendwie Zunftcharakter.Leder Avendia San DiegoMal kurz hinsetzen und abkühlen.Keine Ahnung welche Kirche das ist. Pder müsste ich nachschlagen.Ein Spezialgeschäft für alles, was der traditionsbewußte Chilene oder seine Liebsten brauchen. Sozusagen ein chilenischer Trachtenshop. Leider ziemlich verspiegelt.Elektonisartikel. Der eine macht in MAC, der andere in Audiosystemen oder Handyreperaturen.Alles ElektroniklädenFahrräder, Fahrräder, Fahrräder, 500 Meter lang. Laden neben Laden.Muss ich noch nachschauen, was dies für eine Kirche ist.Diese Morlocks werden immer raffinierter.Bandprobe im Park.Zurück in der Innenstadt. War ein langer Spaziergang.Der zentrale Platz in Santiago de Chile. Plaza del Armas. Da haben die früher ihre Waffen gelagert und von hier aus die Stadt aufgebaut.Etliche Tische mit Schachspielern. Es wird durchaus auch um Geld gespielt. Soweit ich das noch beurteilen kann durchaus auf sehr hohem Niveau.So etwas wie das offizielle Stadtlogo.Auf dem Platz gibt es mehrere in den Boden eingelassen metallene Tafeln, die die Stadt zu unterschiedlichen Zeitabschnitten darstellen. Hier 1721.Die Kathedrale am Plaza del Armas.Das fand ich sehr schön. Da hatetwas rührendes.Eine Skulptur an einer Ecke des Plaza del Armas.Mal ein wenig abhängen. Der Herr im Hintergrund mit dem roten Hemd ist im übrigen so etwas wie ein selbsternannter Prophet. Der später noch mit extremer Lautstärke in der Stimme rumgerannt und mit einer Bibel in erhobener Hand auf Leute zugegangen ist, mit der Aufforderung sich vom Bösen zu lösen und den Herren zu lobpreisen. Die Intensität war extrem. Derartige Leidenschaft hatte ich sonst hier in Chile nie erlebt. Der ist richtig abgegangen.Weiter abhängen.Dann mal etwas essen. Die chilenische Küche ist jetzt nichts, was mich bislang vom Hocker haut. Da war das Essen in Argentinien und Brasilien um Längen besser.Ich sap in einem Cafe, namens Marco Polo direkt gegenüber der Skulptur. Gegen 19:00 wurden dort artistische Kunststücke vollbracht. Durchaus sehenswert.Man beachte den Gesichtsausdruck der Menschen mit Frontalansicht. So laufen die hier in der Mehrzahl rum. Das ist keine angenehme Atmosphäre.Na, junge Damen, erklären sie mir bitte, warum sie noch unterwegs sind? Und dann noch so leicht gekeidet? Das erinnert mich an Mutter und Tochter in Rio de Janeiro. Die Tochter, so um die 18 Jahre alt, sagte mir, sie genieße es in Rio de Janeiro sehr. In Chile sei alles so steif und konservativ.Life painting. Viel mit Schablonen. Die Show war interessant, Die Bilder eher uninteressant.Auf den Straßen rund um den Plaza del Armas breiten ab 20 Uhr Straßenhändler auf dem Boden ihre Waren aus und bitten um Käufer. Eigentlich illegal. Wenn die Polizei will, müssen die gleich flitzen.Das war es dann auch, heiß und lang. Zurück ins Apartment.
Heute morgen war es dann soweit Argentinien und Mendoza zu verlassen. Ich kann Argentinien sehr empfehlen, hat mir sehr gut gefallen. Fröhliche, offene und herzliche Leute, gutes Essen, hervorragender Wein und beeindruckende Landschaften. Elio, der Vermieter des Apartement, ein netter Typ, in etwa meines Alters, der mir viele gute Tips für Mendoza gegeben hat und der insgesamt drei Jobs hat, um über die Runden zu kommen, hat mich freundlicherweise zum Busbahnhof gefahren. Natürlich zu früh, gegen 8 Uhr, Abfahrt war erst gegen 9 Uhr. Die Busse haben Abfahrtsgleise, dort gibt man direkt am Bus sein Gepäck ab und bekommt dafür einen Bon, mit Nummer. Die Busses sind sehr komfortabel, insbesondere in der Cama/Full Bed Klasse, die Semi Cama/Half Bed Klasse entspricht in etwa dem, was man von Flixbus und Co. kennt.
Insgesamt dauerte die Fahrt etwa 7,5 Stunden von Mendoza nach Santiago de Chile. Bei uns in der Cama Klasse wurden auch Filme gezeigt. Hollywood Blockbuster im Original mit spanischen Untertiteln.
Ich habe bedauerlicherweise seit dem Grenzübergang nach Chile eine intensive Abneigung gegenüber Queen und und Männern in Frauenkleidern entwickelt. Es macht einfach keinen richtigen Spaß diese tollen Anden zu betrachten, während 10cm über dem Kopf Freddy in ohrenbetäubender Lautstärke Bohemian Rapsody zum Besten gibt. Da helfen selbst Ohrstöpsel nichts.
Busbahnhof Mendoza, meine Buslinie Andesmar – Online Buchung ohne Probleme, einfach E-Ticket beim Einsteigen zeigenCama/Full Bed KlasseKleine Verköstigungen für zwischendurch. Dazu gibt es dann heißes Wasser oder ColaEs gibt da einen kleinen Grünstreifen, bei einer Stadt die Upsallata heißt, ansonsten durchweg Steine,Sträucher und Berge.Grenzübergang Chile Los Libertadores. Man darf im übrigen weder Frücjhte noch Gemüse von Argentinien nach Chile mitnehmen. Hat mich 1 Orange zu 10 Peso und 2 Pfirsische zu 50 Peso gekostet. Ich werde es überleben, es sei denn ich sterbe jetzt an Vitaminmangel, was eher unwahrscheinlich ist..Die chilenische Variante der holländischen BruckgeldkassiererDie Vegetation in den Andenausläufern auf chilenischer Seite ist deutlich anders, als auf der argentinischen. Viel sandiger, und viel mehr Kakteen.Wirkt irgendwie afrikanisch.Angekommen in Chile Busbahnhof, Geld wechseln ohne Probleme am Busbahnof möglich. Dann die Qual der Wahl, welches Taxi nehmen wir denn?Ein paar StraßeneindrückeEingecheckt ins Apartment und mal durch die naheliegenden Straßen spaziert.Fußgängerzone Santiago de ChileUniversität Santiage de Chile, mitten in der StadtDiese Form des Grills ist mir jetzt doch neu. Sah aber lecker aus.Diese Kneipe hatte mir mein Vermieter empfohlen, wenn ich gutes chilenisches Bier trinken möchte. Hieß Guzmann oder so. Das Bier, nicht die KneipeWar eine Empfehlung der Bedienung. Absolut nicht mein Geschmack. Fleisch mit Zwiebeln in einer penetrant süßlichen Tunke, mit labrigen Fladen eingemauert. Bäääh.Straßenstände hat es hier auch ohne Ende, Wasser, Getränke, Fleisch frisch vom Einkaufswagengrill, Spielzeug, alles möglicheEin paar schöne Häuser hat es hier.
Generell ist mein erster Eindruck von der Stadt positiv, quirlig, ein buntes Gemisch an Hautfarben, Körpergrößen und Sozialstatus.
Der erste Eindruck der Leute ist nicht so positiv. Unfreundlich, unhöflich, ernst, schon fast deprimiert. In Argentinien wurde man mit einem fröhlichen Hallo begrüßt und fröhlich verabschiedet. Wenn man hier in einen Laden geht und fröhlich Hallo sagt, wird man erst einmal begutachtet, als ob das Gesicht nicht von der aktuellen Ausgabe von „Mörder auf der Flucht“ bekannt vorkommt und dann knapp gefragt, was man will. Beim Abschied scheint es auch fast schon eine unerträgliche Überwindung zu kosten, Adios zu sagen. Eventuell ist das auch der Grund für das etwas eigenartige Verhalten des dänischen Pärchens am Busbahnhof in Mendoza, die kamen gerade aus Santiago de Chile.
Auf der Straße wird man mit ernstem, schon fast feindlichem Blick gemustert, als wenn man eine besonderst eckelige Form wässriger Ekzeme seinen Mitmenschen zumutet. Es wird hier kaum gelacht, im Gegensatz zu Argentinien und Brasilien und die Leute gehen in der Öffentlichkeit weit weniger herzlich miteinander um, auch wenn sie sich kennen.
Aber schau ma mal. Ist ja der erste Tag. Vielleicht hat mir Freddy auch nur schlechtes Karma verpasst.
Morgen geht es weiter nach Chile, erst einmal in die Hauptstadt Santiago de Chile. Ein wenig Bedenken habe ich, da die politische Lage dort angespannt ist und es häufig zu Demonstrationen kommt. Ich hoffe aber, die Leute lassen einen durchgebratenen Aleman auf Besuch aussen vor bei ihren wohl berechtigten Äußerungen und Demonstrationen.
Argentinien war richtig nett. Viel Kultur, beeindruckende Architektur und unfassbare schöne Natur. Die Leute – insbesondere in Mendoza – waren sehr höflich, freundlich und offen. Auch die Brasilianer, Peruaner und Kolumbianer, die ich hier getroffen habe.
Dagegen habe ich ein dänisches Pärchen am Busbahnhof getroffen, die kein Spanisch konnten. Die schon fast verweifelt versucht haben Uber zu buchen. Was in Argentinien nicht weit verbreitet ist, weil die Taxis schon sehr günstig sind und die sich an ihr Gepäck geklammert haben, als wenn gleich Pablo Escobar um die Ecke kommt um sie persönlich auszurauben. Dann noch ein Pärchen aus UK beim Andentrip, die einfach muffig waren.
Heute habe ich nicht viel gemacht, bißchen abhängen, nochmal Wäsche waschen lassen. Dann noch ein wenig Korrespondenz mit Geschäftspartnern für neue Projekte, Steuerberater. Meinem zweiten Vornamen Desajunar folgen. Da kommt man als Selbstständiger auch im Urlaub nicht drumherum. Ein wenig Einkaufen. Hier ein paar Ergebnisse.
Gleich noch raus, meine argentinischen Peso in Bier investieren.
Mein Poncho. In den Farben der Provinz MendozaIch hoffe, die am Zoll machen da keinen Streß ist nur Leder. Die nette junge Dame fragte mich, ob ich Englisch oder französisch rede. Ich habe dann in englisch, französisch und spanisch geantwortet und gesagt ich sei Deutscher. Schien sie zu verwirren.Ein neuer Freund, der unbedingt Deutschland besuchen will, gehört zur Gattung der Matet-Assen. Nur nicht reden am Zoll. Der quasselt ohne Ende. Bilder in besserer Auflösung gibt es auch noch.Das ist ein Gehemnis. Das Gartenbauamt Mendoza unterwegs. Grünpflege. Unten gibt es nichts, dann halt oben.Abtransport über Pick-upPark in der NäheWer dieser Herr Samiamento ist, muss ich mal recherchieren. Viel Plätze und Straßen sind hier nach ihm benannt.
Heute war eine Tour in die Anden angesagt. Männermordernde Uhrzeit der Abfahrt, 7:15. Das war dann wohl eher argentinische Zeit, es wurde dann 7:50. Sei es drum, ich habe Urlaub und Zeit. Es ging dann in einem Kleinbus erst mal 2 Stunden in die Anden, erst Landstraße, dann die Ausläufer und dann war man mittendrin. Da das Internet hier wirklich schlecht ist, nur ein paar Bilder. Kein Wunder, dass es hier soviele Buchläden gibt. Ein E-Book runterzuladen, würde vermutlich von Weihnachten bis Weihnachten dauern. Die restlichen Bilder kommen dann in den nächsten Tagen, oder wenn ich ab Mittwoch in Santiago der Chile bin.
Es hat im übrigen gerade – 22 Uhr Ortszeit – angefangen zu regnen. Vermutlich ein Feiertag hier, die ganze Provinz lechzt nach Regen.
Da fährt man dann mit obigem Gefährt hoch. Nix asphaltiert oder Schutz zum Abgrund. Das war schon etwas abenteuerlich.Ein unentbehrlicher Reisebegleiter
La Tiera del Sol y el Vino ist das offizielle Motto von Mendoza. Sol gibt es hier jede Menge und sogar kostenfrei. Sol von oben, von der Seite, und man hat das Gefühl sogar von unten.
Ich wollte das mit dem Vino dann doch auch mal testen, wo ich zufällig schon man da bin und habe eine Bodega Tour gebucht. Der Manager meines Apartments hat mich darauf hingewiesen, ich sollte bei einer akreditierten Agentur in der Fußgängerzone buchen. Meine Wahl war dann Mendoza Vijaes, auch weil dort Englisch gesprochen wird. Auch wenn mein Spanisch für Alltagssituationen zunehmend tauglich wird, wenn es um detaillierte Informationen bei denen auch um Geld geht besser Englisch. Abhohlung war laut Voucher die sehr angenehmen Zeit 8:45, es wurde dann kurz nach 9, alles im Rahmen. Ein Kleinbus der mich und 4 andere zu zwei Weingütern und einem angenehmen Mittagessen bringen sollte. Mit dabei – ein Pärchen aus Brasilien aus der Nähe von Sao Paulo und Sohn und Mutter aus Peru, aber in Santiago de Chile wohnend. Eher das höherpreisige Segment, was die Tour angeht. War es aber definitiv wert.
Wenn ich schon warte, kann ich auch mal die Wasserkanäle für den Schwarzwald fotografierenOlivenbäume und entsprechende Produkte gibt es hier auch nicht zu knapp. Da Olivenbäume 5 Jahre benötigen, bis sie zum ersten Mal Früchte tragen und eher langsam wachsen, könnte der eine oder andere Baum hier bereits zu Zeiten der französischen Revolution gestanden haben.Einfahrt zum Weingut Trapiche, Mendoza. In Europa noch weitgehend unbekannt………. Ein echter Geheimtip………………………..Wir waren etwas früh da und hatten bis zum Start der Tour noch 30 Minuten Zeit. Gelegenheit das Gelände unsicher zu machenWein, direkt vorm Haus. Hätte ich auch gerne. MalbecDie Bodega in FrontansichtDas hängt hier dicht an dicht, Weintrauben satt.Sehr apart. Das Restaurant derBodega.Auf diesen Grill passt vermutlich ein ganzes argentinisches Rind. Sieht häufig gebraucht aus.Keine Ahnung, wie diese Vögel heißen. Ich habe sie einfach mal Hochbein Tänzer getauft. Wackeln rum, als wenn ziemlich rum.Eingang zum RestaurantEingang zum Museum der Bodega TraipcheVermutlich Element jedes Traums jedes Betriebselektrikers bei WAFIOS jenseits der 50.Ants AttackDer weiße Wagen ist unser Tourbus, er hat uns zu dieser Bodega und einer weiteren gebracht, danach wurden wir von einem Kollegen abgeholtSehr liebevoll gemacht und gepflegtes Ambiente. Warten auf die Führung duch die Bodeda.Keine Ahnung, wie das jetzt heißt. Ich habe es einfach mal Blaue- Blüten-vor-der-Bodega-in-Mendoza getauft. Sry. Namen finden ist nicht mein Ding. Duftet auch nur schwach.Hier gab es auch mal eine Eisenbahnstation, ist aber mittlerweile stillgelegtDer Rote-Beeren-hängen-herunter Baum.Ahora, die Tour beginntKurze Einführung in die Technik des Weinanbaus. Das folgt der Sonneneinstrahulung. Wein der viel Sonne benötigt, wird in einer anderen Richtung angebaut, als Wein der etwas weniger Sonne benötigt. Entsprechend ist der Ausbau auch mal oben, mal unten. Klingt logisch. Ausser einem zu dieser Uhrzeit bereits medium durchgebratenem Deutschen sind ca. 8 Braslianer, 10 Argentinier, 2 Peruaner und Miss Trapiche unterwegs.Guten Wein zu machen ist eine Kunst. Welcher Wein, mit welchem Wein im Verhältins, in welchem Fass, wie lange, bei welcher Temperatur.. Dafür gibt es Meister, diese sind hier mit kleinen Täfelchen verewigtMiss Trapiche. Vor einer Trapiche. Einer Mühle. Daher auch der Name der Bodega. Ich hatte ja den Eindruck, sie versuchte mit mir zu flirten. Vermutlich nur eine Reminiszenz an ihre Kindheit, als sie heimlich Extranjeros gefolgt ist, die sie für lebendig gewordene Ampelmännchen hielt.Tnks mit Ab- und Anpumpstutzen. Temperatur strikt kontrolliert. Mit etwas Kenntnis vom Weinausbau war es noch möglich dem Vortrag zu folgen. Entiendo. No Problema.Der Boden ist glatt, sehr glatt. Klar, wenn man Fässer rollen will. Einige Bowling Bahnen wären über diesen Boden froh.Irgendwin Kunstwerk mit Bezug zum Weingut und Wein. Hier haben meine Sprachkenntnisse nicht mehr ausgereicht.Endstation Sehnsucht. Bodega Trapiche.Große Fässer zum Weinausbau, bei dem der Wein dann später weiter in kleinere Fässer umgefüllt wird. Kosten für so ein Fass ~ 20.000. Nix Peso, Euro. Nur das Fass, Nix Inhalt.Nein, keine Alien Aufzuchtstation. Eine neue Form des Weinausbaus, Andere Form, Oxidation läuft anders ab.Von oben aus dem Degustationsraum konnte man duch eine Glasfläche im Boden die Alienbrutstationen sehen. Die Mädels wollten irgendwie nicht über die Fläche gehen. Ich fands gut.Degustationsraum. Das wird lecker………..Der Aussenbereich ist auch sehr ansprechendDa hätte ich auch nichts gegen ein Barbeque.Eine Menge junger Damen. War schon lustig, in welche Posen, die sich für Selfies geworfen haben. Generell zählen wohl nur Fotos mit Menschen drauf. Ambiente wird eher nur als Hintergrund erachtet. Auch bei älteren Semestern.Olivenbäume, wohin man blicktDegustationsraum. Gleich geht es losDer Dieter Bohlen des argentinischen Weins. Mein Urteil: Mehr, viel mehr. Und viel häufiger.Die Auswahl der Weine. Nr.1 laut Miss Trapiche der Wein, mit dem man den Tag beginnen sollte. Nr.2 war eher flach. Nr. 3 ein echter Kracher. Im übrigen ist Malbec nicht gleich Malbec. Je nach Anbaugebiet – flach erher Landwein, höhere Lage intensiv und Mindburning ein deutlicher Unterschied.Die Mäfels wollten unbedingt mal mein CAT Smartphpne ausprobieren.Hat Spaß gemacht, war aber Caliente
Weiter geht es zur nächsten Bodega. Die Gegend sieht erst mal sehr trocken aus.
Das ist WeinNö, kein Wein. Das ist Hopfen, bauen die hier auch an.Gemütliches Cruisen. Das ist nicht vergleichbar mit dem Verkehr in Rio. Das ist einfach CruisenErst mal wieder warten Degustationsraum mit Kunst ,die Besitzer der Bodega Santa Julia, Familia Zuccardi, sind sehr engagiert in Kunst und sozialen Projekten.Die geheime Schatzkammer. Nicht zu kaufenHier ist das eher IndustrieKalt, 30.000.000 Flaschen im Jahr werden abgefülltAlles dokumentiert.Auf die Kunst kommt es an. Mal französichsche EicheDann amerikanische Eiche. Mal hier, mal dort je nachdem, was der Weinmeister will.War eher Massenabfertigung. Und Nein, ich möhte keine englische Übersetzung. TENGO QUE APPRENDER ESPANOL. Ist ds so schwer zu verstehen?Nix für Vegetrarier IDer Herr in dem blauen Shirt ist aus Brasilien aus der Nähe von Sao Paulo und hat eine Fabrik für Plastikkleinteile, mit 40 Beschäftigten, die Dame links von ihm ist seine Freundin und arbeitet als Kindergärtnerin. Der Herr mit dem schwarzen Shirt kommt aus Peru, arbeitet aber in Chile bei einer Versicherung, die Dame rechts von ihm ist seiner Mutter, die am Tag vorher Geburtstag hatte. Offenbar eine Art Geburtstageschenk. Sehr sympathisch. Der Familienname der Peruaner ist im übrgien Chang, da offenbar der wenig gelittene Erzeuger Chinse ist//war.Argentinische Empanadas – einfach gut.Nix für Vegetarier IINix für Vegetarier IIINix für Vegetarier IVSchönes Ambiente Bodega Santa Julia
Morgen geht es in die Anden. Hoch. 6000 Meter, mal sehen
Momentan sind hier 37 Grad. Für jemanden, der vor 10 Tagen in Deutschland gestartet ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. Überraschend offenbar auch für die Einheimischen, zwischen 13 und 16 Uhr gehen hier vielfach die Rollläden runter. Dann stoppt die Stadt erst einmal. In Rio der Janeriro war es bereits heiß, aber durch die Lage am Meer ging ein Wind und es war feuchter, in Buenos Aires war es nicht so heiß, es hat sogar mal geregnet. Hier ist nur Heiß, Hot, Caliente, Backofen. Die Luft steht. Erfreulicherweise verwandelt sich mein Krebsrot in Richtung Kupfer, was die Hautfarbe betrifft. Eventuell besteht die Möglichkeit mittelfristig die Schulkinder loszuwerden, die mich für ein lebendig gewordenes Ampelmännchen halten.
Ich habe auch weiter nichts gemacht einfach mal ein wenig runterkommen. Nennt sich Urlaub, hatte ich schon lange nicht mehr.
Der Herr spielt Gitarre und singt, das ist kein Tango, eher eine Art ländliche Musik. Fußgängerzone MendozaEinige Herrschaften tanzen, durchaus temperamentvoll.Eine ganz normale Allee in Mendoza, Aus einem Hop-off Hop-on Bus. Kosten für den Bus 600 Peso, Etwas weniger als 10 Euro, der bedient ca. 18 Stationen und alle halbe Stunde kommt einer vorbei.Park in MendozaÜberall in Mendoza finden sich Parks und dort und an den Straßen Kanäle, durch die Wasser geleitet wird. Dieses System stammt noch aus der Zeit von vor den Spaniern. Für jeden Wasserwerker aus dem Schwarzwald unbedingt sehenswert. Einige Kanäle sind allerdings trocken, da hier gerade Hochsommer ist.Informationszentrum über Wein. in MendozaDie Rebsorten, die in Menoza angebaut werden.Schau an, fast 12.000 Kilometer, ich dachte es wären mehr. Die 13.000 schaffe ich aber noch.Mein Held. Padre del VinoGroßes Bier gibt es hier auch. Schmeckt nicht schlecht. Happy Hour 200 Peso, sonst 300. Etwas ungewöhnlich, wenn man ein großes Bier – 1 Liter Krug – bestellt, muss man seine ID Karte an der Kasse abgeben.Maus hinter Gittern, nicht fair.Custom Bike in Mendoza, gibt es auch elektrisch.Busbahnhof in Mendoza. Ein ähnliches System wie in Asien, Er gibt ausgewiesene „Abfahrtsgleise“, an denen man sich einfindet. Tickets lassen sich im Busbahnhof oder Online organisieren.Busbahnhof, ähnlich interessant wie ein Flughafen.Die Gegend rund um den Busbahnhof soll die gefährlichste in Mendoza sein. Gegenüber Orten wie dem Frrankfurter Bahnhofsviertel oder Sihanoukville in Kambodscha wirkt das aber eher idyllisch auf mich.Momentan ist Sommer, die Kanäle führen sehr wenig Wasser in MendozaShops in der Nähe des Busbahnhofs, nichts was man irgendwie brauchen könnte.Rock’n Roll Cover Band in der Fußgängerzone in Mendoza, Viel Halbplayback, aber eine tolle Show.Fußgängerzone Mendoza. Chillen, runterkommen. Ich hatte Rotwein bestellt, dazu gab es Eis. Ich habe mich nicht getraut zu fragen, ob das normal ist.Argentinisches Fleisch kommt durchgegart. Medium oder Medium Rare kennen die erst mal nicht. Aber das Fleisch ist so was von zart, das geht auch so und ist einfach nur lecker..Plaza Indepidenzia Mendoza Freitags abends.Fracking ist ein großes Thema in Mendoza. Hier gibt es sowieso immer Wasserknappheit. Ein Verunreinigung der Resoucen ist nicht gerne gesehen. Auch in meinem Apartement wird darauf hingewiesen, ich möge nicht länger als 5 Minuten duschen. Ich unterstütze so etwas. es geht um die Leute vor Ort und Ressoucen aus der Erde zu puhlen, für Energiegewinnung halte ich für deutlich veraltetet. Ungeachtet dessen hat die Lady eine brilliante Show abgeliefert, voller Espirt und mit viel – wie will man sagen – etwas das halt was anspricht.Mr. Dog war das aber egal. Es war schon eine eigene Show für Entspanntheit, wie er dort gelegen ist..Sehr entspannt und chillig Freitag abend auf dem zentralen Platz in Mendoza. Eltern spielen mit ihren Kindern, Kinder spielten mit Kindern.Die argentinische Joan Baez war dann auch noch da. Konnte aber besser singen.Nanu?So ist besser.Hyatt Mendoza. Wohl die erste Adresse am Platz. Bisschen Cat Content. Das ist die erste Katze, die ich in Südamerika gesehen habe. Weder in Rio noch in Buenos Aires waren Katzen zu sehen. Aber vielleicht ist es ihnen nur zu heiß und sie liegen irgendwo ru
Samstag Abend ist die Innenstadt eher Assi Zone. Nachdem ich zwei Schlägereien erlebt habe, eine bei dem einer nicht mehr aufgestanden ist, bin ich dann doch lieber ins Apartment. Auch die Straßencafes und Kneipen sind weniger frequentiert. Dafür viele auf der Straße, die ich mal ganz vorurteilsbehaftet als dumm, jung, ungebildet und einfach nur blöde bezeichnen würde. Das ist dann wohl auch Südamerika, gibt es auch in Frankfurt nach Mitternacht, aber war schon etwas krass gegen 20 Uhr. Polizei, die während der Werktage allenthalben präsent war, ist wohl auch schon im Wochenende
Mittlerweile bin ich in Mendoza dann doch angekommen. Gestern gegen 23:30, empfangen von einer sehr netten Dame, etwas älteren Jahrgangs, die mir alles mögliche erklärt hat, auf spanisch. Ein paar Sachen konnte ich verstehen, etwa, dass es drei Schlüssel gibt, Apartment, Aussentür, Gittertür zur Straße. Air Con, Kühlschrank. Der Rest kam mir einfach nur Spanisch vor. Da es aber 23:30 war, habe ich zu allem erst einmal Ja -Si gesagt. Ich hoffe, ich bin dadurch nicht unverhofft zu mehreren Hektar Land im Umkreis von Mendoza gekommen.
Das Apartment ist sehr nett, liebvoll eingerichtet, recht groß, ca. 50qm, hat einen großen Wohnbereich, Dekor an den Wänden, einen großen Balkon und liegt ca. 1 Kilometer vom zentralen Platz in Mendoza. Bilder versuche ich später zu schicken, das Internet ist hier einfach zu lahm. Jetzt erst einmal Abenteuer Wäscherei./Lavenderia.
Morgens um 9 Uhr Fußgängerzone Mendoza. Das schreit nach Frühstück.Richtig chillig wird es zwischen 13 und 16 Uhr, dann gehen hier sogar in vielen Läden die Rollläden runter, Man liegt dann zwanglost auf einer Parkbank oder trifft sich mit Freunden zum Quatschen in der Bar oder im Cafe.Die Busse halten regelmäßig in der Fußgängerzone in Mendoza. Ich werde das morgen mal ausprobieren.Das nennt sich Desayunar. Frühstück, Und nein, das nennt sich nicht Croissant. Das sind Media de Lunas – Halbmonde. Für 180 Peso – inklusive Trinkgeld. Je nach Marvins Manipulation der Wechselkurse zwischen 2 und 3 €. Es gibt hier verblüffend viele Buchläden. Auf einer Strecke von 200 Metern habe ich 5 gezählt, Auch viele der kleinen Straßenkioske haben ein paar Bücher in der Auslage, meistens irgendwelche Klassiker, Jules Verne, Homers Odysee oder sogar Michael Foucault, den ich doch für etwas seht spinnert halte. Und ich habe in Bielefeld Soziologie studiert.Fleisch vom Gringo gibt es auch. Weiß Donald Trump schon davon?Vermultlich ein gutes Angebot.Meine unglaubliche Ausstrahlung wirkt in Mendoza besonders. Ich bekomme verwirrte, ratlose, „was zur Hölle“ Blicke zugeworfen. Ich hoffe es liegt an meiner Ausstrahlung und nicht an dem T-Shirt, mit dem ich hier durch die Gegend wandere, bis die nette Dame aus der Wäscherei mit meinem Konglomerat durch ist.Etwas gewöhnungsbedürftig. Man schmeißt kein Toilettenpapier in die Schüssel, sondern in einen separaten Eimer, der in den Hausmüll entsorgt wird und/oder hat Bidet und/oder eine Brause. Sowieso hygenischer hat mit einer vom Lattentreff erzählt.Jedem, der ein wenig offenen Geistes und Herzens und der das Backpacker Alter hinter sich hat, kann ich nur empfehlen nicht in ein Hotel zu gehen. Buchungsportale wie Booking.com bieten Angebote von lokalen Vermietern, bei denen man mit den Einheimischen in Kontakt kommt und im Vergleich zu den üblichen 08/15 Hotelzimmern Stil und Ambiente bekommt. Und einen Kühlschrank, Balkon und Kaffeemaschine und Küche (falls man eine Küche braucht). Für das Apartment in Mendoza habe ich für 7 Übernachtungen 210€ bezahlt. Das etwas düstere Image liegt an dem Deckenlicht, das ist wesentlich freundlicher in echt.Ein Hemd, eine Jeans, 8 T-Shirt, 7 Boxxer, 7 Paar Socken – für 250 Peso – Marvin, korriegiere mich. Irgend etwas zwischen 3-4€. Gewaschen, gebügelt und von der netten Dame in der Wäscherei mit kritischem Blick übergeben.Ich vermute mal, das liegt an meiner Sockenauswahl. Vermutlich bin ich im Viertel schon als Diavolo de calcetines bekannt. :o(
Gebucht habe ich jetzt schon eine Tour zu Weingütern am Sonntag (mök, 07:15) und eine Tour in die Anden, Alta Montana por el Rio. Machen will ich noch eine Tour zu einem Bad am Fuß der Anden, mit SPA – Termas de Cachueta – da brauchen ich noch die Bestätigung für Dienstag. Mal sehen, was ich morgen und Samstag an Unsinn treiben kann. Ich hoffe, mir fällt etwas ein……
Irgendwie habe ich gerade die Flugseuche am Hacken. Mein Flug AR 1410 Aerolineas Argentina wurde erst verschoben und jetzt gecanceled. Ich werde jetzt statt um 16.10, erst um 20.45 abheben. Falls ich abhebe.
Was aussieht wie ein Spielautomat, ist die Anzeige der anstehenden Flüge am Flughafen Jorge Newbery in Buenos Aires. Was rot blinkt sind die abgesagten Flüge, Sieht irgendwie nicht gut aus.
Auch hier bestätigt sich, dass Flughäfen einfach nur langweilig sind. Mal sehen, der Flughafen liegt direkt am Rio de la Plata. Wenn ich später das Gepäck aufgegeben habe, setze ich mich mit einem Bier ans Ufer. Obwohl hier schon ein paar merkwürdige Gestalten rumlaufen..
Noch ein paar Bilder von heute vormittag, rund um die Plaza Italia. Zunächst mein Lieblingsstraßen Cafe. Nette und lustige Bedienungen, hin und wieder kommt auch ein anderer EXtraniero vorbei.
Milchkaffee für 1,2€. Da kann man sich nicht beklagen.
Und noch ein paar Impressionen rund um Plaza Italia. Mein neuer Freund mit dem freundlichen Lächeln und der schönen gelben Farbe sitzt im übrigen auf einem umgedrehten Auto. Zuordnung mache ich später.
Gegen 18 Uhr Ortszeit hatte der liebe San Martin dann ein Einsehen und ich konnte mein Gepäck aufgeben. Nach dem ich nicht mehr wie ein Packesel rumlaufen mussste, bin ich dann tatsächlich noch dazu gekommen mal an das Ufer des Rio de la Plata zu gehen. Ernsthaft, das ist kein Fluß, dass ist eine riesige Meeresbucht, die bis Buenos Aires und zur gegenüberliegenden Stadt Montivideo in Uruguay reicht. Bilder gibt es später, die Internetleitung hier ist auf dem Stand eines 256Kb Modems aus den 90ern.
Embaraer 190. Bin ich noch nicht geflogen. War aber in Ordnung.Ich kann nur spekulieren. Ich tippe aber darauf, das Rezept stammt aus Nordkorea.
Heute sah es erst einmal nicht gut aus für Outdoor Aktivitäten. Es hat bis ca. 13 Uhr Ortszeit erst einmal tüchtig geregnet. Ich weiß nicht, ob das normal ist, aber Buenos Aires liegt ja an einer großen Bucht/Fluß, dem Rio de la Plata, der direkt in den Atlantik mündet. Ich kann mir vorstellen, da wechselt das Wetter mitunter auch schnell.
Insofern haben die dann da oben auch den Hahn zugedreht und ich konnte raus.
Ich habe mal wieder den ÖPNV getestet. Dieser ist ähnlich gut organisiert und strukturiert wie in Rio de Janeiro. Man kauft ein Karte, lädt diese auf, legt sie auf einen Lesegerät an einem Drehkreuz und kann durchstarten. Weder Morlocks, noch Trolle. Auch Harry Potter war nirgends zu sehen. Vermutlich andere Station.
Nein liebe Frau, ich will kein Upskirting machen. Ich bin Tourist und fotografiere die Metro.Du kannst von mir aus tot umfallen. Dumme Schnepfe.Hier kann man das Guthaben aufladen und auch sehen, wieviel noch auf der Karte ist.Malfalda ist hier sehr populär, es gibt sogar eigene Malfalda Shops. Übersetzt in etwa. Schau mal die Welt, Die ist schön, nicht? Weißt Du warum sie so schön ist? Weil es ein Modell ist. Die echte Welt ist ein Desaster.Am Plaza de Mayo treffen sich einige Metro Linien. Man kann hier unterirdisch lange laufen, Vermutlich rund um die Platzgrenzen. von einer Linie zur anderen.Erinnert sehr stark an jede x-beliebige U-Bahnlinie abends in Deutschland.Ich wollte hier nicht den ultimativen Touri geben und mich direkt vor ihn stellen. Aber das verwaschene Bild in Schwarz rechts ist ein Musiker mit Gitarre, und der hat richtig guten Sound in der Metro gemacht.
Gefahren bin ich von Plaza Italia zum Plaza de Mayo. Ungefähr 10 Stationen, sehr entspannt. Ich hatte die Karte mit 120 Peso aufgeladen. Als ich den Stand bei der Rückfahrt geprüft habe waren es 120,01 Peso. Inflation? Fotoroboter aus Lissabon? Who knows?
Der Plaza de Mayo ist der zentrale Platz in Buenos Aires, hier finden auch Demonstrationen statt und es gab Zeiten, da hat das Militär hier einfach mal 200 Leute platt gemacht. Ganz platt, per Luftangriff. Es befindet sich hier auch das Grab von Herrn San Martin. Eine Art Wandergeselle in Militaria, ein unruhiger Geist, der sich nicht richtig entscheiden konnte, ob er links oder rechts von den Anden bleiben soll. Das mit den Spaniern war ihm auch zu kompliziert, und er ist daher für die Unabhängigkeit Perus (zusammen mit Bolivar), Chiles und Argentiniens wesentlich mitverantwortlich. Darüber hinaus gibt es aber auch noch viele andere wirklich sehenswerte Gebäude und ich bin Dirk Gentleys Vorschlägen gefolgt, dass das Ziel eigentich egal ist, solange der Weg der richtige ist.
Cathedral in Buenos Aires. Kirche und Grabesstätte des Nationalhelden San Martin.Mal den Blick nach oben werfen, auch imposant.Die beiden Herren links und rechts sind keine Figuren. Vermutlich werden sie bei Schichtende mit der Sackkarre rausgefahren Jedem Normalsterblichen würde nach einer halben Stunde das Blut unterhalb der Kniekehlen stehen. Tatsächlich soll dies das Grab von San Martin sein. Ich denke er ist froh, wenn es Sonntag ist und keine Touristen kommen. Dann hat er mal wirklich Ruhe.Raffiniert diese Morlocks, hier versuchen sie es mit Leuchtreklame und der Verfälschung einer weltweit bekannten Kette für Baguettes. Respekt. Hat aber auch nicht geholfen. Drinne keine Morlocks.Keine Ahnung was das genau ist, es wirkt aber fremd. Momentan offenbar ein Parkhaus. Irgendwie mexikanisch. Nicht so bomabstisch wie alles drumherum. Irgendwie einzig. Ich konnte aber nicht herausfinden, was es damit auf sich hat.Mein Smartphone gibt das leider nicht her. Aber über alle Straßen habe ich 18 Spuren gezählt. Die Straßen in Buenos Aires sind richtig breit. Es soll sogar welche mit 40 Spuren geben.Idealerweise befindet sich die korrespondierende Gewerkschaft direkt gegenüber, auf der Staßenseite von der ich das Foto mache.Im Gegensatz zur Innenstadt von Rio de Janeiro gibt es hier sogar Nebenstraßen ohne viel Trubel. Ein Brasiliner würde sich vermutlich beschweren.Auch wenn ich es nicht beweisen kann. Es muss in meinem Pass einen Eintrag geben – finde die Deutsche Evangelische Gemeinde in Buenos Aires. Vermutlich mit unsichtbarer Tinte geschrieben.Bingo. Bitte meinen Preis rüberrecichen.Zahnstocher, beeilen, gleich wird die Ampel für die Autos grün. Hurry upDer Marineklub Ende des 19ten Jahrhunderts. Für Offiziere, denen ihre Ehefrauen noch nicht gezeigt haben, woher der Wind weht.Kennt doch jederSo ein schönes Gebäude und dann Starbucks. Fuck off.Ein Ort der Ruhe in Buenos Aires. Obwohl mitten in der Stadt gelegen. Man kommt dort rein und denkt man ist in einer anderen Welt. Sehr zu empfehlen.Hier kommen auch Suesse auf ihre Kosten. Spenden bitte an das Kalauerkonto des SWR
Und dann war es endlich soweit – mein Steak. Im Rückblick betrachtet muss ich sagen dieses In-Viertel Palermo ist eine Marketingaktion, bei der man ausländischen In-Gästen durchschnittliche Qualität und schlechten Service für drastisch überhöhte Preise andreht. Für mein fantastisches Steak, mit einem hervorragenden Brandy danach habe ich halb soviel bezahlt, wie ich es hätte in Palermo, wenn ich dort überhaupt bedient worden wäre. Und das direkt am Plaza de Mayo. Ohne ein Wort Englisch reden zu müssen.
Zu empfehlen. Offenbar auch eine Kette, die mehrere Filialen in Buenos Aires hat.
Noch ein paar Fotos mit Abendlicht. Dann zurück per Metro nach Palermo. In einer Straßenkneipe an der Avenida Santa Fe habe ich dann noch zwei junge Damen aus Großbritannien getroffen, die mir ob der Bereitschaft meine Erfahrungen als langjähriger Buenos Aires Reisender mit ihnen zu teilen, wohl noch lange gedenken werden.
Es regnet gerade in Buenos Aires, ziemlich heftig sogar. Ich hoffe es wird nachher nicht unerträglich schwül. Hier ist es jetzt 11:32, daher habe ich mir einen Kaffee gemacht und starte meine Zeitreise.
Mercado heißt eigentlich Markt, so ein Markt wo man Gemüse, Früchte und so bekommt. Ein Markt mit Kunstgegenständen, Antiquitäten oder solche die sich dafür halten, heißt Feria.
Einer der weltweit schönsten Märkte ist die Feria San Pedro Telmo in Buenos Aires. Am letzten Sonntag, der Markt findet immer Sonntags statt, war ich dort.
San Telmo ist zentral gelegen und ein kleiner Platz um den sich schöne alte Häuser gruppieren. In den von diesem Platz abgehenden Straßen befinden sich Galerien, Werkstätten und Ateliers. Man kann in diese Häuser gehen, diese haben einen großen mitunter nach oben offenen Innenhof und viel Zimmer, in denen die jeweiligen Schätze ausgestellt sind.
Bei einigen der Ausstellungsstücke würde man eher vermuten, hier wurde schon seit Jahren nicht mehr aufgeräumt, aber offenbar gibt es buchstäblich für alles Käufer. Wirklich für alles….
Von diesem Platz geht eine zentrale Straße ab – La Defensa – diese geht bis zum Hauptplatz von Buenos Aires – dem Plaza de Mayo. Ungefähr 3 Kilometer. Sonntags, wenn die Feria San Telmo stattfindet, werden dann auch links und rechts auf den Straßenseiten von La Defensa Stände aufgebaut und alle möglichen Dinge verkauft.
Für San Telmo selbst besteht die Bedingung, dass nur Dinge vor 1970 und ausgewiesene Kunstgegenstände verkauft werden dürfen. Das wird aber flexibel gehandhabt. Auf La Defensa finden sich dann aber durchaus auch die üblichen Produkte, wie T-Shirts, Gürtel, Sonnenbrillen, aber auch alles möglich andere.
La Defensa und der Platz San Telmo sind pflastertechnisch irgendwie noch in der Kolonialzeit stehen geblieben. Flip-Flops werden wohl ungefähr eine halbe Stunde durchhalten. Offene Sandalen länger, aber dann am Abend mehr blaue Flecken als heile Haut aufweisen. Festes Schuhwerk ist angesagt.
Ab 18 Uhr werden die Stände abgebaut und ab 20 Uhr fangen die Einheimischen dann an auf dem Platz Tango zu tanzen. Erst ein paar Profis, um die Stimmung festzulegen, dann die breite Menge, ca. 20 Paare, das hat durchaus etwas sehr romantisches. Auch wenn die Paare meist etwas betagter sind.
Was auch hier betrüblich stimmt sind die Leute, die um Unterstützung bitten. Ich bin ca. 20 mal direkt oder indirekt angesprochen worden. Die Männer kommen meist mit einem Paket Taschentücher und bitten direkt um einen Kauf. Das macht Sinn, beide Seiten wahren ihr Gesicht. Er verkauft etwas, ich kaufe etwas. So ist das keine Bettelei, sondern ein Geschäft. Die Frauen, und leider auch Kinder, ab ca. 6 Jahren legen billige Kulis oder Klebebilder auf den Tisch. Die kann man dann auch gegen einen kleinen Obulus erwerben oder wenn nicht, sammeln die Frauen und Kinder ihre „Ware“ kommentarlos wieder ein.
Vormittags um 10:00. Noch nicht viel los. So richtig voll wird es gegen 12 Uhr. Leerer so ab 18 UhrMate Becher, das argentinische Nationalgetränk, neben Bier und Wein. Muss ich noch kaufen.Bestimmt ein super toller Spielplatz.Seitenstraße von San TelmoMein absoluter Lieblingsstand. Ich hätte gerne den kleinen runden Freund rechts vorne mit nach Hause genommen. Der war aber leider schon verkauft. Ich habe dann den Fisch hinten genommen. Ich hoffe, er überlebt den Transport und es ist ihm in Deutschland nicht zu kalt.Das ist keine Stangenware. Man sieht, das sind Leute mit Fähigkeiten und Begabung, die hier ihre Kunstwerke präsentieren. Musikalische Begleitung gibt es auch. Und auch hier – der klampft nicht, der kann das und macht das mit Stil und Leidenschaft.What the fxkjgl. Nebenstraße. Hofbräuhaus hätte ich ja noch verstanden. Aber UNTERTÜRKHEIM.?Innenhof in einem GebäudeRund um den Platz sind viele schöne Gebäude. Ab 18 Uhr wird abgebaut. Sehr organisiert. Die Standbetreiber räumen ihre Gegenstände in Bananenkisten. Dann kommen Jungs vom Martkbetrieber und bringen diese mit Sackkarren weg. Der Technik nach, den immer gleichen Handgriffen, gibt es dafür Schulung. Die Stände selbst werden dann auch von den Jungs abgebaut und in angrenzenden Gebäuden gelagert.Trommelband. Die machen einen richtig mitreißenden Sound. Das macht richtig Spaß und ist richtig laut.Die Konkurrenz kommt, gleich gibt es ein Duell.La Denfensa. War mir etwas zu voll und zu eng.Tango beginnt. Leider hat die Kamera in meinem Smartphone mit den unterschiedlichen Lichtquellen Probleme gehabt. Ich hoffe aber, die Stimmung kommt etwas rüber.Gegen 22 Uhr. langsam leert es sich. Die Tänzer tanzen aber noch. Ich mache aber mal den Abgang.
Ich habe verschiedene Dinge auf dem Markt gekauft. Ich muss mich da bremsen, sonst muss ich einen eigenen Cargo Transporter für den Rückflug mieten. Meinen skurillen schuppigen Freund von hier:
Und dann noch das schönste überhaupt
Ich bin noch ganz fassungslos, dass ich das besitzen darf.